Pressekonferenz zu Kuba

Die Pressekonferenz in Berlin, veranstaltet von IGFM und Prisoners Defenders, beleuchtete die kritische Menschenrechtslage in Kuba und ging der Frage nach, ob das Castro-Regime angesichts anhaltender ziviler Proteste vor dem Zusammenbruch steht. Hochkarätige Referenten, darunter der ehemalige politische Gefangene José Daniel Ferrer, berichteten eindringlich über die anhaltende Unterdrückung und das Schicksal von über tausend politischen Gefangenen. Zudem machten die Experten auf eine wachsende Sicherheitsbedrohung für Europa aufmerksam, insbesondere durch den Einsatz kubanischer Söldner im Ukraine-Krieg aufseiten Russlands. Im Laufe des Tages gab es weitere Treffen und Gespräche in Berlin.

Fällt bald das Regime auf Kuba?

Am 27. Mai 2026 war der ehemalige politische Gefangene José Daniel Ferrer in Berlin. Auf dem Programm standen Treffen mit Vertretern des Auswärtigen Amts, kubanischen Aktivisten, Journalisten und ehemaligen politischen Gefangenen. Im Mittelpunkt stand jederzeit die Forderung: Freiheit für alle politischen Gefangenen auf Kuba. Bei einer Pressekonferenz von IGFM und Prisoners Defenders wurde die Menschenrechtslage auf Kuba thematisiert. Es referierten Diana Luna, Referentin Lateinamerika der Friedrich-Naumann-Stiftung; José Daniel Ferrer, ehemaliger politischer Gefangener aus Kuba und Gründer der Bürgerrechtsbewegung UNPACU; Legren Vélez Rigondeaux, Vorstand von MenschenDeCuba e.V.; Javier Larrondo Calafat, Präsident der Menschenrechtsorganisation Prisoners Defenders. José Daniel Ferrer, der jahrelang aus politischen Gründen inhaftiert war, berichtete über die katastrophalen Zustände in kubanischen Gefängnissen. 

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Im Gespräch mit dem Auswärtigen Amt konnte die katastrophale Versorgungs- und Menschenrechtslage auf Kuba erläutert werden. Das kubanische Regime darf aufgrund der systematischen Verletzung der Menschenrechte nicht weiter durch das EU-Kuba Abkommen PDAC (ADPC) “belohnt” werden. Nach Besuch des Auswärtigen Amtes, der Pressekonferenz und des Brandenburger Tors stand eine Führung durch das ehemalige Stasigefängnis in Hohenschönhausen auf dem Programm. Das IGFM-Mitglied Jorge L. García Vázquez führt José Daniel Ferrer durch das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen.

Jorge Luis Garcia Vàzquez (geb. 1959 in Havanna/Kuba) kam 1982 als Dolmetscher für kubanische Vertragsarbeiter in die DDR. Der kubanische Geheimdienst versuchte, ihn als Informant anzuwerben, was er ablehnte. Weil er im Auftrag eines kubanischen Musikers mit der US-Botschaft in Ost-Berlin telefoniert hatte, um sich nach Fluchtmöglichkeiten zu erkundigen, wurde er im März 1987 verhaftet und eine Woche später nach Kuba ausgeflogen. Dort war er verschiedenen Repressalien ausgesetzt, erhielt Berufs- und Ausreiseverbot und wurde für kurze Zeit inhaftiert. 1992 durfte er Kuba verlassen. Heute lebt er in Berlin und engagiert sich in der Arbeitsgruppe „Demokratie für Kuba-Berlin“.

Es sprachen:

José Daniel Ferrer

Ehemaliger politischer Gefangener aus Kuba und Gründer der Bürgerrechtsbewegung Unión Patriótica de Cuba (UNPACU)


Diana Luna

Referentin Lateinamerika, von der Friedrich Naumann Stiftung 

Legren Vélez

Kubanischer Aktivist in Deutschland und Vorsitzender der Organisation MenschenDeCuba e.V. 


Javier Larrondo

Kubanisch-spanischer Menschenrechtsaktivist und Präsident der Organisation Prisoners Defenders