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Menschenrechte verteidigen beginnt mit Hinsehen.

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Stimmen des Krieges 20232026-03-06T13:16:24+01:00

„Stimmen des Krieges“ ist ein Projekt der Charkiwer Menschenrechtsgruppe, das darauf abzielt, Material und Interviews mit Augenzeugen der russischen Besatzung und der russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine zu sammeln. Das Projekt ist Teil der globalen Initiative „Tribunal für Putin“, deren Gründung im Februar 2022 von drei ukrainischen Menschenrechtsorganisationen – der Ukrainischen Helsinki-Union für Menschenrechte, der Charkiwer Menschenrechtsgruppe und dem Zentrum für bürgerliche Freiheiten – initiiert wurde. Ziel ist, die Verantwortlichen für Verbrechen im Rahmen der bewaffneten Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) beteiligte sich bis Februar 2025 an der Übersetzung und Verteilung der Projektmaterialien von „Stimmen des Krieges“ ins Deutsche und Englische, damit möglichst viele Menschen außerhalb der Ukraine wissen, welche Gräueltaten die russische Armee in der Ukraine begangen hat und weiterhin begeht.

Interviews

„Die Menschen in den zerstörten Häusern schrien, und niemand durfte ihnen helfen“

Sergiy wurde nicht aus Borodjanka evakuiert, weil er seinen Hund nicht zurücklassen konnte. Sergiy erzählt, wie die russischen Truppen niemandem erlaubten, Menschen aus den zerstörten Häusern zu retten, und wie sein Freund auf offener Straße erschossen wurde.

„Mir ist klar geworden, dass man einen Kilometer durch Blindgänger laufen muss, um zum Brunnen zu kommen…“

Witalij verbrachte 100 Tage mit seiner Mutter im besetzten Isjum. Er musste Gräber für alte Menschen ausheben, die an der Kälte gestorben waren, und Lebensmittel aus zerstörten Supermärkten holen.

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