Mykyta Buzinov

Ukrainischer Zivilist Mykyta Buzinov in russischer gefangenschaft

Am 4. März 2022 drangen russische Soldaten in das Haus von Mykytas Familie ein, brachten sie in den Keller und folterten sie. Nach dem Verhör ließen die Militärs Mykytas Mutter und Bruder frei, während Mykyta an einen unbekannten Ort gebracht wurde. Sein aktueller Gesundheitszustand und Aufenthaltsort sind derzeit unbekannt.

Russisches Militär foltert Familie

Mykyta Buzinov (ru. Микита Бузинов)
Geburtsdatum: 26. Januar 1997

Verschleppt seit: 4. März 2022

Letzter Aufenthaltsort: Dorf Mychajlo-Kozubinske, Region Tschernihiw

Vor seiner russischen Gefangenschaft arbeitete Mykyta als Taxifahrer.

Verschleppung
Am 4. März 2022 wurde das Dorf Mychajlo-Kozubinske von der russischen Armee besetzt. Am selben Tag drangen russische Soldaten in das Haus ein, in dem Mykytas Familie wohnte. Sie kontrollierten die Ausweise und Handys aller Familienmitglieder und brachten die ganze Familie in den Keller. Die Russen setzten Mykyta und seine Familie psychisch unter Druck. Sie verhörten und folterten die Familie. Nach dem Verhör ließen die Militärs Mykytas Mutter und Bruder frei, während Mykyta an einen unbekannten Ort gebracht wurde.

Später gelang es der Familie von Mykyta, ihn ausfindig zu machen: Mykyta erhielt ihren Brief als er sich vermutlich im Untersuchungsgefängnis Nr. 3 in der Region Belgorod (Russische Föderation) befand. Als Mykytas Anwalt später in diesem Untersuchungsgefängnis eintraf, wurde ihm jedoch mitgeteilt, dass Mykyta nicht mehr dort sei. Seitdem ist sein Aufenthaltsort unbekannt.

Gesundheitszustand
Vor der Gefangenschaft war Mykytas Gesundheitszustand zufriedenstellend. Sein aktueller Gesundheitszustand ist unbekannt.

Stand: Mai 2025

So können Sie Mykyta helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an patenschaften@igfm.de, da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte"). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Russische Botschaft in Deutschland
Botschafter: S. E. Herr Sergej J. Netschajew
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
E-Mail:  info@russische-botschaft.de 

Ombudsfrau der Russischen Föderation
Tatjana H. Moskalkowa
Smolenskij, d. 19, str. 2
119121 Moskau
Russland

Anmerkung: Briefe an die russische Ombudsfrau sollten auf Russisch verfasst werden.  

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Mykyta Buzinov“ 

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa, 

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des ukrainischen Zivilisten Mykyta Buzinov (geb. 26.01.1977) aufmerksam zu machen, der am 4. März 2022 im Dorf Mychajlo-Kozubinske (Region Tschernihiw) unschuldig verschleppt und verhaftet wurde.

Am 4. März 2022 drangen russische Soldaten in das Haus ein, in dem Mykytas Familie wohnte. Sie verhörten und folterten die Familie. Nach dem Verhör ließen die Militärs Mykytas Mutter und Bruder frei, während Mykyta an einen unbekannten Ort gebracht wurde. Er befand sich vermutlich im Untersuchungsgefängnis Nr. 3 in der Region Belgorod (Russische Föderation). Sein aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt.

Besonders beunruhigend empfinde ich die Berichte über Folter und Misshandlungen von Gefangenen in russischen Straflagern und Untersuchungsgefängnissen. Mykyta Buzinov ist ein unschuldiger Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage gefangen gehalten wird. Die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen müssen in vollem Umfang respektiert und geschützt werden. 

 Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen in Russland, insbesondere der verschleppten Ukrainer, einzusetzen. Bitte ermöglichen Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und stellen einen Rechtsbeistand für ihn bereit.  

Hochachtungsvoll 

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