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Meyer übernimmt Politische Patenschaft

Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Tanja Meyer (B90/Grüne) hat die Patenschaft für das Ehepaar Sarvenaz Ahmadi und Kamiar Fakour übernommen. Sarvenaz Ahmadi wurde aufgrund ihres Aktivismus zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt und sitzt im Evin-Gefängnis ein. Ihr Ehemann Kamiar Fakour kehrte am 27. Januar 2024 nach einem 37-tägigen Hafturlaub ebenfalls dorthin zurück. Bild: Pressebild, privat

Ein Ehepaar gegen das Mullah-Regime

Sarvenaz Ahmadi
Kamiar Fakour

Frankfurt am Main / Vechta, 23. Januar 2024 – Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) setzt sich die Grünen-Landtagsabgeordnete Tanja Meyer für die Sozialarbeiterin, Übersetzerin und Kinderrechtsaktivistin Sarvenaz Ahmadi und ihren Ehemann, den Journalisten Kamiar Fakour, ein. Tanja Meyer und die IGFM fordern gemeinsam die sofortige und endgültige Freilassung von Sarvenaz Ahmadi und Kamiar Fakour.

Am 6. Dezember 2022 wurden Sarvenaz Ahmadi und Kamiar Fakour im Rahmen der landesweiten Proteste in ihrer Wohnung in Teheran festgenommen. Die Sicherheitskräfte durchsuchten zudem ihre Wohnung und beschlagnahmten persönliche Wertgegenstände. Sarvenaz wurde am 7. Dezember vorübergehend auf Kaution freigelassen, Kamiar musste aufgrund einer Vorstrafe bis zum 9. Februar 2023 im Gefängnis bleiben und wurde schließlich im Rahmen einer Amnestie freigelassen.

Am 28. April 2023, am Vorabend des Tags der Arbeit, wurden Sarvenaz und Kamiar erneut von Sicherheitsbeamten im Haus von Mohammed Habibi, einem Aktivisten der Lehrergewerkschaft, festgenommen und zusammen mit anderen Aktivisten ins Evin-Gefängnis in Untersuchungshaft gebracht. Diese dauerte elf Tage. Am 9. Mai 2023 traten Sarvenaz und Kamiar ihre Haftstrafe im Evin-Gefängnis an. Beiden wird „Propaganda gegen das Regime“ und Sarvenaz zudem „Versammlung und Absprache gegen die nationale Sicherheit“ vorgeworfen. Kamiar erhielt daraufhin eine achtmonatige, Sarvenaz eine dreieinhalbjährige Haftstrafe.

Am 21. Dezember 2023 wurde Kamiar Fakour vorrübergehend in den Hafturlaub entlassen, seit dem 27. Januar 2024 befindet er sich wieder im Evin-Gefängnis. Sarvenaz erhielt Anfang Januar 2024 ein Besuchs- und Telefonverbot, so dass sie ihre Familie und ihren Ehemann nicht sehen kann. Zusätzlich hat das Gefängnis ihr Bücher, die ihr geschickt wurden, beschlagnahmt.

Tanja Meyer setzt sich als politische Patin für Sarvenaz‘ und Kamiars sofortige Freilassung ein. Politische Patenschaften sind ein bedeutendes und bewährtes Werkzeug der Menschenrechtspolitik, das vor allem individuelle Hilfe für die Opfer bedeutet.

Weitere politische Gefangene

Frei: Katsiaryna Andreeva

Am 15. November 2020 wurde die belarusische Journalistin verhaftet, nachdem sie live über das gewaltsame Vorgehen von Sicherheitskräften gegen friedliche Demonstrierende berichtet hatte. Dafür wurde sie am 18. Februar 2021 zu zwei Jahren Haft verurteilt. Kurz vor Ende der Haftzeit wurde sie wegen angeblichem Hochverrat zu acht weiteren Jahren Gefängnis verurteilt. Seit dem 19. März 2026 ist sie wieder frei.

Esteban Rodríguez-López – Im Exil

Der unabhängige Journalist Esteban Rodríguez versuchte am 30. April 2021, den eng befreundeten und du diesem Zeitpunkt inhaftierten hungerstreikenden Künstler Luis Manuel Otero Alcántara zu besuchen. Die Sicherheitskräfte untersagten jedoch jeglichen Besuch und verhafteten Rodríguez. Nach acht Monaten Hadft wurde er von der Kubanischen Regierung im Januar 2022 aus Kuba verbannt. Seit März 2022 hält er sich in den USA auf, wo ihm Asyl gewährt wurde.

Shakila Monfared

Die Bürgerrechtsaktivistin wurde am 25. Januar 2021 wegen "Beleidigung der Heiligkeiten des Islam" zu vier Jahren und zwei Monaten im Gefängnis verurteilt. Nur ein Jahr später wurde sie aufgrund einer neuen Anklage erneut zu zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Seit August 2022 befindet sie sich im Evin-Gefängnis.

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