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Türk-Nachbaur übernimmt politische Patenschaft

Foto: Derya Türk-Nachbaur

Drohende Hinrichtung von sieben jungen Iranern

Derya Türk-Nachbaur MdB übernimmt politische Patenschaft

Frankfurt am Main, 3. September 2026 – Die SPD-Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur hat die politische Patenschaft für sieben Männer übernommen, die im Zusammenhang mit Protesten in der iranischen Stadt Isfahan Anfang Januar 2026  festgenommen wurden. Den Inhaftierten droht nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM) die unmittelbare Hinrichtung. Die SPD-Bundestagsabgeordnete fordert gemeinsam mit der IGfM die iranische Führung auf, das Leben der jungen Iraner zu schützen und sie freizulassen.

„Sieben junge Männer warten in Iran fernab der Öffentlichkeit auf die Vollstreckung ihres Todesurteils. Wir dürfen nicht wegsehen, sondern müssen als Bundestagsabgeordnete Öffentlichkeit herstellen und so den Druck auf das iranische Regime erhöhen", sagt die SPD-Politikerin Derya Türk-Nachbaur. Deshalb macht sie sich für die sofortige Freilassung von Alireza Sepahi (25), Alireza Raeisi (22), Amirhossein Maleki (20), Ali Dashti (20), Amirhossein Ebrahimi, Shervin Bagherian (18) und Abolfazl Ebrahimi stark.

Willkürliche Justiz und drohende Hinrichtungen

Die iranische Justiz wirft den sieben Männern vor, für den Tod von vier Angehörigen des Staatsapparates verantwortlich zu sein, die während der Proteste am 8. und 9. Januar 2026 auf dem Ali-Khani-Platz in Isfahan ums Leben kamen. Insgesamt beschuldigen die iranischen Behörden 59 Festgenommene, Einsatzkräfte angegriffen, Eigentum zerstört und Leichen geschändet zu haben. Es gibt keine unabhängige und rechtsstaatliche Überprüfung der gegen die Gefangenen erhobenen Anschuldigungen.

Nach Angaben der IGFM wurden zwölf der Gefangenen von Revolutionsgerichten zum Tode verurteilt. Am 29. Juli wurden Abolfazl Sepahi Badjani und Amirhossein Safari Hosseinabadi auf dem Alikhani-Platz in Isfahan öffentlich hingerichtet, zusätzlich drei weitere Gefangene. Auch Alireza Raeisi und die sechs weiteren von Türk-Nachbaur übernommenen Gefangenen haben das Todesurteil erhalten. Abolfazl und Alireza Sepahi, Amirhossein Safari und Ghaem Hosseini sollten bereits Ende Juli hingerichtet werden, wurden aber letztendlich in Einzelhaft zurückverlegt.

Hintergrund: Eskalation staatlicher Gewalt

Die aktuellen Verhaftungen stehen im Zusammenhang mit dem langjährigen Vorgehen der Islamischen Republik Iran gegen die eigene Bevölkerung. Während der Proteste im Januar 2026 eskalierte die staatliche Gewalt, es kam zu Zehntausenden Todesopfern nach der brutalen Niederschlagung der Proteste durch Einsatzkräfte und Milizen aus dem Ausland.

 

Foto: Derya Türk-Nachbaur

Von links nach rechts: Alireza Raeisi, Alireza Sepahi, Shervin Bagherian, Ali Dashti, Amirhossein Maleki, Abolfazl Ebrahimi und Amirhossein Ebrahimi,

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2310, 2026

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Die Evangelische Allianz in Deutschland e. V. und die ISHR stellen in Berlin die Jahrbücher „Religionsfreiheit“ und „Verfolgung und Diskriminierung von Christen“ von 2026 vor. Expertinnen und Experten aus Politik und Wissenschaft beleuchten die weltweite Lage der Religionsfreiheit, darunter Antisemitismus, die Verfolgung religiöser Minderheiten und staatliche Diskriminierung.

510, 2026

Islamische Republik Iran richtet zwei weitere Demonstranten hin – Alireza Sepahi heiratete erst vor wenigen Tagen

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