Kim Jung-wook

Kim Jung-Wook wurde von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA als „Gefangener des Monats“ Dezember 2025 ernannt.
Nordkorea: Missionar seit mehr als einem Jahrzehnt hinter Gittern
Als „Gefangenen des Monats Dezember 2025“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den in Nordkorea inhaftierten Christen Kim Jung-Wook benannt. Der Missionar befindet sich bereits seit mehr als einem Jahrzehnt in einem Gefangenenlager. Kim Jung-Wook hatte von 2007 bis 2014 in der chinesischen Grenzstadt Dangdong gelebt und Nordkoreanern zur Flucht nach Südkorea verholfen. Aufgrund von Versprechungen glaubte der Baptist, am 7. Oktober 2013 sicher mit Bibeln und anderen religiösen Schriften nach Nordkorea einreisen zu können. Das war jedoch eine Falle: Er wurde am Tag nach seiner Einreise festgenommen und verhört.
Kim Jung-Wook wurde vorgeworfen, einen Umsturzversuch unternommen und für Südkorea spioniert zu haben. Im Februar 2014 trat er vor nordkoreanischen Medien mit einer Selbstbezichtigung und Entschuldigung auf. Er habe Anweisungen des südkoreanischen Geheimdienstes befolgt. Am 30. Mai 2014 wurde er zu lebenslanger Haft in einem Arbeitslager verurteilt. Die Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats zu willkürlichen Inhaftierungen forderte am 13. März 2025 die sofortige Freilassung von Kim Jung-Wook sowie zwei weiterer südkoreanischer Christen.
Die IGFM und IDEA stellten ihn erstmals im März 2015 als „Gefangenen des Monats vor“. Sie rufen dazu auf, in Briefen an Kim Jong-un, kommunistischer Diktator von Nordkorea, sowohl umgehende Auskunft über den Verbleib Kim Jung-Wooks wie auch dessen bedingungslose Freilassung zu fordern.
Gefangener des Monats der IGFM
Die IGFM setzt sich seit ihrer Gründung 1972 für aus Glaubensgründen Verfolgter und Menschen, die dieses wichtige Recht verteidigen ein. Als „Gefangener des Monats“ wird monatlich das Schicksal einer Person vorgestellt, die aufgrund ihres Glaubens inhaftiert ist oder verfolgt wird. Mehr zu den „Gefangenen des Monats“ und wie Sie sich für diese Person einsetzen können, können Sie in der Zeitschrift „Religionsfreiheit im Fokus“ oder in den Portraits der Gefangenen nachlesen.





