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68 Jahre pakistanische Verfassung

Die Islamische Republik Pakistan feiert das Inkrafttreten der ersten pakistanischen Verfassung im Jahr 1956. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) gratuliert und mahnt gleichzeitig die schwierige Situation von Meinungs- und Religionsfreiheit in Pakistan an.

Islamisten bedrohen mit Blasphemiegesetzen Andersgläubige

IGFM prangert Unterdrückung religiöser Minderheiten in Pakistan an

Frankfurt am Main, 22. März 2024 – Am 23. März feiert die Islamische Republik Pakistan das Inkrafttreten der ersten pakistanischen Verfassung im Jahr 1956. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) gratuliert und mahnt gleichzeitig die schwierige Situation von Meinungs- und Religionsfreiheit in Pakistan an. Der Islam ist Staatsreligion und die Blasphemiegesetze des Landes führen zu fragwürdigen Anklagen. Den Angeklagten drohen lange Haftstrafen und sogar die Todesstrafe. Viele Andersgläubige, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten geraten in Pakistan ins Visier extremistischer islamistischer Gruppen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt die willkürlichen Festnahmen und Bedrohungen für religiöse Minderheiten in Pakistan.

Wie die IGFM berichtet, wurde erst kürzlich ein 65-jähriger pakistanischer Christ wegen Blasphemie falsch bezichtigt. Am 10. Februar 2024 hatte ihn seine Nachbarin angezeigt und gegenüber der Polizei behauptet, er sei gewaltsam in ihr Haus eingedrungen, habe sie aus Wut über ihren Übertritt zum Islam schwer misshandelt und einen Koran zerrissen. Islamistische Extremisten hatten ihm daraufhin Gewalt angedroht. Die der IGFM verbundene Rechtsanwältin Aneeqa Anthony aus Lahore in Pakistan nahm sich dieses Falls an und erreichte, dass die Polizei diesmal unvoreingenommen ermittelte, was sonst selten bis nie geschieht. Schon nach wenigen Tagen kamen die Ermittler aufgrund von Zeugenaussagen zu dem Ergebnis, dass der Mann zu Unrecht beschuldigt wurde.

Blasphemievorwürfe dienen extremistischen Gruppen als Mittel, ihre Agenda voranzutreiben und gegen religiöse Minderheiten oder Andersdenkende vorzugehen. Überproportional häufig trifft es Angehörige der christlichen Minderheit und der Ahmadiyya-Gemeinde, einer muslimischen Minderheit in Pakistan. Willkürliche Anschuldigungen können durch die strengen Blasphemiegesetze in Pakistan politisch instrumentalisiert werden und führen oft zu ungerechten Gerichtprozessen. Der IGFM liegen zudem Berichte vor, denen zufolge Polizisten gegen die Verdächtigen Gewalt angewendet haben. Aufgrund dieser Gesetzeslage ist es auch in privaten Auseinandersetzungen oder Racheakten leicht, mit Blasphemievorwürfen zu arbeiten, berichtet die IGFM, die seit Jahren Opfer von Blasphemieanklagen unterstützt.

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Pakistan

Pakistanischer Christ und Rechtsanwältin Aneeqa Anthony

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

3009, 2026

Peruaner im Krieg: „Sklaven der Russen“

In einem Pressegespräch der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichteten Angehörige über internationale Netzwerke, die Peruaner für die russische Armee rekrutieren. Mit hohen Gehaltsversprechen gelockt, werde die Reise nach Russland organisiert, dort würden unter Druck oder in völliger Unkenntnis über den Inhalt, Verträge unterzeichnet, sich den russischen Streitkräften anzuschließen.

2809, 2026

Gemeinsame Erklärung von Menschenrechtsorganisationen und der Zivilgesellschaft

Die Auslieferung von Mansur Mowlajew und Julia Emelianova nach Russland wird zu politisch motivierter Strafverfolgung, langjähriger Haft und Misshandlung führen. Daher fordert die IGFM und 149 weitere Unterzeichner Kasachstan auf, die Auslieferung zu stoppen und seine völkerrechtlichen Verpflichtungen einzuhalten.

2409, 2026

Ukraine/Russland: 28 Jahre Haft für verschleppten ukrainischen Zivilisten

Der ukrainische Ingenieur Kostiantyn Zinovkin ist am 22. September 2026 von einem Militärgericht in Rostow am Don zu 28 Jahren Haft verurteilt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt das Urteil auf das Schärfste und fordert seine sofortige Freilassung.

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

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