/Kuba: Eltern wegen Glaubens im Gefängnis

Kuba: Eltern wegen Glaubens im Gefängnis

Kuba: Inhaftierung aufgrund Glaubens

Nur weil sie bekennende Christen sind: Eltern auf Kuba weggesperrt

Weil sie bekennende Christen sind: Eltern auf Kuba weggesperrt

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Zu „Gefangenen des Monats Oktober“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea Pastor Ramón Rigal und seine Frau Ayda Expósito aus Kuba benannt. Sie rufen dazu auf, sich für die beiden seit einem halben Jahr Inhaftierten einzusetzen. In dem karibischen Inselstaat kontrolliert noch immer die Kommunistische Partei die Gerichte und vor allem das Bildungssystem. Der Leidensweg der Eheleute begann mit Mobbing ihrer 13-jährigen Tochter Ruth in der Schule, weil sie sich als Christin zu erkennen gab. Die Eltern schickten sie und ihren vier Jahre jüngeren Bruder nach tätlichen Übergriffen nicht mehr in die staatliche Einrichtung.

Sie nahmen schließlich an einem Hausunterrichtsprogramm teil, das immerhin in Guatemala durch die dortige Regierung anerkannt ist. Weil sie damit ihre Kinder dem kommunistischen Schulzwang entzogen und sich außerdem einer nicht registrierten Kirche angeschlossen hatten, sitzen die Eheleute seit dem 16. April hinter Gittern. Die Kinder, um deren Wohl der kubanische Staat angeblich besorgt ist, erlebten die Festnahme mit. Am 18. April begann der Prozess, an dem kein Verteidiger zugelassen war und am 22. April erging das Urteil: Der Pastor bleibt für zwei Jahre unter harten Bedingungen eingesperrt, während die Frau 18 Monate im Gefängnis ausharren muss. Mit Appellen soll die sofortige Freilassung der Eltern gefordert werden, deren Kinder zwar bei Großeltern, jedoch getrennt voneinander untergebracht sind.

Die Unterdrückung und Verfolgung Andersdenkender ist in Kuba trauriger Standard. Seit dem Amtsantritt von Fidel Castro 1959 ist die ohnehin sehr große Zahl willkürlicher Verhaftungen immer weiter gestiegen. Weite Teile der kubanischen Oppositionsbewegung werden regelmäßig verhaftet, auch Christen zählen immer öfter zu Opfern staatlicher Willkür.

Appellbrief

Herr Präsident
Miguel Díaz Canel
c/o Botschaft der Republik Kuba
Stavangerstrasse 20

10439 Berlin
Fax: 030 916 45 53

Exzellenz,
der evangelische Pastor Ramón Rigal und seine Frau Ayda Expósito sind seit dem 16. April 2019 in einem kubanischen Gefängnis eingesperrt. Ihre Kinder sind bei Großeltern voneinander getrennt untergebracht. Der Leidensweg der Familie begann mit Mobbing ihrer 13-jährigen Tochter Ruth in der Schule, weil sie sich als Christin zu erkennen gab. Die Eltern schickten sie und ihren vier Jahre jüngeren Bruder nach tätlichen Übergriffen nicht mehr in die staatliche Einrichtung. Sie nahmen schließlich an einem Hausunterrichtsprogramm teil, das immerhin in Guatemala durch die dortige Regierung anerkannt ist.

Am 18. April begann der Prozess vor einem Gericht in Guantánamo, an dem kein Verteidiger zugelassen war und am 22. April erging das Urteil: Der Pastor bleibt für zwei Jahre unter harten Bedingungen eingesperrt, während die Frau 18 Monate im Gefängnis ausharren muss.

Die Bestrafung der Eltern, die nur ihre Kinder vor physischer und psychischer Gewalt zu schützen versuchten, ist völlig unverhältnismäßig. Zudem leiden die Kinder unter der Situation, an deren Wohlergehen doch der kubanische Staat interessiert sein dürfte. Wir bitten Sie daher, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, um sich für ihre Freilassung einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

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