Volodymyr Androsovich

Am 12. April 2022 wurden Volodymyr und andere Busfahrer zusammen mit der 36. Separatbrigade der ukrainischen Marinesoldaten von russischem Militär gefangen genommen. Er befindet sich derzeit in der Strafkolonie Nr. 10 im Dorf Udarny (Bezirk Subowo-Poliansky, Republik Mordowien, Russische Föderation). Er wurde am 02. Oktober 2025 aus der Haft entlassen.

Frei: Russisches Militär verhaftet Busfahrer

Politische Patin: Die ehem. Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke (Bündnis 90/Die Grünen)

Volodymyr Androsovich (ru. Владимир Андросович)
Geburtsdatum: 8. Juni 1960

Verhaftet: 12. April 2022

Letzter Aufenthaltsort: Dorf Uljaniwka, Region Mykolajiw

Seit dem 02. Oktober 2025 endlich frei!

Vor seiner russischen Gefangenschaft arbeitete Volodymyr als Schulbusfahrer am Sofijiwsky Lyceum (Gemeinde Sofijiwska, Region Mykolajiw).

Verschleppung
Zu Beginn des Krieges wurde Volodymyr als Busfahrer eingestellt, um die mobilisierten ukrainischen Soldaten zu ihren Einsatzorten zu bringen. Später wurde bekannt, dass er und andere Busfahrer die Soldaten nach Mariupol bringen musste, obwohl dies ursprünglich nicht geplant war. Am 12. April 2022 wurden Volodymyr und andere Busfahrer zusammen mit der 36. Separatbrigade der ukrainischen Marinesoldaten von russischem Militär gefangen genommen. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich Volodymyr derzeit in der Strafkolonie Nr. 10 im Dorf Udarny (Bezirk Subowo-Poliansky, Republik Mordowien, Russische Föderation).
Seine Tochter berichtet im Juli 2025, dass Volodymyrs Chancen auf einen Gefangenenaustausch gleich null sind.

Gesundheitszustand
Vor seiner Gefangenschaft litt Volodymyr altersbedingt an mehreren chronischen Krankheiten, darunter Kardiosklerose, Bluthochdruck und arterieller Hypertonie zweiten Grades. Stand Ende 2022 war bekannt, dass er stark an Gewicht verloren hat.
Letzten Berichten von seiner Familie zufolge, kann Volodymyr fast nichts mehr sehen. Andere ukrainische Gefangene helfen ihm beim Lesen und Schreiben, da er es aufgrund des fehlenden Sehvermögens selbst nicht mehr kann.

Seit dem 02. Oktober 2025 frei!

Stand: Oktober 2025

So können Sie Volodymyr helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an patenschaften@igfm.de, da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte"). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Russische Botschaft in Deutschland
Botschafter: S. E. Herr Sergej J. Netschajew
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
E-Mail:  info@russische-botschaft.de 

Ombudsfrau der Russischen Föderation
Tatjana H. Moskalkowa
Smolenskij, d. 19, str. 2
119121 Moskau
Russland

Anmerkung: Briefe an die russische Ombudsfrau sollten auf Russisch verfasst werden.  

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Volodymyr Androsovich“

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa, 

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des ukrainischen Zivilisten Volodymyr Androsovich (geb. 08.06.1960) aufmerksam zu machen, der am 12. April 2022 in der Stadt Mariupol (Region Donezk) unschuldig verschleppt und verhaftet wurde.

Vor seiner Gefangenschaft arbeitete Volodymyr als Schulbusfahrer am Sofijiwsky Lyceum (Gemeinde Sofijiwska, Region Mykolajiw). Zu Beginn des Krieges wurde Volodymyr als Busfahrer eingestellt, um die mobilisierten ukrainischen Soldaten zu ihren Einsatzorten zu bringen. Am 12. April 2022 wurden Volodymyr und andere Busfahrer zusammen mit der 36. Separatbrigade der ukrainischen Marinesoldaten in Mariupol vom russischem Militär gefangen genommen. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich Volodymyr derzeit in der Strafkolonie Nr. 10 im Dorf Udarny (Bezirk Subowo-Poliansky, Republik Mordowien, Russische Föderation).

Besonders beunruhigend empfinde ich die Berichte über Folter und Misshandlungen von Gefangenen in russischen Straflagern und Untersuchungsgefängnissen. Volodymyr Androsovich ist ein unschuldiger Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage gefangen gehalten wird. Die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen müssen in vollem Umfang respektiert und geschützt werden. 

 Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen in Russland, insbesondere der verschleppten Ukrainer, einzusetzen. Bitte ermöglichen Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und stellen einen Rechtsbeistand für ihn bereit.  

Hochachtungsvoll,

Machen Sie in den Sozialen Medien auf Volodymyr aufmerksam und nutzen Sie diese Hashtags:

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