Tibetischer Mönch Komney verschleppt

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ist der ranghohe tibetische Mönch Konmey am 20. Juli 2021 in der Provinz Sichuan festgenommen worden.

Der ranghohe tibetische Mönch Konmey wurde am 20. Juli 2021 in der Provinz Sichuan festgenommen. Er wird seither an einem unbekannten Ort gefangen gehalten. Angeblich soll er politische Diskussionen auf der chinesischen Social Media Plattform WeChat geführt haben. Tatsächlich hat der 45-jährige Konmey nach Informationen der IGFM aber lediglich Gebete rezitiert.

China bestraft Teilen von Gebeten in WeChat

IGFM: Tibetischer Mönch an unbekanntem Ort in Haft

Sichuan / Peking / Frankfurt am Main, 27. August 2021 –Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ist der ranghohe tibetische Mönch Konmey am 20. Juli 2021 in der Provinz Sichuan festgenommen worden. Er wird seither an einem unbekannten Ort gefangen gehalten. Angeblich soll er politische Diskussionen auf der chinesischen Social Media Plattform WeChat geführt haben. Tatsächlich hat der 45-jährige Konmey nach Informationen der IGFM aber lediglich Gebete rezitiert. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung des Mönchs Konmey.

„Wir fordern, dass die Volksrepublik China den Aufenthaltsort nicht länger verheimlicht und umgehend die Anklage gegen den Mönch Konmey offenlegt und ein Rechtsanwalt für den Inhaftierten tätig werden kann. Das Vorgehen gegen den ranghohen tibetischen Mönch ist ein Beispiel dafür, wie die Tibeter ihrer Sprache, Kultur, Religion und damit ihrer Identität durch die chinesische Assimilationspolitik beraubt werden. Die Inhaftierung des Mönchs Konmey an unbekanntem Ort zeigt, dass China seine totalitäre Gleichschaltungspolitik fortsetzt. In jüngster Zeit wurden zahlreiche tibetische Gelehrte verhaftet“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Konmey, der im Trotsik-Kloster in Ngaba als disziplinarischer Leiter fungierte, war in jungen Jahren in das tibetische Kloster eingetreten. Vertraute des Mönchs haben anonym berichtet, dass Konmey nur Gebete in der WeChat-Gruppe geteilt und in den sozialen Medien nie über politisch sensible Themen gesprochen habe.

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