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Marg bar dictator

Bildunterschrift. Foto: Nach der Islamischen Revolution von 1979 übernahm Ali Khamenei die Macht im Iran. Viele Iraner sprechen von einer „gestohlenen Revolution“, da Freiheits- und Demokratieversprechen zugunsten eines repressiven islamistischen Regimes zerstört wurden. Die Islamische Republik Iran ist ein Unrechtsstaat und missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Angehörige ethnischer, religiöser und politischer Minderheiten sind im Iran vielfacher Diskriminierungen ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden. Das herrschende Mullah-Regime duldet keine Rechtsstaatlichkeit. Bei den aktuellen Protesten ist der Ausruf „Marg bar diktator“ (Nieder mit dem Diktator“ in allen Städten präsent.

„Nieder mit dem Diktator“

IGFM: Landesweite Proteste im Iran – Protestmenge fordert Ende der Diktatur

Frankfurt am Main, 31. Dezember 2025 – Im Iran fordern Hunderttausende Menschen auf den Straßen das Ende des diktatorischen Mullah-Regimes. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) appelliert erneut an die politischen Entscheidungsträger in Europa, die mutige iranische Zivilgesellschaft zu unterstützen. Das Ende des Mullah-Regimes stärke nicht nur die Freiheit der Menschen in Iran, sondern auch die Freiheit der Menschen in Europa, teilten Iran-Experten im IGFM-Pressegespräch mit. Es gibt erste Festnahmen, die Menschenrechtsorganisation warnt vor massiver Gewalt der Sicherheitsbehörden gegen die Demonstranten.

„Zu den am meisten ausgerufenen Parolen zählen: ‚Nieder mit der Diktatur‘ und ‚Nicht Gaza, nicht Libanon, mein Leben für Iran‘. Aber auch Parolen wie ‚Dies ist die letzte Schlacht, Pahlavi kehrt zurück‘ und „Solange der Mullah nicht begraben ist, wird dieses Land keine Heimat sein“ werden gerufen. Die Protestbewegung hat verschiedene Ansichten über den Charakter einer zukünftigen demokratischen Regierung, in einem sind sie sich aber einig: das Regime muss weg,“ betont Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der IGFM.

Bild-Reporter Iman Sefati teilte zudem mit: „Wer an die Macht kommt, welche Regierungsform, dass entscheiden wir, wenn der Iran frei ist. Zu einem der Hoffnungsträger für den Politikwandel zähle für viele Menschen im Iran unter anderem auch Reza Pahlavi, wenngleich es hier natürlich Meinungsverschiedenheiten in der Opposition gibt. Die Menschen haben heute eine andere Power gehabt, sie haben sich gegen die Unterdrücker positioniert und sich nicht einschüchtern lassen, sie schreien nach Freiheit.“

Zu den weiteren Gesprächspartnern zählte Helmut Gabel, Iran-Experte, Moderator, Blogger (mehriran.de), ihm nach „kursieren viele verschiedene Videos von den jüngsten Protesten in Iran im Netz. Manche stellen sich als Manipulationen heraus. Die übliche Taktik des Regimes ist es die Opposition zu provozieren und zu spalten, denn man weiß, dass eine vereinte Opposition das Regime stürzen wird. Wir können uns keinen Begriff machen, was die Menschen im Iran alles durchlebt haben und wir können uns gar keinen Begriff daraus machen, dass das Regime das überall in der Welt, auch in Europa einrichten will. Sie lassen sich nicht abwählen und werden an ihren Plänen festhalten.“

Haleh Hosseini Ramandi, Vorsitzende von Iranische Liberale Frauen e.V., teilte mit: “Bemerkenswert ist, dass sich erstmals auch Händler des Basars an den Protesten beteiligen, die traditionell dem konservativen Lager zugerechnet werden, und dass die Parolen diesmal nicht wirtschaftlich, sondern offen politisch und direkt gegen das Regime gerichtet sind. Die Proteste haben sich landesweit bis nach Shiraz, Kermanschah, Isfahan und an Elite-Universitäten in Teheran ausgeweitet und in vielen Parolen wird der Name Reza Pahlavi gerufen.

IGFM-Pressegespräch am 30. Dezember

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Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

709, 2026

Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

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