Nordirak: Schutzmasken für Flüchtlinge

Hilfsaktion der IGFM in den Flüchtlingscamps
Im nordirakischen Flüchtlingslager Mamrashan bei Dohuk werden unter ärztlicher Aufsicht Behelfsmasken für die Menschen in den Flüchtlingslagern hergestellt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Pro Woche können etwa 10.000 Masken hergestellt werden. Die Masken werden über die Lagerärzte und das Gesundheitsamt Dohuk verteilt.
Seit dem Überfall des IS auf Shingal im August 2014 ist die IGFM mit Hilfsprojekten im nordirakischen Kurdistan aktiv. Die IGFM unterstützt in den dortigen Flüchtlingslagern Alphabetisierungs-, Englisch- und PC-Kurse, Erste-Hilfe- und Brandschutzkurse bis hin zur Sport- und Musikförderung. Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich die von der IGFM mit Nähmaschinen ausgestatteten Nähwerkstätten. Mehr als 500 Frauen und Mädchen haben dort schon unter Anleitung von ausgebildeten Schneiderinnen Nähen gelernt.
Hohe Infektionszahlen befürchtet
IGFM-Vorsitzender Edgar Lamm: „Die Flüchtlingslager im nordirakischen Kurdistan sind überfüllt. Immer noch befinden sich ca. 600.000 Flüchtlinge in 27 Lagern rund um die Provinzstadt Dohuk im Norden Iraks ohne Aussicht auf Rückkehr in ihre vom IS zerstörten Heimatorte. An einen Mindestabstand von zwei Metern zum Schutz vor dem Corona-Virus ist dort nicht zu denken. Aufgrund der räumlichen Enge muss mit hohen Infektionszahlen gerechnet werden. Mit Hilfe der Masken verringert sich zumindest die Ansteckungsgefahr.“
Veröffentlicht: April 2020
Kurdische Regionalregierung bedankte sich für den Einsatz der IGFM
Regelmäßig sind IGFM-Delegationen vor Ort.


