Marjan Jangjoo

Die iranische Athletin wurde gemeinsam mit anderen Athleten willkürlich verdächtigt. In der Vergangenheit wurde sie bereits mehrfach aufgrund ihrer sportlichen Aktivitäten und ihrer eigenständigen Lebensform vom Regime verfolgt und verhaftet. Marjan konnte das Land verlassen und lebt nun im Exil in Frankreich.
Im Exil nach willkürlichen Anschuldigungen
Marjan Jangjoo ist eine iranische Athletin, Snowboarderin und Bergsteigerin aus Shiraz, Provinz Fars. Die Eltern von Marjan sind bereits früh verstorben. Berichten zufolge wurde auch ihr Bruder, Amin Jangjoo, in Einzelhaft isoliert und gefoltert. Marjan selbst wurde schon mehrfach aufgrund ihrer sportlichen Aktivitäten und ihrer eigenständigen Lebensform vom Regime verfolgt und verhaftet.
Versuchte Festnahme
Am 26. Oktober 2022 wurden mehrere Athleten in Shiraz unter falschen Anschuldigungen eines „Bombenanschlags“ willkürlich festgenommen. Sie wird mit dem Fall von fünf weiteren willkürlich verhafteten Sportlerinnen und Sportler aus Shiraz in Verbindung gesetzt. Ihre Namen: Dena Sheibani, Eshragh Najafabadi, Mohammad Khiveh, Hessam Mousavi und Amir Arsalan Mahdavi. Die iranischen Behörden ignorierten jegliche Anfragen des Familien- und Freundeskreises zum Fall von Marjan Jangjoo. Die Freunde und Familienangehörige von Marjan Jangjoo suchten deshalb regelmäßig frische Gräber, sowie Berge und Wälder in und um Shiraz auf, um sicherzustellen, dass Marjan nicht heimlich beerdigt wurde.
Mittlerweile ist bekannt, dass sich Marjan der gewaltsamen Verhaftung durch die Flucht durch eine Hintertür des Gebäudes retten konnte. Anschließend versteckte sich Marjan Jangjoo vier Monate und konnte dann über verschneite Gebirgszüge aus dem Land fliehen. Heute lebt sie im sicheren Exil in Frankreich und berichtet von dort über den grausamen Terror der Islamischen Republik Iran.
Stand: Januar 2025


