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Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft 

Eva Bredow-Cordier, Fraktionsvorsitzende der Darmstädter Grünen, übernimmt Patenschaft für inhaftierte Belarusinnen. Foto Patin: Die Grünen in Darmstadt

Schicksale hinter Gittern: Psychiatrische Zwangsbehandlung und zehn Jahre Haft

Eva Bredow-Cordier, Fraktionsvorsitzende der Darmstädter Grünen, übernimmt Patenschaft für inhaftierte Belarusinnen

Darmstadt / Frankfurt am Main, 31. August 2026 – Die Darmstädter Kommunalpolitikerin Eva Bredow-Cordier (Bündnis 90/Die Grünen) setzt ein klares Zeichen für die Menschenrechte: In Zusammenarbeit mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat die Fraktionsvorsitzende die politische Patenschaft für zwei aus politischen Gründen verfolgte Frauen aus Belarus übernommen. Gemeinsam fordern sie die sofortige und bedingungslose Freilassung der Künstlerin Neli Alfiorawa und der jungen Aliaksandra Pulinovich, die unter brutalen Repressionen des Lukaschenko-Regimes leiden. 
 
Schicksale hinter Gittern: Psychiatrische Zwangsbehandlung und zehn Jahre Haft 
 
Die Künstlerin Neli Alfiorawa engagierte sich als unabhängige Wahlbeobachterin für demokratische Rechte und geriet deshalb ins Visier der belarusischen Behörden. Unter dem Vorwurf der angeblichen „Beleidigung eines Vertreters der Staatsgewalt“ wurde im Juni 2024 eine psychiatrische Zwangsbehandlung anstelle einer Haftstrafe angeordnet – ohne ein entsprechendes medizinisches Gutachten. Bis heute ist unklar, wo und unter welchen Bedingungen sie festgehalten wird. 
 
Noch drastischer traf es Aliaksandra Pulinovich: Sie war erst 16 Jahre alt und Schülerin, als sie am 12. Januar 2024 festgenommen wurde. Die Behörden warfen ihr unter anderem die „Vorbereitung von Terrorakten“ vor. Statt ihren Traum von einem Studium der Veterinärmedizin verwirklichen zu können, wurde die Jugendliche zu mehr als zehn Jahren Haft verurteilt. 

Verantwortung und internationale Solidarität 

„Mit meiner politischen Patenschaft für Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich möchte ich dazu beitragen, dass ihr Schicksal nicht vergessen wird. Die Einweisung einer Künstlerin in eine psychiatrische Einrichtung zeigt auf erschreckende Weise, mit welchen Mitteln das belarussische Regime gegen kritische Stimmen vorgeht“, erklärt Eva Bredow-Cordier. Hinter politischer Verfolgung stünden immer konkrete Menschen mit ihren Familien, ihren Hoffnungen und ihrer Zukunft“, so die Darmstädterin. Sie sehe es als ihre politische und menschliche Verantwortung, Aliaksandra und Neli Öffentlichkeit zu geben, ihre Namen in Erinnerung zu halten und mit ihrer Patenschaft ein Zeichen internationaler Solidarität zu setzen.“

– Fraktionsvorsitzende Darmstadt Eva Bredow-Cordier

 
IGFM dokumentiert systematische Menschenrechtsverletzungen 
 
Die IGFM macht mit dem Programm der politischen Patenschaften gezielt auf Einzelfälle im Unrechtsstaat Belarus aufmerksam. Neben der Freilassung der beiden Frauen fordern die Menschenrechtsorganisation und die Patin ein sofortiges Ende der systematischen Folter in belarusischen Haftanstalten sowie ein Ende der Unterstützung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine durch das Lukaschenko-Regime. 
 
Seit den gefälschten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 ist die Presse- und Meinungsfreiheit in Belarus faktisch ausgelöscht. Aktuell befinden sich laut Menschenrechtsorganisationen hunderte politische Gefangene in Haft; 

Patin Eva Bredow-Cordier

Neli Alfiorawa

Aliaksandra Pulinovich 

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2310, 2026

Präsentation des Jahrbuchs „Religionsfreiheit weltweit 2026“

Die Evangelische Allianz in Deutschland e. V. und die ISHR stellen in Berlin die Jahrbücher „Religionsfreiheit“ und „Verfolgung und Diskriminierung von Christen“ von 2026 vor. Expertinnen und Experten aus Politik und Wissenschaft beleuchten die weltweite Lage der Religionsfreiheit, darunter Antisemitismus, die Verfolgung religiöser Minderheiten und staatliche Diskriminierung.

510, 2026

Islamische Republik Iran richtet zwei weitere Demonstranten hin – Alireza Sepahi heiratete erst vor wenigen Tagen

5. Oktober 2026 – Das islamische Regime hat heute im Dastgerd-Gefängnis in Isfahan die beiden Demonstranten Alireza Sepahi und Alireza Raisi hingerichtet. Beide waren im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten im Januar 2026 festgenommen und im sogenannten „Ali-Khani-Platz“-Fall zum Tode verurteilt worden.

210, 2026

Online-Pressegespräch Iran: Im Iran enteignet und entrechtet, aus Deutschland finanziert?

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) lädt am 7. Oktober 2026 um 11 Uhr gemeinsam mit iranischen Experten, Menschenrechtsaktivisten und Angehörigen von Betroffenen zu einem Gespräch über Menschenrechtsverletzungen, Festnahmen und Repressionen im Iran. Im Mittelpunkt steht der Bericht von Atossa Najafi über das Schicksal ihres Bruders Parsa Najafi.

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