Besuch der Arbeitsgruppe Wittlich

Mitarbeiter der IGFM Geschäftsstelle in Frankfurt besuchten am 8. Juni 2022 die Arbeitsgruppe Wittlich um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der ehrenamtlichen Helfer zu machen. Bildrechte: IGFM
Kisten, Kuchen und Gespräche
Ein typischer Mittwoch bei der IGFM Wittlich
Kartons über Kartons wohin das Auge reicht, dazu Fahrräder, Gehhilfen für bewegungseingeschränkte Menschen, Unmengen an Porzellan und Glas und mitten drin Katrin Bornmüller. Man kennt die IGFM in Wittlich. Viele Menschen bringen seit Jahren Kleiderspenden und brauchbare Haushaltsgeräte für die Humanitäre Hilfe der IGFM vorbei. Um diese Arbeit und die Menschen, die sich dort ehrenamtlich einbringen, mal persönlich kennen zu lernen, besuchte eine Gruppe IGFM-Mitarbeiter aus der Frankfurter Geschäftsstelle die Halle der IGFM-Arbeitsgruppe Wittlich. Im Laufe des Tages stießen auch Peter Schmitt und Carmen Jondral-Schuler, beide Vorstandsmitglieder, dazu.
Zunächst erzählte Katrin Bornmüller, Ehrenvorsitzende der IGFM, darüber wie sie zur Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) gekommen ist und wie sie sich in die Arbeit eingebracht hat. In den nun mehr als 40 Jahren Einsatz für die Menschenrechte ist viel zusammengekommen worüber man berichten kann. Soviel, dass darüber bereits ein Buch veröffentlicht wurde, welches sie jedem der sich dafür interessiert, sofort in die Hand drückt. Zuletzt berichtete auch der SWR im März 2022 in der Landesschau Rheinland-Pfalz über sie.

IGFM-Vorstandsmitglied Carmen Jondral-Schuler, bringt eine Stärkung vorbei. Bild: Valerio Krüger/IGFM
Im Hintergrund beginnt langsam aber stetig das Geraschel. Die Halle füllt sich mit Leben, als nach und nach die ehrenamtlichen Helfer ankommen und mit ihrer Arbeit beginnen. Die Sachspenden werden begutachtet, sortiert und verpackt. Teilweise werden sie auch auf dem eigenen Dauer-Flohmarkt verkauft, der sich im Seitenbereich der Halle befindet. Die Erlöse daraus können dann wiederum in benötigte Hilfsgüter investiert werden, aber sollen vor allem die Transportkosten decken. Alles andere wird möglichst platzeffizient verstaut, damit es am nächsten Tag in den LKW geladen werden kann. Erst vor einem Jahr, im März 2021, wurde dort der 500. LKW-Transport für die Humanitäre Hilfe gefeiert. Die Ehrenamtlichen ruhen sich auf diesem Erfolg aber keineswegs aus, sondern arbeiten unermüdlich weiter, nehmen Spenden an, packen sie um und laden sie schlussendlich in die LKWs.

Zwei der ehrenamtlichen Helfer begutachten die Spenden für den hauseigenen Flohmarkt. Bild: Valerio Krüger/IGFM.
Auch die Mitarbeiter aus der Frankfurter Geschäftsstelle mischen sich unter die Helfer und versuchen wo möglich eine Hand bereit zu stellen. Bei den Gesprächen die dabei entstehen kann man einiges erfahren. Einige Ehrenamtliche engagieren sich schon seit Jahren für die IGFM in Wittlich und finden auch nach all der Zeit noch viel Spaß an der Arbeit. Andere wiederum sind noch ganz frisch dabei und fingen an, nachdem in den letzten Wochen aktiv nach neuen Helfern gesucht wurde. Sie sehen sich gegenseitig mehr als Freunde und weniger als Kollegen. Es wird viel gelacht und geplaudert während man sich durch die Berge aus Spenden hindurcharbeitet.

IGFM-Mitarbeiter Khalil Al Rasho überreicht Ehrenvorsitzender Katrin Bornmüller einen Preis, der ihr von der jesidischen Prinzessin verliehen wurde. Bild: Valerio Krüger/IGFM
Im Mai erfolgte die feierliche Übergabe des Preises in Baadre, Irak, an eine Vertreterin der IGFM vor Ort. Nutzen Sie die Untertitelfunktion um die deutsche Übersetzung anzuzeigen.
Dann folgt ein Highlight des Besuchs. Khalil Al-Rasho, Leiter der Humanitären Hilfe Naher Osten, überreicht einen Preis an Katrin Bornmüller, der ihr von der jesidischen Prinzessin Mayan Khairi für ihre Arbeit für die jesidische Gemeinschaft verliehen wurde. Diesen hatte von seiner letzten Irak-Reise im Mai 2022 mitgebracht. Doch dafür kann Katrin nur eine kurze Pause einlegen, denn sie wird schon wieder an einer anderen Stelle gebraucht.
Als die Besucher aus Frankfurt den Heimweg antreten wollen, rollt auch endlich der lang erwartete LKW vor, der am nächsten Tag dutzende Kartons nach Litauen soll. Das heißt in Wittlich wird noch fleißig weitergearbeitet. Immerhin ist bis zum nächsten Tag noch einiges zu erledigen.
Ein Bericht von IGFM-Praktikantin Clara Fenzlein, 6. Juli 2022














