Politische Patenschaft

Gabi Rolland & Amirhossein Moradi

Die baden-württembergische Landtagsabgeordnete (SPD) Gabi Rolland übernimmt ihre zweite politische Patenschaft im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Rolland setzt sich für die Freilassung des unschuldig inhaftierten Iraners Amirhossein Moradi ein. Der Physikstudent wurde im April 2020 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Gabi Rolland übernimmt erneut politische Patenschaft

Landtagsabgeordnete wird Patin für iranischen Studenten Amirhossein Moradi

Frankfurt am Main / Freiburg / Teheran, 21. Juli 2021 – Gabi Rolland hat eine politische Patenschaft für den iranischen Physikstudenten Amirhossein Moradi übernommen, der seit April 2020 willkürlich im Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert ist. Die SPD-Landtagsabgeordnete ist bereits seit Mai 2021 Patin für Moradis Studienfreund und Mitangeklagten Ali Younesi. Rolland setzt sich im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für die Freilassung der beiden Studenten ein.

Amirhossein Moradi wurde im April 2020 in seiner Familienwohnung in Teheran festgenommen und ist seitdem im berüchtigten Evin-Gefängnis inhaftiert, einige Monate davon sogar in Einzelhaft. Er wurde unter Druck gesetzt, ein Geständnis abzulegen. Durch die schlechten Haftbedingungen in iranischen Gefängnissen ist Moradi einem hohen Risiko ausgesetzt, an Covid-19 zu erkranken.

Nach 15 Monaten in Untersuchungshaft wurde am 3. Juli 2021 der Prozess gegen die Studenten eröffnet. Ein Urteil erging nicht, stattdessen vertagte sich das Gericht auf unbestimmte Zeit, wodurch die Haft weiter verlängert wird. Eine Entscheidung über den Antrag des Anwalts von Moradi und Younesi auf Haftverlegung wurde ebenso vertagt wie die Anhörung der beiden Iraner. Sie wurden zudem erst wenige Tage vor Prozessbeginn über die gegen sie erhobenen Vorwürfe informiert.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, betont: „Wir freuen uns, dass Gabi Rolland erneut für einen unschuldig Inhaftierten eintritt. Durch ihren Einsatz für politische Gefangene zeigen deutsche Abgeordnete, dass die willkürlichen Verhaftungen durch die iranische Regierung auch international wahrgenommen werden und nicht ungeachtet bleiben.”

Die islamische Republik Iran missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Angehöriger ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Regimekritiker und Menschenrechtler sind im Iran vielfacher Diskriminierung ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden, wie die IGFM kritisiert. Insbesondere Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft werden vom iranischen Regime als politisches Druckmittel gegen andere Staaten eingesetzt.

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