Zum Inhalt springen

Menschenrechte verteidigen beginnt mit Hinsehen.

Aktuelle Fälle
IGFM Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte
Jetzt Spenden

Gronemann und Tesfaiesus übernehmen Patenschaft

Die hessische Landtagsabgeordnete Vanessa Gronemann (Bündnis 90/ Die Grünen) und die Bundestagsabgeordnete Awet Tesfaiesus (Bündnis 90/ Die Grünen) übernehmen die politische Patenschaft für Dr. Alireza Golchini.

Dr. Alireza Golchini behandelte Verletzte, nun droht Todesstrafe 

Landtagsabgeordnete Gronemann und Bundestagsabgeordnete Tesfaiesus übernehmen politische Patenschaft

Frankfurt am Main, 6. Februar 2026 – Die hessische Landtagsabgeordnete Vanessa Gronemann (Kassel-Stadt I) und die Bundestagsabgeordnete Awet Tesfaiesus (beide Grüne) haben gemeinsam die politische Patenschaft für den iranischen politischen Gefangenen Dr. Alireza Golchini übernommen. Gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) setzen sie sich für seine Freiheit und sein Leben ein und fordern, dass alle Anklagen gegen ihn umgehend ausgesetzt werden. Dem Arzt droht die Hinrichtung, weil er Verletzte medizinisch behandelt hatte. 

Der Allgemeinchirurg Dr. Alireza Golchini aus Qazvin im Zentraliran leistete während der gewaltsamen Niederschlagung der aktuellen Proteste verwundeten Demonstrierenden medizinische Hilfe und bot über Instagram seine Unterstützung an. Aufgrund dieses Einsatzes wurde er von Regimeschergen festgenommen. Bereits während der „Frau, Leben, Freiheit"-Bewegung 2023 hatte er verletzten Demonstranten geholfen. 

Dem Arzt werden angebliche Spionage sowie „Moharrebeh" („Krieg gegen Gott") vorgeworfen – Straftatbestände, die im Iran mit der Todesstrafe geahndet werden können. Nach internationalem Druck wurde Dr. Golchini bis zum Gerichtsverfahren gegen Kaution vorläufig freigelassen. Die IGFM warnt ausdrücklich: Seine Lage bleibt äußerst kritisch und ungewiss, eine erneute Inhaftierung und die Verhängung seines Todesurteils sind möglich.  

Instrumentalisierung der Justiz und dramatische Menschenrechtslage im Iran 

Der Fall Dr. Golchini steht exemplarisch für die systematische Instrumentalisierung der iranischen Justiz zur Einschüchterung der Protestbewegung. Nach Berichten der IGFM gehen Sicherheitskräfte, Justiz und Geheimdienste koordiniert gegen tatsächliche oder vermeintliche Regimekritiker vor. Aktuell sind bereits 6.854 getötete Menschen bestätigt worden, andere Berichte gehen von über 30.000 Toten aus.  

Die IGFM dokumentiert seit vielen Jahren systematische Menschenrechtsverletzungen im Iran und hat zahlreiche politische Patenschaften initiiert. Mit der Übernahme der Patenschaft fordern Vanessa Gronemann und Awet Tesfaiesus gemeinsam mit der IGFM die iranischen Behörden auf, Dr. Alireza Golchini unverzüglich freizulassen, alle Anklagen fallen zu lassen und die Kriminalisierung medizinischer Hilfe zu beenden. 

Vanessa Gronemann (MdL)

Awet Tesfaiesus (MdB) Foto: Stefan Kaminski

Die hessische Landtagsabgeordnete Vanessa Gronemann (Bündnis 90 / Die Grünen) und die Bundestagsabgeordnete Awet Tesfaiesus (Bündnis 90 / Die Grünen) übernehmen die politische Patenschaft für den iranischen politischen Gefangenen Dr. Alireza Golchini.

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

709, 2026

Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

Teilen Sie diesen Beitrag!

Nach oben