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Rustem Huhuryk

Rustem ist Krimtatar, der in der Region Cherson lebte und als Taxifahrer arbeitete. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Rustems Gesundheitszustand ist unbefriedigend. Er wird in der Strafkolonie Nr. 8 in der Stadt Ulan-Ude (Republik Burjatien, Russland) festgehalten.

Vater von drei Kindern zu 8,5 Jahren Haft verurteilt

Politischer Pate: Landtagsabgeordneter Turgut Yüksel (SPD)

Rustem Huhuryk (ru. Рустем Хухурик)
Geburtsdatum: 30. November 1971

Verhaftet: 27. März 2022

Letzter Aufenthaltsort: Dorf Nowooleksijiwka, Region Cherson

Rustem ist Krimtatar, der in der Region Cherson lebte und als Taxifahrer arbeitete. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Inhaftierung
Am 27. März 2022 reiste Rustem mit seiner Frau, seiner 6-jährigen Tochter und seiner 82-jährigen Mutter aus der besetzten Region Cherson auf die Krim. Rustem wollte seine jüngste Tochter zu seinen Verwandten auf die Krim bringen, weil er glaubte, dass es dort sicherer für das Kind sei. Am Kontrollpunkt „Tschongar“ wurde Rustem jedoch vom russischen Militär angehalten. Sie hielten ihn 58 Stunden lang am Kontrollpunkt fest. Dann wurde er gewaltsam herausgeführt und mit verbundenen Augen in eine unbekannte Richtung gebracht. All dies geschah vor den Augen seiner sechsjährigen Tochter. Am 25. Oktober 2022 verurteilte ihn das Bezirksgericht von Simferopol gemäß Artikel 208 Absatz 2 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („Teilnahme an einer bewaffneten Formation“) zu 8,5 Jahren Haft in einer Strafkolonie. Rustem bestreitet seine Schuld in vollem Umfang. Das Urteil wurde von der Richterin Olga Kusnetsowa bestätigt. Ab dem 3. Oktober 2023 ist Rustem im Hochsicherheitsgefängnis Nr. 2 („Wladimirskij Zentral“) in der Region Wladimir (Russland) festgehalten. Seit Mai 2024 ist Rustem in der Strafkolonie Nr. 8 in der Stadt Ulan-Ude (Republik Burjatien, Russland) inhaftiert.

Gesundheitszustand
Rustems Gesundheitszustand ist unbefriedigend. Am 26. September 2023 geling es Rustem, seine Cousine anzurufen. Er berichtet, dass er im Untersuchungsgefängnis in Simferopol gefoltert worden sei: Er wurde gezwungen, von 8 Uhr morgens bis 9 Uhr abends auf schmalen Bänken in seiner Zelle zu sitzen, ohne sich hinlegen oder bewegen zu dürfen. Er wurde psychisch unter Druck gesetzt. Rustems Gesundheitszustand verschlechterte sich: Seine Herzprobleme wurden schlimmer und sein Gehör ließ nach. Er verlor stark an Gewicht. Seine Beine sind geschwollen und er leidet unter starker Kurzatmigkeit. Er erhält keine ärztliche Hilfe.

Stand: Mai 2025

So können Sie Rustem helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an [email protected], da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte“). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Hier geht es zu den aktuellen Adressen.

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Rustem Huhuryk“ 

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa, 

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des ukrainischen Zivilisten Rustem Huhuryk (geb. 30.11.1971) aufmerksam zu machen, der am 27. März 2022 im Dorf Nowooleksijiwka (Region Cherson) unschuldig verschleppt und verhaftet wurde.

Am 27. März 2022 wurde Rustem am Kontrollpunkt „Tschongar“ vom russischen Militär angehalten. Sie hielten ihn 58 Stunden lang am Kontrollpunkt fest. Dann wurde er gewaltsam herausgeführt und mit verbundenen Augen in eine unbekannte Richtung gebracht. All dies geschah vor den Augen seiner sechsjährigen Tochter. Am 25. Oktober 2022 verurteilte ihn das Bezirksgericht von Simferopol gemäß Artikel 208 Absatz 2 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („Teilnahme an einer bewaffneten Formation“) zu 8,5 Jahren Haft in einer Strafkolonie. Rustem bestreitet seine Schuld in vollem Umfang.  Ab Mai 2024 ist Rustem in der Strafkolonie Nr. 8 in der Stadt Ulan-Ude (Republik Burjatien, Russland) inhaftiert.

Besonders beunruhigend empfinde ich die Berichte über Folter und Misshandlungen von Gefangenen in russischen Straflagern und Untersuchungsgefängnissen. Rustem Huhuryk ist ein unschuldiger Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage gefangen gehalten wird. Die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen müssen in vollem Umfang respektiert und geschützt werden. 

 Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen in Russland, insbesondere der verschleppten Ukrainer, einzusetzen. Bitte ermöglichen Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und stellen einen Rechtsbeistand für ihn bereit.  

Hochachtungsvoll 

Machen Sie in den Sozialen Medien auf Rustem aufmerksam und nutzen Sie diese Hashtags:

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Oleh Platschkow wurde am 25. September 2023 zusammen mit seiner, in der Gefangenschaft verstorbenen, Frau in Melitopol von russischen Kräften verschleppt. Seitdem wird der Zivilist ohne offiziellen Rechtsstatus oder Kontakt zur Außenwelt festgehalten, wobei sein aktueller Aufenthaltsort im Untersuchungsgefängnis Nr. 8 auf der Krim vermutet wird.

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