Menschenrechtsverteidiger

Menschenrechte sind kein Selbstläufer. Wer glaubt, freiheitliche Gesellschaften und funktionierende Staaten würden sich von alleine entwickeln, der irrt gewaltig. Sie sind das Ergebnis langer und risikoreicher Arbeit von Männern und Frauen, die dafür zum Teil größte persönliche Opfer gebracht haben. Wer den Einsatz für Menschenrechte nicht so wichtig findet, sollte einfach mal einen Blick in Länder werfen, in denen Menschenrechtler heute noch darum ringen müssen, was uns schon selbstverständlich scheint: Freiheit.
Informationen & Beispiele
Engagement unter Lebensgefahr
Weniger bekannt als die Verbrechen des Regimes sind die Menschen aus Nordkorea, welche die Untaten des Regimes öffentlich machen - und damit ein großes Risiko eingehen.
Wie kann ich Menschenrechtlern helfen?
Kann man als Einzelner tatsächlich Menschenrechtlern helfen? Definitiv ja! Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die jedem offenstehen und die weniger aufwendig sind, als Sie vielleicht fürchten. Machen Sie mit!
Warum gerade Menschenrechtlern helfen?
Menschenrechtler haben den Mut, das Risiko auf sich zu nehmen. Ohne sie gehen humanitäre Verbesserungen nur schleichend voran. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) unterstützt Menschenrechtsverteidiger weltweit.
Menschenrechtler im Iran
Erfan Soltani
Erfan Soltani wurde am 10. Januar 2026 ohne richterlichen Haftbefehl festgenommen. Wegen der Teilnahme an Anti-Regime-Demonstrationen drohte ihm die Hinrichtung. Aktuell wurde Erfan nach einer Kautionszahlung freigelassen.
Reza Khandan
Reza Khandan ist der Ehemann der Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotoudeh. Auch er engagiert sich für Frauenrechte und protestiert öffentlich gegen die Verschleierungspflicht. Seit Dezember 2024 befindet er sich in Haft.
Bita Shafiei
Die junge Iranerin wurde bereits 2023 festgenommen, nachdem sie gegen einen Vergiftungsskandal an iranischen Schulen demonstriert hatte. Dabei wurde auch ihre Mutter Maryam willkürlich festgenommen. Im November 2025 verhaftete man sie erneut, ihr Aufenthaltsort ist derzeit unklar.
Interviews mit Menschenrechtsverteidigern
Jorge Angel Perez über Diktatur und Diskriminierung
Der renommierte kubanische Schriftsteller Jorge Angel Perez darf auf Kuba nicht mehr veröffentlichen und seine Werke sind für interessierte Leser auf Kuba nicht mehr zugänglich. Warum der kubanische Staat ihn zum Schweigen bringen möchte:
Interview mit Birgit Schlicke, einer ehemaligen politischen Gefangenen in der DDR
Birgit Schlicke wurde wegen "Übermittlung nicht [sic!] geheim zu haltender Nachrichten" zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Sie erlebt die erniedrigenden Verhörmethoden der Stasi, die unmenschliche Behandlung im berüchtigten Frauenzuchthaus Hoheneck und den Mauerfall hinter Gittern.
Interview mit Kasha Nabagesera über ihre Arbeit und LGBTI-Rechte
Trägerin des Alternativen Nobelpreises 2015, Kasha Jacqueline Nabagesera (*1980), setzt sich in ihrer Heimat Uganda für die Rechte von sexuellen Minderheiten ein. Die IGFM sprach mit der Menschenrechtsverteidigerin über ihre Arbeit und über die Situation von LGBTIs in ihrer Heimat.








