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Drohende Hinrichtung von iranisch-schwedischem Mediziner Ahmad Reza Jalali

IGFM & politischer Pate Dietmar Köster fordern Aufhebung des Todesurteils

 

Frankfurt / Teheran / Stockholm, 6. Mai 2022: Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt das Vorhaben, die Todesstrafe des unschuldig inhaftierten Mediziners zu vollziehen, aufs Schärfste. Die auf den 21. Mai 2022 angekündigte Hinrichtung darf auf keinen Fall durchgeführt werden. Jalali wurde 2017 wegen «Verderbenstiften auf Erden» zum Tode verurteilt. Nun soll die Vollstreckung unmittelbar bevorstehen.

Jalali wurde 2016 während eines Besuchs im Iran verhaftet und der Spionage für den israelischen Geheimdienst beschuldigt. Noch im selben Jahr wurde er deshalb zum Tode verurteilt, 2017 bestätigte der Oberste Gerichtshof das Urteil. Jalali ist seit seiner Festnahme im Evin-Gefängnis inhaftiert.

Prof. Dr. Dietmar Köster, Europaabgeordneter der SPD und politischer Pate von Jalali, erklärt:

„Ich bin bestürzt über die Bekanntgabe des Hinrichtungsdatums von Ahmad Reza Jalali. Es ist perfide und in jeder Weise niederträchtig, das Leben eines Menschen zu beenden, um es als politisches Druckmittel zu missbrauchen. Das Todesurteil gegen Jalali muss sofort aufgehoben werden. Seit seiner Verhaftung 2016 ist er Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch die iranischen Institutionen. Ahmad Reza Jalalis Inhaftierung ist politisch motiviert und muss sofort beendet werden. Der dauerhafte Angriff auf seine körperliche Unversehrtheit und sein Leben ist unerträglich. Dieses Urteil spricht rechtsstaatlichen Prinzipien Hohn.“

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