Kan Xiaoyong und Wang Fengying 

Das chinesische Ehepaar gründete im Jahr 2018 eine christliche Hauskirchen-Gemeinde. Bis zu ihrer Verhaftung widmeten sich die beiden der Evangelisation. Sie wurden von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und der Evangelische Nachrichtenagentur IDEA zu den Gefangenen des Monats Dezember 2024 ernannt.

Christliches Ehepaar wegen Missionsarbeit inhaftiert

Kan Xiaoyong & Wang Fengying
Geburtsdatum: 1959 & 1961

Festnahme: 20. Oktober 2021

Inhaftiert in: –

Vorwurf: „Gründung und Nutzung von Sektenorganisationen“

Urteil: 14 und 4 Jahre Haft

Gefangene des Monat Dezember 2024

Das chinesische Ehepaar gründete im Jahr 2018 eine christliche Hauskirchen-Gemeinde. Der Pastor Kan Xiaoyong war zuvor als Geschäftsmann tätig und seine Frau Wang Fengying hatte als Lehrerin und Balletttänzerin gearbeitet.

Festnahme und Verurteilung
Die Eheleute sind seit dem 20. Oktober 2021 in Gefangenschaft. Festgenommen wurden sie bei einer Razzia in ihrem Haus in der nordostchinesischen Hafenstadt Dalian. Die Behörden unter der kommunistischen Führung werfen ihnen die „Gründung und Nutzung von Sektenorganisationen“ vor, wodurch sie die Durchsetzung von Gesetzen sabotiert hätten. Außerdem hätten sie sich illegaler Geschäfte schuldig gemacht. Zwischen Mai und Oktober 2023 standen die Eheleute vor Gericht. Während des Prozesses berichteten sie dem Gericht vion Folter, die sie zu erleiden hatten. Am 12. Januar 2024 wurde das Urteil verkündet: Der Pastor wurde zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt und seine Frau zu vier Jahren Haft.

Stand: April 2025

Gefangener des Monats der IGFM
Die IGFM setzt sich seit ihrer Gründung 1972 für aus Glaubensgründen Verfolgter und Menschen, die dieses wichtige Recht verteidigen ein. Als „Gefangener des Monats“ wird monatlich das Schicksal einer Person vorgestellt, die aufgrund ihres Glaubens inhaftiert ist oder verfolgt wird. Mehr zu den „Gefangenen des Monats“ und wie Sie sich für diese Person einsetzen können, können Sie in der Zeitschrift „Religionsfreiheit im Fokus“ oder in den Portraits der Gefangenen nachlesen.

Hier geht es zur Zeitschrift „Religionsfreiheit im Fokus“

So können Sie Xiaoyong und Fengying helfen:

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Regierung der Volksrepublik China. Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung der Gefangenen:

Chinesische Botschaft in Deutschland
Botschafter: Herr Deng Hongbo
Botschaft der Volksrepublik China
Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin, Deutschland

Betreff: „Bitte um die unverzügliche und bedingungslose Freilassung der Gefangenen Kan Xiaoyong und Wang Fengying“

Sehr geehrter Botschafter,

bitte erlauben Sie mir, dass ich mich aus Sorge um die Eheleute Kan Xiaoyong und Wang Fengying aus Dalian (Provinz Liaoning) an Sie wende. Der christliche Gemeindeleiter und seine Frau wurden am 20. Oktober 2021 bei einer Razzia in ihrer Wohnung festgenommen. Sie haben zuvor von ihrem Recht auf freie Religionsausübung Gebrauch gemacht, indem sie für ihren christlichen Glauben geworben haben.

Am 12. Januar 2024 wurden schließlich hohe Haftstrafen gegen sie verhängt: Der Pastor wurde zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt und seine Frau zu vier Jahren.
Die Volksrepublik China hat am 5. Oktober 1996 den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte unterzeichnet, der in Artikel 18 das Recht auf
Religionsfreiheit beinhaltet.

Die Festnahme der Christen stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen dieses Menschenrecht dar, das auch in Artikel 36 der Verfassung Ihres Landes zugesichert wird. Ich möchte Sie hiermit an Ihre Vertragstreueappellieren und bitte Sie daher, sich für die umgehende Freilassung des Ehepaares einzusetzen.

Hochachtungsvoll,

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Weitere Glaubensgefangene

Imran Rehman

Der pakistanische Christ Imran Rehman sitzt seit dem 14. September 2022 wegen angeblicher Blasphemie und Computerkriminalität in Haft, Vorwürfe, die er zurückweist. Die IGFM und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA haben ihn zum „Gefangenen des Monats April 2026“ ernannt und rufen dazu auf, sich für seine Freilassung und den Schutz seiner Familie einzusetzen. In Pakistan sind ungerechtfertigte Blasphemie-Anklagen gegen religiöse Minderheiten immer wieder ein ernstes Problem.

Gebremedhin Gebregergis

Die IGFM und IDEA haben den eritreisch-orthodoxen Priester Gebremedhin Gebregergis zum „Gefangenen des Monats März 2026“ ernannt. Er sitzt seit dem 19. November 2004 ohne Anklage im Zentralen Strafermittlungszentrum Wengel Mermera in Haft. Der sechsfache Vater engagierte sich in einer kirchlichen Erneuerungsbewegung und leitete eine Sonntagsschule. IGFM und IDEA fordern von Präsident Isayas Afewerki seine Freilassung.

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