Denis Lynkov

Der ukrainische Koch und Installateur wurde am 20. März 2022 im Zuge des russischen Angriffskrieges aus dem Dorf Welyki Prohody (Region Charkiw) von russischen Soldaten verschleppt.
Ukrainischer Koch und Installateur verschleppt
Denis Lynkov arbeitete 15 Jahre lang als Koch in verschiedenen Cafés in Charkiw. Später arbeitete er als Installateur von lokalen Netzwerken bei einem ukrainischen Internet-Provider. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.
Verschleppung
Gleich zu Beginn des Krieges befanden sich Denis und seine Familie in der Stadt Charkiw. Am 1. März 2022 jedoch fuhren sie zu Denis‘ Eltern in das Dorf Welyki Prohody (Region Charkiw) und gerieten so in die Okkupation. Am 16. März 2022 beschloss die Familie, in die Russische Föderation einzureisen, um in die Ukraine zurückzukehren, da es keine andere Möglichkeit gab, aus dem besetzten Dorf in die Ukraine zurückzukehren. Denis wurde an der russischen Grenze verschleppt und in eine Filtrationsanlage gebracht, wo er zehn Stunden lang mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden lag und ständig geschlagen wurde. Er erhielt weder Wasser noch durfte er die Toilette benutzen. Anschließend wurde Denis zu seiner Familie gebracht, der mitgeteilt wurde, dass er nicht nach Russland einreisen dürfe, die Familie jedoch schon. Denis‘ Familie weigerte sich, ohne ihn zu gehen.
Nachdem sie die Nacht im Auto verbracht hatten, kehrten sie am Morgen gemeinsam in das Dorf Welyki Prohody zurück. Am 20. März 2022 kamen zwei russische Militäroffiziere in ihre Wohnung. Sie baten Denis, ihnen sein Auto in der Garage zu zeigen. Als sie herauskamen, wartete draußen ein schwarzes Auto ohne Nummernschilder. Denis wurde gewaltsam in das Auto gesetzt und an einen unbekannten Ort gebracht. Nach Angaben seiner Familie befand er sich Anfang 2024 im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in der Stadt Wjasma, Region Smolensk (Russische Föderation).
Gesundheitszustand
Denis leidet an Allergien und Krampfadern. In russischer Gefangenschaft entwickelte er Asthma. Außerdem bekam er Hautprobleme, weil er in Gefangenschaft seine Allergiemedikamente nicht einnehmen kann. Aufgrund der schrecklichen Haftbedingungen (nach Angaben von Personen, die mit ihm in einer Zelle waren, müssen die Gefangenen ständig stehen und haben tagsüber keine Möglichkeit zu sitzen) halten die Venen in Denis‘ Beinen diese Belastung nicht aus und platzen.
Stand: Mai 2025



