Angriff auf IGFM-Sektion in Kyjiw

Büro der ukrainischen Sektion der IGFM am Freitag, dem 30. Oktober. Bild: IGFM
Russischer Raketenangriff auf Kyjiw: Büro der ukrainischen IGFM-Sektion beschädigt
Die IGFM verurteilt die kontinuierlichen Angriffe Russlands auf ukrainische Städte und warnt vor Legitimierung russischer Gewalt
Frankfurt am Main/Kyjiw, 30. Oktober 2026 – In der Nacht zum Freitag ist die Ukraine erneut Ziel schwerer russischer Raketenangriffe geworden, über 20 Menschen wurden bei den Angriffen im ganzen Land getötet. Die Druckwelle einer Explosion beschädigte auch das Gebäude der ukrainischen IGFM-Sektion in der ukrainischen Hauptstadt. Mindestens ein Mensch kam bei diesem Angriff ums Leben, ein weiterer wurde verletzt. Alle Mitarbeiter des IGFM-Teams sind unverletzt, die zerstörte Eingangsfront ist heute Morgen bereits mit Spanplatten repariert worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt die kontinuierliche Zerstörung ukrainischer Städte durch russische Angriffe und warnt davor, dass „Verhandlungen“ mit Putin-Russland nicht dazu führen dürfen, dass die russische Aggression nachträglich legitimiert wird.

Zerstörter Eingangsbereich nach russischem Angriff, Bild: IGFM
„Der Angriff ist ein weiterer Beleg dafür, dass Russland seinen Krieg gegen die ukrainische Bevölkerung unvermindert fortsetzt. Während international über mögliche Friedensverhandlungen gesprochen wird, werden ukrainische Städte weiterhin regelmäßig mit Drohnen und mit ballistischen Raketen angegriffen. Dieser Angriff zeigt einmal mehr, wie wenig die russische Kriegsführung zwischen militärischen und zivilen Lebensbereichen unterscheidet. Wir sind unendlich erleichtert, dass unsere Kollegen diese Nacht unverletzt überstanden haben. Unsere Gedanken sind bei ihnen und bei allen Menschen, die in dieser Nacht Angehörige oder ihr Zuhause verloren haben“, kommentiert Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der IGFM.
Keine Zugeständnisse auf Kosten der Menschenrechte und der Sicherheit
Seit Beginn der Vollinvasion im Februar 2022 werden Wohngebäude, Krankenhäuser, Kraftwerke und andere zivile Einrichtungen in der gesamten Ukraine durch russische Angriffe zerstört und die Leben unzähliger Ukrainer gewaltsam beendet und unwiderruflich verändert.
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt diese Angriffe sowie die Verbrechen gegen die ukrainische Zivilbevölkerung in der Ukraine und insbesondere in den besetzten Gebieten auf das Schärfste. Ein „Frieden“, der durch Druck auf die angegriffene Ukraine, territoriale Zugeständnisse oder die Preisgabe grundlegender Menschenrechte und Sicherheitsinteressen erzwungen wird, kann keine tragfähige Lösung sein. Verhandlungen dürfen nicht dazu führen, dass die russische Aggression nachträglich legitimiert oder die Verantwortung für den Krieg relativiert wird, so die Menschenrechtsorganisation.
Die IGFM steht solidarisch an der Seite ihrer ukrainischen Kollegen und wird ihre Menschenrechtsarbeit fortsetzen. Die Beschädigung des Büros wird die Organisation nicht davon abhalten, Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren, Gerichtsverfahren vor dem Obersten Antikorruptionsgericht zu überwachen, Betroffene mit Humanitärer Hilfe zu unterstützen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die IGFM steht an der Seite der Ukraine, die sich und alle von Russland bedrohten Staaten gegen die russische Aggression verteidigt.




