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Kriegsgegnerin aus Gefängnis entlassen

Die 19-jährige Daria Kosyrewa, die im Februar 2024 wegen Antikriegsaussagen verhaftet worden war, ist nun endlich aus dem Gefängnis entlassen worden. Die IGFM freut sich über ihre Freilassung und betont den Mut junger Russen, die sich trotz Repressionen gegen den Angriffskrieg gegen die Ukraine stellen.

 

Russland: Bekannte jugendliche Kriegsgegnerin aus Gefängnis entlassen  

Daria Kosyrewa ohne Internetzugang – Russlands Truppen zerstören weiter Städte und Leben in der Ukraine

Frankfurt am Main/ St. Petersburg, 11. Februar 2025 – Die bekannte Kriegsgegnerin und politische Gefangene Daria Kosyrewa wurde am Wochenende aus dem Gefängnis entlassen, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die 19-jährige wurde im Februar 2024 verhaftet, nachdem sie mehrfach Antikriegsgedanken in künstlerischer und philosophischer Form verbreitet hatte. Aufgrund dessen warf ihr das Gericht u.a. die „wiederholte Diskreditierung des Einsatzes der Streitkräfte der Russischen Föderation“ vor. Die IGFM ist froh, dass die junge Kriegsgegnerin entlassen wurde und macht auf den Mut junger Menschen in Russland aufmerksam, die sich aktiv gegen den verbrecherischen Krieg Russlands gegen die Ukraine positionieren

Daria Kosyrewa wurde mit einer einstweiligen Verfügung und unter Auflagen, die einem Hausarrest ähnlich sind aus dem Gefängnis entlassen. Sie darf ihre Wohnung abends und nachts nicht verlassen und darf kein Internet nutzen. Ihre Strafsache wurde vom Gericht zur erneuten Bearbeitung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Kritisierte die Bombardierung Mariupols
Die Festnahme von Daria Kosyrewa wurde ursprünglich damit begründet, dass sie wiederholt die Streitkräfte der Russischen Föderation diskreditiert hatte. Bereits im Dezember 2022 wurde die damals 17-Jährige festgenommen, nachdem sie an der Installation über die Freundschaft von St. Petersburg und Mariupol („Doppelte Herzen“), die Worte „Mörder, ihr habt es bombardiert. Judas“ angebracht hatte. Das Strafverfahren wegen wiederholter Diskreditierung wurde am 21. Dezember 2023 gegen sie eröffnet, berichtet die IGFM.

Über 130 junge Kriegsgegner verurteilt
Am 24. Februar 2024 wurde Daria Kosyrewa erneut festgenommen, weil sie am selben Tag einen Abschnitt des Gedichts „Vermächtnis“ des bedeutendsten ukrainischen Nationaldichters Taras Schewtschenko an dessen Denkmal geheftet hatte. Das Petrograder-Bezirksgericht in St. Petersburg nahm Daria Kosyrewa am 27. Februar 2024 in Gewahrsam und eröffnete ein Strafverfahren wegen „wiederholter Diskreditierung der Armee“ gegen sie. Über 130 junge Russen wurden aufgrund solcher und ähnlicher Antikriegsaktionen verhaftet und zu willkürlich hohen Strafen verurteilt.

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

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Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

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