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Freiheit für Peyvand und Borna

Iran: Zwei junge Bahá’í von Hinrichtung bedroht

Thomas Rachel übernimmt Patenschaft für zwei junge Iraner

Foto: Tobias Koch

Berlin/ Frankfurt/ Teheran, 12. Mai 2026 – Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel, fordert die sofortige Freilassung von Peyvand Naimi und Borna Naimi. Die beiden jungen Sportler und Bahá’í wurden willkürlich festgenommen, Scheinhinrichtungen ausgesetzt und unter Folter zu falschen Geständnissen gezwungen. Angehörige und Menschenrechtsorganisationen, wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) warnen, dass die konstruierten Vorwürfe genutzt werden könnten, um eine Hinrichtung zu rechtfertigen.

Der 30-jährige Peyvand Naimi wurde am 8. Januar unter der falschen Anschuldigung festgenommen, während der Proteste Unruhen angezettelt zu haben. Er kam in ein Haftzentrum der Revolutionsgarden (IRGC), das für Misshandlungen berüchtigt ist. Unter Gewalt wurde der Schwimmer und Wasserballer zu einem Geständnis gezwungen, das am 1. Februar im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde. Ein Prozess fand bis heute nicht statt, Beweise wurden nicht vorgelegt.

Der 29‑jährige Bahá’í Borna Naimi, Vater einer dreijährigen Tochter und erfolgreicher Karateka, wurde seit seiner Verhaftung in Kerman am 1. März mindestens zwei Scheinhinrichtungen, Elektroschocks mit schweren Verbrennungen an den Füßen sowie weiteren Foltermethoden ausgesetzt. Die Folter war so schwerwiegend, dass er ein vorbereitetes falsches Geständnis unterschreiben musste, in dem er sich und seinen Cousin Peyvand Naimi der Tötung von Basij‑Sicherheitskräften am 8. Januar bezichtigte.

Keinerlei Beweise – gezielte Anschuldigungen gegen die Bahá’í

Für die Anschuldigungen gibt es keinerlei Beweise; zudem fanden die angeblichen Taten statt, als Peyvand bereits inhaftiert war und während Borna zu Hause bei seiner Familie war. Gegen keinen der beiden wurde ein Gerichtsverfahren geführt.

„Die Behandlung von Borna und Peyvand zeigt die unerbittlichen Bemühungen der Islamischen Republik, Anschuldigungen gegen die Bahá’í zu erfinden und sie fälschlich für Verbrechen verantwortlich zu machen“, kritisiert Jascha Noltenius, Beauftragter für Menschenrechtsfragen der Bahá’í-Gemeinde in Deutschland.

Forderung nach Freilassung politischer Gefangener

Mit der Übernahme der politischen Patenschaft für die beiden jungen iranischen Bahá’í Peyvand Naimi und Borna Naimi setzt der Bundestagsabgeordnete und Religionsfreiheitsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Rachel (CDU) ein klares Zeichen der Menschlichkeit, Solidarität und Verantwortung gegenüber Menschen, die im Iran aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden.

„Ihr Fall steht beispielhaft für die systematische Verfolgung der Bahá’í in Iran. (Nicht-)Glaube, Konfession oder Religionszugehörigkeit dürfen niemals Grund für staatliche Repression, Misshandlung oder gesellschaftliche Entrechtung sein“, so der Beauftragte der Bundesregierung.

Rachel hat sich bereits in der Vergangenheit gezielt für aus politischen und religiösen Gründen verfolgte Menschen im Iran mit der Übernahme einer politischen Patenschaft eingesetzt – mit Erfolg. Im Patenschaftsprogramm der IGFM setzen sich Abgeordnete seit 2009 persönlich für die Freilassung politischer Gefangener ein.

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Peyvand Naimi

Borna Naimi

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