Zimmer übernimmt politische Patenschaft

Elke Zimmer MdL setzt sich gemeinsam mit der IGFM für die iranische Arbeitsrechtsaktivistin Sharifeh Mohammadi ein. Foto: Büro Elke Zimmer

Todesstrafe abgewendet – weiterhin zu langer Haftstrafe verurteilt 

Die Landtagsabgeordnete Elke Zimmer übernimmt politische Patenschaft 

Frankfurt am Main, 22. Mai 2026  Die baden-württembergische Landtagsabgeordnete Elke Zimmer (Bündnis 90/Die Grünen) hat die politische Patenschaft für die im Iran inhaftierte Arbeitsrechtsaktivistin Sharifeh Mohammadi übernommen. Gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert sie ihre Freilassung. Zwar konnte das akute Todesurteil gegen die Aktivistin durch internationalen Druck abgewendet werden, bleibt sie jedoch weiterhin unrechtmäßig inhaftiert und ist im Lakan-Gefängnis in Rascht massiver Repression ausgesetzt. 

Sharifeh Mohammadi wurde am 5. Dezember 2023 vom iranischen Geheimdienst in Rascht festgenommen. Grundlage der Verfolgung war ihr friedliches Engagement für unabhängige Arbeitnehmervertretungen und Frauenrechte. Im Juni 2024 verurteilte das dortige Revolutionsgericht sie wegen angeblicher „Rebellion gegen den Staat" zum Tode. Nach massiven Protesten hob das Oberste Gericht das Todesurteil auf, wandelte es jedoch in eine drakonische Haftstrafe um. Das Verfahren fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Zudem wurde Mohammadi in der Haft isoliert und schwer misshandelt, um Geständnisse zu erzwingen. Mit der Übernahme der politischen Patenschaft fordert Elke Zimmer gemeinsam mit der IGFM die iranischen Behörden auf, das unrechtmäßige Urteil gegen Sharifeh Mohammadi aufzuheben, sie umgehend freizulassen und die Repression gegen friedliche Aktivisten zu beenden. 

Menschenrechtslage im Iran 

Der Fall Mohammadi wie viele andere steht exemplarisch für die systematische Instrumentalisierung der iranischen Justiz zur Unterdrückung der Zivilgesellschaft. Die Menschenrechtslage im Iran bleibt weiterhin äußerst besorgniserregend: Sicherheitskräfte, Justiz und Geheimdienste gehen koordiniert gegen Regimekritiker vor. Willkürliche Festnahmen, Verfahren ohne rechtsstaatliche Standards, erzwungene Geständnisse sowie drakonische Urteile prägen das Vorgehen der Behörden. 

Einsatz für politische Gefangene 

Die IGFM dokumentiert seit Jahrzehnten systematische Menschenrechtsverletzungen durch die Islamische Republik Iran. Mit politischen Patenschaften macht die IGFM auf Einzelfälle aufmerksam und erhöht den internationalen Druck auf das Regime. In zahlreichen Fällen konnten so Hafterleichterungen, das Abwenden der Todesstrafe oder Freilassungen erreicht werden. 

Foto: Büro Elke Zimmer

Sharifeh Mohammadi

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1205, 2026

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