Pürsün übernimmt Politische Patenschaft

Der Landtagsabgeordnete Yanki Pürsün (FDP) setzt sich mit einer politischen Patenschaft für den iranischen Menschenrechtsaktivisten Saeed Shirzad ein. Shirzad setzte sich besonders für die Rechte und humanitäre Unterstützung von Straßen- und Flüchtlingskindern ein. Die Behörden der Islamischen Republik verhafteten ihn am 2. Juni 2014 ohne Vorlage eines Haftbefehls bei seiner Arbeit in der Raffinerie von Täbris im Nordiran. Bild Pürsün: Martin Kraft, CC BY-SA 4.0

Ohne Haftbefehl verhaftet und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt

Frankfurt am Main, 04. November 2019 – Ein Zeichen für die Menschenrechte: Der hessische Landtagsabgeordnete Yanki Pürsün (FDP) hat die politische Patenschaft für den iranischen Menschenrechtsaktivisten Saeed Shirzad übernommen und setzt sich für dessen Freilassung ein, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Der Menschenrechtsaktivist Saeed Shirzad setzte sich besonders für die Rechte und humanitäre Unterstützung von Straßen- und Flüchtlingskindern ein. Die Behörden der Islamischen Republik Iran verhafteten ihn am 2. Juni 2014 ohne Vorlage eines Haftbefehls bei seiner Arbeit in der Raffinerie von Täbris im Nordiran. Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) setzt sich Pürsün nun persönlich für die Freilassung des politischen Gefangenen ein. Mit einem Schreiben an den iranischen Botschafter forderte Pürsün konkrete Informationen über das Verfahren und bat um konkrete Rückmeldung.

Seit September 2015 ist Shirzad zu insgesamt sechs Jahren Haft wegen angeblicher „Versammlung und Verabredung zu einer Straftat gegen die nationale Sicherheit“ verurteilt. Während seiner Gefangenschaft wurde er mehrfach gefoltert und verletzt. Er leidet durch Misshandlungen an chronischen Schmerzen und kann nur noch mit Gehhilfen laufen – trotz seines kritischen Gesundheitszustandes verweigerten ihm die iranischen Behörden den Zugang zu dringend notwendiger medizinischer Versorgung. Die IGFM und Yanki Pürsün fordern die sofortige Freilassung von Saeed Shirzad.

Menschenrechtsverletzungen in Iran

Die Islamische Republik Iran ist ein Unrechtsstaat und missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Angehörige ethnischer, religiöser und politischer Minderheiten sind im Iran vielfacher Diskriminierungen ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden. Das herrschende Mullah-Regime duldet keine Rechtsstaatlichkeit. Anwälte, die sich für ihre Mandanten einsetzen, werden selbst Opfer von Verfolgung und zu politischen Gefangenen.

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