Flüchtlingen heimatnah helfen!

Hunderttausende Menschen sind vor dem Krieg in Syrien und dem „Islamischen Staat“ auch im eigenen Land auf der Flucht. Tausende von ihnen sind nach wie vor gezwungen, in „wilden“ Lagern unter entwürdigenden Bedingungen zu leben. Ohne Hilfe wird ihre verzweifelte Lage mit Blick auf den bevorstehenden Winter täglich härter. Die IGFM hilft Flüchtlingen heimatnah, um die größte Not zu lindern und es den Menschen zu ermöglichen, in ihrer Heimat bleiben zu können. Die Opfer des „Islamischen Staates“ brauchen Hilfe – jetzt! Helfen Sie mit!

Jetzt spenden!

Apostasie - Abfall vom Islam

Ausstieg aus dem Islam? Nach klassischer islamischer Rechtsauffassung ist das nicht nur unmöglich, sondern ein „Verbrechen“, das mit dem Tod bestraft wird. Es gibt tausende Menschen, die als Kinder islamischer Eltern geboren wurden, die selbst aber Atheisten sind oder sich einer anderen Religion zuge- wandt haben. Bekennen sie sich zu ihrem Glauben oder zu ihrer Überzeugung, drohen ihnen schwere Sanktionen, Gewalt durch islamische Extremisten und in manchen Ländern sogar die Hinrichtung.

Dieser Beitrag möchte die konkreten Nöte von christlichen Konvertiten aus dem Islam darstellen, beispielhaft am bevölkerungsreichsten Land der arabischen Welt: Ägypten. Die Lage in anderen islamisch geprägten Ländern ist zum Teil noch schlechter, teils weniger schlecht. Vieles aber ähnelt sich sehr oder ist völlig gleich. Am Ende des Textes finden Sie Möglichkeiten, wie Sie helfen können.

[mehr zum Thema Konvertiten in Ägypten..]

Die 8-köpfige Familie von Nadia Mohamed Ali wurde am 13. Januar 2013 in der Stadt Biba zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie vom Islam zum Christentum konvertiert ist. Die Witwe war ursprünglich Christin und ist die Mutter von sieben volljährigen Kindern. Sie trat zum Islam über, entschloss sich aber nach dem Tod ihres muslimischen Mannes im Jahr 1991 dazu, wieder Christin zu werden. Sieben Beamte, die der Familie halfen, Namen und Religionszugehörigkeit der gesamten Familie in den Dokumenten zu ändern, wurden jeweils zu fünf Jahren Haft verurteilt.

[mehr Infos zum Fall ...]
[Unterschriftenliste "Ägypten - Recht auf Religionswechsel achten!" ...]

Raif Badawi (‏رائف بدوي‎) ist ein saudischer liberaler Internet-Aktivist, der am 8. Mai 2014 wegen „Beleidigung des Islam“ zu 1.000 Peitschenhieben, zehn Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 1.000.000 Saudischen Rial (umgerechnet rund 194.000 Euro) verurteilt wurde. Die IGFM sieht Badawi als einen gewaltlosen politischen Gefangenen. Ab dem 9. Januar soll Badawi jede Woche nach dem Freitagsgebet 50 Peitschenhiebe erhalten, bis die Strafe vollstreckt ist.

[mehr...]
[zur Unterschriftenliste...]

Helfen Sie mit!

Die Flucht vor ihrer Familie ist für viele Konvertitinnen der einzige Ausweg, um schwersten Misshandlungen, sexuellen Erniedrigungen oder auch einem "Ehrenmord" zu entgehen. Die IGFM unterstützt weibliche Konvertitinnen durch Fluchtwohnung und durch einen Beitrag zum Lebensunterhalt, bis die Frauen Arbeit gefunden haben und auf eigenen Beinen stehen.

[mehr Infos ...]
[online spenden ...]

Weitere Infos

"Wer auf seinem Abfall vom Islam beharrt, wird getötet. Es spielt keine Rolle, ob dieser ein Mann oder eine Frau ist," urteilte das staatliche (!) Rechtsgutachtergremium Ägyptens im Jahr 2004 in einer Fatwa, die über die Homepage der zuständigen Einrichtung, dem "Haus des Rechtsgutachtens", nach wie vor verbreitet wird.

[zur Fatwa des staatlichen Rechtsgutachtergremiums Ägyptens zum Abfall vom Islam ...] 

Mit "Apostasie" bezeichnet man die gänzliche Ablehnung einer Religion. Die Apostasie gilt nach dem islamischen Recht als das schlimmste Verbrechen, welches ein Mensch überhaupt begehen kann, sie ist noch schändlicher als der eigentliche Unglaube und wird deshalb mit dem Tode bestraft. Allgemein gesprochen handelt es sich bei einem Apostaten (Murtadd) um eine Person, welche sich als gebürtiger oder konvertierter Muslim vom Islam abgewandt hat.  Von Petra Gisch.

[Was ist Apostasie? ...]

Zu häufig liest man in der Tagespresse von Verfolgung und Bestrafung von Personen, die sich einer neuen Religion zugewandt haben. Für die Betroffenen geht es sodann häufig um das physische Überleben. Indes sind Staaten, in denen es zu solchen Übergriffen kommt, in der Regel völkerrechtlich verpflichtet, diese zu unterbinden und einen friedlichen Religionswechsel zu ermöglichen. Denn die Religionsfreiheit ist fundamentales Kernstück des Kanons der bürgerlichen und politischen Freiheitsrechte.

[mehr ...]

Apostasie, der "Abfall vom Glauben" gilt im Iran sowohl nach der bisherigen Rechtslage als auch nach den aktuellen - noch nicht ratifizierten - Reformen des Strafrechtes, als ein schwerwiegendes "Verbrechen", wenn es sich um den Abfall vom Islam handelt. Die Konversion von Christen zum Judentum ist ebenfalls verboten, der "Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte" (IGFM) ist aber im Iran kein Fall in dieser Richtung bekannt. Die Konversion zum Islam wird im Iran sehr stark gefördert. Mit Apostasie (irtidad) ist im rechtlichen und im alltäglichen Sprachgebrauch ausschließlich der Abfall vom Islam gemeint.

[mehr zu Apostasie im Iran ...]

Entdeckten ehemaligen Muslimen droht in Afghanistan die Ermordung durch Angehörige der eigenen Familie, des eigenen Clans oder durch Angehörige extremistischer islamischer Gruppen. Zu solchen Gruppen zählen nicht nur die Taliban im Süden und Osten des Landes, sondern auch eine Vielzahl anderer bewaffneter nichtstaatlicher Gruppen in Gebieten, die nie von den Taliban beherrscht wurden. Wird in Afghanistan die Abkehr eines Muslims von seinem bisherigen Glauben den Behörden bekannt, drohen dem Betroffenen mit erheblicher Wahrscheinlichkeit Verhaftung, Misshandlung und extralegale Hinrichtung oder förmliche Verurteilung zum Tod.

[zur Stellungnahme der IGFM ...]
[zur Stellungnahme der IGFM im pdf-Format, 118 kB ...]

Scharia, das islamische Recht im Überblick
Machen Sie mit: Petition für ein Tribunal über den Islamischen Staat (IS)
Scharia, das islamische Recht im Überblick
Das „Handbuch“ des Islamischen Staates (IS) zu Sklaverei
Eine 12jährige Jesidin und ehemalige Sklavin des Islamischen Staates (IS) berichtet
Die Opfer des Islamischen Staates (IS) brauchen Hilfe. So hilft die IGFM.