Zum Inhalt springen

Menschenrechte verteidigen beginnt mit Hinsehen.

Aktuelle Fälle
IGFM Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte
Jetzt Spenden

Friedensnobelpreis

Narges Mohammadi wurde am 23. Januar 2022 erneut zu einer achtjährigen Haftstrafe und 74 Peitschenhieben verurteilt, nachdem sie erst am 8. Oktober 2020 aus dem Zanjan-Gefängnis entlassen worden war. Die iranische Menschenrechtsaktivistin ist seit Juli 2022 im Evin-Gefängnis inhaftiert. Am 11. September 2023, wurde sie von einem der Gefängniswärter im Klinikum des Gefängnisses geschlagen, weil sie sich nicht an die Hijab-Pflicht gehalten hatte.

Ein Signal der Hoffnung für die Frauen Irans

IGFM gratuliert Narges Mohammadi zum Friedensnobelpreis

Frankfurt am Main, 6. Oktober 2023 – Die iranische Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi wird für ihren unermüdlichen Einsatz mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) gratuliert der Iranerin von ganzem Herzen. Dieser Preis gelte auch den Frauen, die systematisch durch die islamistische Diktatur diskriminiert werden, so die IGFM.

„Ein sehr gutes Zeichen, ein starkes Signal der Hoffnung, wir freuen uns mit Narges Mohammadi und allen Frauen Irans“, teilt die IGFM nach Verkündung des Preises mit.

Das Schicksal und mutige Engagement von Narges Mohammadi stehe symbolisch für viele Frauen im Iran, deren Menschenrechte unterdrückt werden und die dies nicht einfach hinnehmen wollen. Sie fordern die gleichen Rechte wie die Männer in der Gesellschaft, wollen mitreden, gehört werden und treten friedlich für Selbstbestimmung ein. Narges Mohammadi setzt sich seit Jahren selbstlos und mit größtem Mut selbst aus dem Gefängnis heraus für ihre Mitmenschen ein, berichtet die IGFM.

Ihre Entschiedenheit, ihr Mut und ihr Wille sind uns ein großes Vorbild. Die Entscheidung, ihr den Friedensnobelpreis zu verleihen, gibt den tausenden unterdrückten Frauen des Irans Hoffnung, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Weitere Informationen zu Narges Mohammadi

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

709, 2026

Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

Teilen Sie diesen Beitrag!

Nach oben