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Kurdischer Politiker fürchtet um sein Leben

Nach der Teilnahme an einem kurdisch-jüdischen Kongress in Berlin, wird der kurdische Kommunalpolitiker Abdullah Demirbaş bedroht und mit Hass aus türkischen Medien konfrontiert. Dr. Carmen Jondral-Schuler (links) und Kommunalpolitiker Abdullah Demirbaş (rechts) auf der Jahreshauptversammlung der IGFM im Jahr 2020. Foto: Kurdistan 2025 by Sovereign2808 on DeviantArt

Kurdischer Politiker nach Kongress in Berlin bedroht

IGFM kritisiert Reaktionen türkischer Medien auf ersten kurdisch-jüdischen Kongress

Frankfurt am Main, 1. Oktober 2025 – Der kurdische Kommunalpolitiker Abdullah Demirbaş wird seit seiner Teilnahme an einem Kongress in Berlin bedroht und fürchtet um sein Leben und das seiner Familie. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert die hasserfüllten Reaktionen türkischer Medien auf den ersten kurdisch-jüdischen Kongress, der im September 2025 in Berlin stattgefunden hat. Demirbas war bereits in der Türkei Opfer politischer Verfolgung und war mehrere Jahre aus politischen Gründen inhaftiert.

„Diese offene Feindseligkeit zeigt deutlich, wie stark Antisemitismus und der Hass auf Kurden in Teilen der türkischen Medien verwurzelt sind. Abdullah Demirbaş hat sich  für die Annäherung und Zusammenarbeit zwischen Kurden und Juden eingesetzt und wird dafür jetzt öffentlich diffamiert. Wir fordern daher die deutsche Bundesregierung auf, sich öffentlich wie auch bei Gesprächen mit der türkischen Regierung für Meinungsfreiheit und Sicherheit der Kongressteilnehmer auszusprechen“, erklärt Valerio Krüger, Vorstandssprecher der IGFM.

Keynote von Parlamentarischem Staatssekretär

Der erste kurdisch-jüdische Kongress war von der WerteInitiative e.V. und der Kurdischen Gemeinde Deutschland e.V. organisiert worden. Ziel des Kongresses war es, jüdische und kurdische Akteure aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Medien zusammenzubringen, um über gemeinsame Herausforderungen und Zukunftsperspektiven zu diskutieren. Im Zentrum standen Antisemitismus, Kurdenfeindlichkeit sowie der wachsende Einfluss islamistischer und nationalistischer Ideologien – insbesondere in der Türkei, dem Iran und Teilen der arabischen Welt. Die Keynote hielt Staatssekretär Christoph de Vries.

Bundesregierung muss für Sicherheit der Kongressteilnehmer eintreten

Die IGFM setzt sich seit Jahren für aus politische und religiösen Gründen verfolgte Minderheiten ein, ob in Syrien, im Irak, in der Türkei oder im Iran. Die Menschenrechtler weisen darauf hin, dass einige türkische Medien nun im Nachgang des Kongresses alte Feindbilder heraufbeschwören. Die IGFM hingegen bezeichnet den kurdisch-jüdischen Kongress als „wichtiges Zeichen für Demokratie und Menschenrechte. „Nun müsse die Bundesregierung auch im Nachgang für die Sicherheit der Teilnehmer eintreten. „Es darf nicht sein, dass sich Menschen für die Rechte von Minderheiten aussprechen und danach um ihr Leben fürchten müssen. Antisemitismus und antikurdische Stimmung haben keinen Platz in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft wie der Bundesrepublik Deutschland“, betont die IGFM.

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Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

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48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

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Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

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Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

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Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

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