Politische Patenschaft

imke byl- rezvaneh beigi

Imke Byl, MdL, übernimmt im Rahmen des Patenschaftsprogrammes der IGFM eine Patenschaft für Rezvaneh Khan Beigi, die im Februar 2020 wegen ihrer Teilnahme an landesweiten Protesten im November 2019 zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Die Aktivistin ist bereits seit ihrer Festnahme im November 2019 im Evin-Gefängnis inhaftiert. Schon im Jahr 2017 wurde Khan Beigi, ebenfalls nach Teilnahme an einer Demonstration, willkürlich festgenommen.

Imke Byl übernimmt Patenschaft für Rezvaneh Khan Beigi

 

Frankfurt am Main / Hannover, 11. März 2021 – Die Landtagsabgeordnete Imke Byl übernimmt eine politische Patenschaft für die iranische Frauenrechtsaktivistin Rezvaneh Khan Beigi, die am 2. Februar 2020 wegen “Aktionen gegen die nationale Sicherheit” und “Propaganda gegen den Staat” zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Im Rahmen des Patenschaftsprojekts der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) setzen sich Politiker und Politikerinnen für die Freilassung politischer Gefangener ein.

Rezvaneh Khan Beigi wurde während der landesweiten Proteste im November 2019 aufgrund der steigenden Benzinpreise im Iran von den iranischen Revolutionsgarde verhaftet. Bereits im Dezember 2017 wurde sie nach der Teilnahme an friedlichen Protesten festgenommen und zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Während ihrer Haft hat sich ihr Gesundheitszustand deutlich verschlechtert, auch, weil Khan Beigis Epilepsie im Gefängnis nicht richtig untersucht oder behandelt wird. Nachdem sie, trotz ihrer Krankheit, im Frühling 2020 nicht in den Hafturlaub geschickt wurde, der vielen Gefangenen wegen der Coronavirus-Pandemie gewährt wurde, protestierte Khan Beigi dagegen mit einem Hungerstreik.

„Wir freuen uns sehr, dass Imke Byl sich für die Freilassung von Rezvaneh Khan Beigi engagiert.“, so Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM. Imke Byl ist zugleich Patin des zu Unrecht inhaftierten Saeed Tamjidi. Deutschland nimmt für den Iran eine politisch und wirtschaftlich bedeutende Rolle ein, daher ist der Einsatz von Imke Byl sehr wertvoll.

Die Islamische Republik Iran missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürgerinnen und Bürger. Angehörige ethnischer, religiöser und politischer Minderheiten sind im Iran Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden, kritisiert die IGFM.

 

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