Navid Zarrehbin Irani

Navid Zarrehbin Irani ist ein freiberuflicher Dokumentarfotograf aus Maschhad im Iran. Während der Phase landesweiter Internetabschaltungen im Iran wurde er am 16.Januar 2026 von Sicherheitskräften der Islamischen Regierung in seinem Wohnhaus festgenommen.
Dokumentarfotograf willkürlich festgenommen
Navid Zarrehbin Irani ist ein freiberuflicher Dokumentarfotograf aus Maschhad, Iran, mit über zwei Jahrzehnten beruflicher Tätigkeit. Seine fotografischen Arbeiten wurden in Büchern sowie von verschiedenen Medien veröffentlicht. Aufgrund seines Bahá’í-Glaubens war er in Iran langjähriger Diskriminierung ausgesetzt. Bahá’ís gelten dort als religiöse Minderheit und werden systematisch in ihren bürgerlichen Rechten eingeschränkt.
Am 16. Januar 2026 wurde Irani von Sicherheitskräften der Islamischen Regierung in seinem Wohnhaus in Maschhad festgenommen. Bei der Durchsuchung wurden persönliche Gegenstände sowie professionelle Fotoausrüstung beschlagnahmt. Seit der Festnahme hat seine Familie keine Informationen über seinen Aufenthaltsort oder formelle Anklagen erhalten.
Menschenrechtsorganisationen berichten, dass die Festnahme während einer Phase landesweiter Internetabschaltungen und verstärkter Repression gegen unabhängige Medienschaffende und Minderheiten erfolgte. Irani hatte in dieser Zeit gesellschaftliche Ereignisse und Proteste dokumentiert; Berichten zufolge hatten Sicherheitskräfte zuvor bereits versucht, ihm öffentlich seine Kamera abzunehmen.
Zeitgleich erklärten iranische Behörden, sie hätten ein angebliches Netzwerk von Bahá’ís aufgedeckt, dem „Spionage“ sowie „Unruhen und Sabotage“ vorgeworfen würden. Konkrete oder überprüfbare Beweise oder spezifische Anklagen gegen Irani wurden jedoch nicht öffentlich gemacht.
Ihm und anderen Bahá’ís, die gerade verhaftet wurden, droht jetzt die Hinrichtung, ohne einen fairen Prozess. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte verurteilt die Festnahme und fordert die iranischen Behörden auf, seinen Aufenthaltsort offenzulegen, seine Sicherheit zu gewährleisten und ihn unverzüglich freizulassen.
Stand: Januar 2026


