Politische Patenschaft

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Brodesser setzt sich für den iranischen Bürgerrechtler Mohammad Hossein Sepehri ein. Dieser wurde im August 2019 festgenommen und schließlich zu sechs Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis wurde Sepehri wiederholt gefoltert und von Mitgefangenen angegriffen.

Carsten Brodesser übernimmt politische Patenschaft für inhaftierten iranischen Bürgerrechtler

Der CDU-Bundestagsabgeordnete setzt sich künftig für Mohammad Hossein Sepehri ein

Frankfurt am Main / Teheran, 02. September 2020 – Der Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Brodesser wird politischer Pate für den iranischen Bürgerrechtler Mohammad Hossein Sepehri, der im Februar 2020 zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde. Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für politische Gefangene setzt sich Brodesser für die Freilassung des früheren Physiklehrpolitisch aktiven Physiklehrers ein.

Der Physiklehrer und Bürgerrechtler Mohammad Hossein Sepehri ist einer der Unterzeichner der so genannten „Erklärung von 14 politischen Aktivisten“ vom Juni 2019. In der Stellungnahme forderten Menschenrechtsaktivisten unter anderem den Rücktritt von Ali Khamenei, dem politischen und religiösen Oberhaupt des Iran. Im August 2019 wurde Sepehri während einer Protestkundgebung gewaltsam verhaftet und ins Gefängnis von Vakilabad gebracht. Während seiner Festnahme wurde ihm von den Sicherheitsbeamten der Kiefer gebrochen und mehrere Zähne ausgeschlagen. Im Februar 2020 wurde Sepehri schließlich wegen „Beleidigung des Obersten Führers“ und „Gotteslästerung“ zu sechs Jahren Haft verurteilt. Aktuell befindet er sich im Mashhad-Gefängnis, wo er wiederholt von Wärtern geschlagen und von Mitgefangenen angegriffen wurde. Im März 2020 infizierte er sich aufgrund der desaströsen hygienischen Bedingungen außerdem mit dem Coronavirus.

„Wir verurteilen das willkürliche Urteil gegen Mohammad Hossein Sepehri und die katastrophalen Haftbedingungen für politische Gefangene im Iran aufs Schärfste und freuen uns, dass Dr. Carsten Brodesser sich von nun an für die Freilassung des Bürgerrechtlers einsetzen wird. Durch die Patenschaftsübernahme zeigt Herr Brodesser dem iranischen Regime, dass die massiven Menschenrechtsverstöße und die brutale Verfolgung Andersdenkender im Iran von der internationalen Politik wahrgenommen werden und nicht ungesehen bleiben“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Hintergrund: „Die Erklärung von 14 politischen Aktivisten“ 

Die Unterzeichner der „Erklärung von 14 politischen Aktivisten“ stellen eine Reihe von politischen und bürgerlichen Forderungen. Sie kritisierten die aktuellen wirtschaftlichen, zivilen und politischen Probleme im Iran und forderten Reformen in der Verfassung, den Rücktritt des Führers Ali Khamenei und Veränderungen in der Islamischen Republik. Außerdem führten sie „weit verbreitete Mängel bei den Bürgerrechten – insbesondere für Frauen, die Unfähigkeit, das Land ordnungsgemäß zu führen und zu regieren sowie die Tyrannei des herrschenden Regimes, die mangelnde Gewaltenteilung und das Fehlen freier Wahlen“ an. Die Veröffentlichung führte dazu, dass viele Iraner in den sozialen Netzwerken ebenfalls den Rücktritt des Führers forderten. Die Unterzeichner sowie Unterstützer der Erklärung wurden festgenommen und zu hohen Haftstrafen verurteilt.

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