Gefangene müssen für Essen bezahlen

– Die Massenproteste der Bevölkerung in Belarus gegen den Machthaber Alexander Lukaschenko gehen weiter wie auch damit einhergehend die willkürlichen Verhaftungen von hunderten Demonstranten.

Die beiden Pressefotografen der belarussischen Tageszeitung „Brestkaja Gaseta“ Maksim Chlebez und Roman Tschmel, waren 15 Tage in Untersuchungshaft. Nach ihrer Freilassung berichten sie über die Zustände im Gefängnis.

„Schreckliches Essen, das nicht gegessen werden kann

Minsk / Frankfurt am Main, 26. November 2020 – Die Massenproteste der Bevölkerung in Belarus gegen den Machthaber Alexander Lukaschenko gehen weiter wie auch damit einhergehend die willkürlichen Verhaftungen von hunderten Demonstranten. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, müssen die Inhaftierten das Essen im Gefängnis selbst bezahlen. 

Die IGFM berichtet über zwei Pressefotografen der Tageszeitung „Brestkaja Gaseta“ die 15 Tage lang inhaftiert waren und denen pro Tag 13,5 belarussische Rubel (etwa 5 Euro) für das bereitgestellte Essen in Rechnung gestellt wurden. Einer der Fotografen kritisierte öffentlich „schreckliches Essen, das nicht gegessen werden kann“, er fügte hinzu: „Für diese Summe kann ich in Weißrussland ziemlich gutes Essen für zwei Tage kaufen.“ Maksim Chlebez und Roman Tschmel von der Brester Zeitung „Brestskaja Gaseta“ wurden am 18. Oktober in der Grenzstadt Brest festgenommen.

Teilen Sie diesen Beitrag!

Nach oben