Roman Matviichenko 

Mitarbeiter des russischen FSB nahmen Roman am 12. Januar 2023 im Kernkraftwerk Saporischschja willkürlich fest und brachten ihn zunächst in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Enerhodar. Seit dem 10. Februar 2023 ist sein Aufenthaltsort unbekannt.

Ukrainischer Elektriker verschleppt

Roman Matviichenko
Geburtsdatum: 22. Januar 1977

Verschleppt seit: 12. Januar 2023

Letzter Aufenthaltsort: Stadt Enerhodar, Region Saporischschja

Roman stammt aus der Stadt Enerhodar und arbeitete als Elektriker im Kernkraftwerk Saporischschja. 

Verschleppung 

Roman wurde am 12. Januar 2023 von Mitarbeitern des russischen FSB im Kernkraftwerk Saporischschja willkürlich festgenommen und zunächst in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Enerhodar gebracht. Einen Monat später verschleppte man ihn am 10. Februar 2023 an einen unbekannten Ort. 

Am 13. Februar 2023 sahen Romans Angehörige ihn in einem Propagandavideo in einem russischen sozialen Netzwerk. In dem inszenierten Video wurde Roman angeblich vom russischen Militär aus der Region Saporischschja vertrieben. Allerdings tauchte er nie auf dem von der Ukraine kontrollierten Gebiet auf. 

Romans Familie konnte einige wenige Informationen über ihn von Olena Yahupova erhalten, die gemeinsam mit Roman im Februar und März 2023 in einem Arbeitslager im Dorf Werkhnya Krynytsya in der Region Saporischschja festgehalten wurde. Olena berichtete, dass sie sich mit Roman zwischen den Phasen der Zwangsarbeit unterhalten habe. Im März 2023 seien Roman und ein weiterer Gefangener aus dem Lager verschwunden. Bis heute hat die Familie keine Informationen über Romans Aufenthaltsort. 

Gesundheit 

Vor seiner Gefangennahme hatte Roman keine gesundheitlichen Probleme. Seit seiner Verschleppung ist nichts mehr über seine Gesundheit bekannt. 

Stand: Oktober 2025 

So können Sie Roman helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an patenschaften@igfm.de, da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte"). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Russische Botschaft in Deutschland
Botschafter: S. E. Herr Sergej J. Netschajew
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
E-Mail:  info@russische-botschaft.de 

Ombudsfrau der Russischen Föderation
Tatjana H. Moskalkowa
Smolenskij, d. 19, str. 2
119121 Moskau
Russland
 

Anmerkung: Briefe an die russische Ombudsfrau sollten auf Russisch verfasst werden.  

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Roman Matviichenko 

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa,

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des ukrainischen Zivilisten Roman Matviichenko (geb. 22. Januar 1977) aufmerksam zu machen, der am 12.Januar 2023 in Enerhodar (Region Saporischschja) von Vertretern des russischen FSB verschleppt wurde. Sein letzter bekannter Aufenthaltsort war bis März 2023 ein Arbeitslager im Dorf Werkhnya Krynytsya in der Region Saporischschja.

Herr Matviichenko ist von Beruf Elektriker im Kernkraftwerk Saporischschja. Nach übereinstimmenden Informationen wurde er willkürlich verschleppt; sein aktueller Gesundheitszustand ist seit der Verschleppung unbekannt.

Ich bin zutiefst besorgt über Berichte zu willkürlichen Festnahmen, Misshandlungen und Verstößen gegen rechtsstaatliche Mindeststandards in von Russland kontrollierten Haftanstalten. Roman Matviichenko ist Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage festgehalten und wegen einer nicht strafbaren zivilen Handlung verfolgt wird. Die Rechte und Freiheiten der Betroffenen müssen vollumfänglich respektiert und geschützt werden.

Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen einzusetzen, insbesondere der verschleppten Ukrainerinnen und Ukrainer. Bitte teilen Sie den aktuellen Aufenthaltsort sowie den Verfahrensstand von Roman Matviichenko mit, ermöglichen Sie ihm umgehend den Kontakt zu seiner Familie, stellen Sie unabhängigen Rechtsbeistand sowie notwendige medizinische und psychiatrische Versorgung sicher (einschließlich Zugang zu erforderlichen Medikamenten), und überprüfen Sie die Rechtmäßigkeit seiner Inhaftierung. Ohne eine legitime Rechtsgrundlage fordere ich seine unverzügliche Freilassung.

Hochachtungsvoll,

Machen Sie in den Sozialen Medien auf Leonid aufmerksam und nutzen Sie diese Hashtags:

#RomanMatviichenko 

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