Laleh Saati

Die Iranerin Laleh Saati gehört der unterdrückten christlichen Minderheit im Iran an. Saati wurde von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA als „Gefangene des Monats“ Februar 2025 ernannt. Foto: Facebook.
Zwei Jahre Haft für christliche Iranerin
Laleh Saati gehört der christlichen Minderheit im Iran an. Während eines Aufenthaltes in Malaysia hatte sich die Iranerin taufen lassen und ist zum Christentum konvertiert. 2017 kehrte sie in ihre iranische Heimat zurück.
Festnahme und Verurteilung
Am 13. Februar 2024 wurde Laleh Saati im Haus ihres Vaters willkürlich festgenommen und ins Evin-Gefängnis in Teheran gebracht. Dort verhörte man sie drei Wochen lang. Am 25. März 2024 verurteilte die 26. Abteilung des Revolutionsgerichts in Teheran die Christin zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe wegen angeblicher Gefährdung der nationalen Sicherheit und Anbindung zu einer „zionistisch-christlichen Organisation“. Hinzu wurde ein Ausreiseverbot für zwei Jahre nach Haftentlassung angeordnet.
Berichten zufolge hat Saati mit ihrer psychischen Gesundheit zu kämpfen. Am 28. September lehnte das zuständige Gericht ihren Antrag auf Freilassung gegen Kautionszahlung ab. Begründet wird die verweigerte Strafaussetzung damit, dass sich die Gefangene weigere ein (erzwungenes) Geständnis abzulegen.
Stand: April 2025
Gefangener des Monats der IGFM
Die IGFM setzt sich seit ihrer Gründung 1972 für aus Glaubensgründen Verfolgter und Menschen, die dieses wichtige Recht verteidigen ein. Als „Gefangener des Monats“ wird monatlich das Schicksal einer Person vorgestellt, die aufgrund ihres Glaubens inhaftiert ist oder verfolgt wird. Mehr zu den „Gefangenen des Monats“ und wie Sie sich für diese Person einsetzen können, können Sie in der Zeitschrift „Religionsfreiheit im Fokus“ oder in den Portraits der Gefangenen nachlesen.





