Brantner übernimmt Politische Patenschaft

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner setzt sich für die iranische Umweltschützerin Sepideh Kashani (rechts im Bild) ein. Diese wurde mit sieben weiteren Umweltschützer*innen wegen „Spionage“ zu sechs Jahren Gefängnis verhaftet wurde. Bildquelle: privat

Der Einsatz für Umwelt und Bürgerrechte wird im Iran mit Gefängnis sanktioniert

Heidelberg/Frankfurt am Main, 13. Juli 2020 – Die Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner setzt sich für die Freiheit der Umweltschützerin Sepideh Kashani ein. Sie wurde im Iran willkürlich zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Brantner möchte ein Zeichen setzen und dazu beitragen, dass Kashani bald wieder in Freiheit ist. Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) engagieren sich Abgeordnete für politische Gefangene.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, hebt hervor: „Wir freuen uns, dass sich mit Franziska Brantner eine einflussreiche Politikerin für die Freiheit von einer unschuldig gefangenen Umweltschützerin einsetzt. Ihr Engagement ist deshalb so wichtig, da Deutschland für den Iran politisch und wirtschaftlich ein außerordentlich bedeutendes Land ist.“

Sepideh Kashani wurde im Januar 2018 zusammen mit ihrem Mann Houman Jokar und weiteren Forscher:innen der “Persian Wildlife Heritage Foundation” von den Islamischen Revolutionsgarden festgenommen. Der gesamten Gruppe wurde „Spionage“ vorgeworfen, weil sie Kameras zur Beobachtung von Geparden aufgestellt hatte. Nach mehr als einem Jahr im Gefängnis, wurde Kashani am 20. November 2019 wegen „Spionage“ zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. Rechtliche Vertretung wurde den Umweltschützer:innen verweigert.

Sepideh Kashani und ihr Mann Houman Jokar arbeiteten als Beraterin bzw. Berater für die Vereinten Nationen im Umweltbereich und im Geparden-Schutzprojekt. Konkrete Vorwürfe gegen die Biologinnen und Biologen liegen nicht vor. Weite Teile des Iran leiden zunehmend unter erheblichen Umweltproblemen. Die Antwort der Islamischen Republik besteht darin Umweltschützer:innen zu kriminalisieren.

Hintergrund: Verfolgung von Umweltschützern im Iran
Seit Jahren spitzen sich im Iran Umweltprobleme zu. Besonders augenfällig sind die Folgen von nicht nachhaltiger Wassernutzung und zunehmenden Dürren. Die Führung der Islamischen Republik zeigt sich nicht gewillt, die Ursachen dieser Probleme anzugehen. Stattdessen werden systematisch Umweltaktivist:innen eingeschüchtert, bedroht und verhaftet, die sich friedlich für den Schutz der natürlichen Ressourcen einsetzen und die auf Umweltprobleme aufmerksam machen. Die iranische Führung hat im Januar 2018 mit der Verhaftung von neun Umweltaktivist:innen die Verfolgung von Umweltschützer:innen deutlich verstärkt. Dazu gehört auch der ungeklärte Tod des Direktors der Persian Wildlife Heritage Foundation, Dr. Kavous Seyed Emami, in Einzelhaft. Gefängnisbeamte „fanden“ seinen Leichnam am 8. Februar 2018 im Evin-Gefängnis. Weitere Verhaftungen von Umweltschützer:innen folgten, insbesondere in Kurdistan und anderen westlichen Provinzen des Iran.

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner hat eine Patenschaft für Sepideh Kashani übernommen. Foto: Florian Freundt

Die iranische Umweltschützerin ist am 20. November 2019 verhaftet. Sie arbeitet als Umweltschützerin im Iran.

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