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Pressekonferenz: Syrien. Minderheiten in Gefahr.

Auf der Pressekonferenz beleuchteten die IGFM und die GfbV gemeinsam mit Vertretern der betroffenen Gemeinschaften die prekäre Situation in Syrien nach dem Angriff in der syrischen Provinz Suwaida auf die drusische Bevölkerung.

Rückblick auf unsere Pressekonferenz vom 24. Juli 2025

Massaker in Syrien: Haben Minderheiten wie Drusen oder Christen eine Zukunft in Syrien?

Am 24. Juli 2025 luden die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zur Online-Pressekonferenz ein. Laut Angaben beider Organisationen wurden in der syrischen Provinz Suwaida innerhalb weniger Tage weit über 200 Drusen getötet. Auch andere religiöse Gruppen wie Alawiten und Christen geraten zunehmend ins Visier islamistischer Milizen und bewaffneter Gruppen, die nach dem Sturz des Assad-Regimes die Kontrolle über große Teile des Landes übernommen haben.

Unter der Moderation von Valerio Krüger, Sprecher des IGFM-Vorstands, und Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der GfbV, wurde gemeinsam mit Vertretern der betroffenen Gemeinschaften auf die prekäre Situation in Syrien aufmerksam gemacht. Dabei wurden auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik und Medien vorgestellt. Zahlreiche Journalistinnen und Journalisten folgten der Einladung via Zoom.

Die Pressekonferenz in voller Länge:

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Dr. Maher Tyfour

Deutsch-Druse, lebt seit 2009 in Deutschland.
Unterstützt die GfbV zum Thema Drusen.

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Darin Arndt

Alawitin, lebt seit 2018 in Sachsen-Anhalt.
Geboren in Damaskus.

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Ramzi Aljat

Vorsitzender des Vereins „St. Michael – Verein der orientalischen Christen“

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  • Die Bundesregierung soll die Bedrohungslage von Minderheiten in Syrien offiziell anerkennen und in internationalen Foren thematisieren
  • Gezielte humanitäre Hilfe für Regionen, in denen mehrheitlich Minderheiten leben
  • Direkte Unterstützung in die Infrastruktur, Grundversorgung sowie Gesundheits- und Bildungssystem in Regionen wie Suweida
  • Dezentralisierung und lokale Selbstverwaltung der Gemeinschaften unterstützen
  • Schutzstatus von Exil-Syrern und syrischer Geflüchteter von gefährdeten Minderheiten verbessern
  • Familiennachzug erleichtern
  • Förderung von Projekten zur kulturellen und religiösen Wahrung christlichem und drusischem Kulturerbe in Syrien und der Diaspora

Dr. Kamal Sido

Nahostexperte der GfbV

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  • Appell an den Deutschen Bundestag, einen Untersuchungsausschuss zur Lage in Syrien zu bilden und Transparenz über vergangene deutsche Investitionen in das Land herzustellen
  • Appell an deutsche Journalisten, den politischen Islam nicht zu verharmlosen. Der Islamismus stellt eine große Gefahr für die Demokratie dar.

Hintergrund

Die Lage der religiösen Minderheiten in Syrien spitzt sich dramatisch zu. In den vergangenen Tagen kam es zu einer Welle der Gewalt in der Provinz Suwaida, die überwiegend von Drusen bewohnt wird. Laut übereinstimmenden Berichten von Menschenrechtsorganisationen, lokalen Quellen und internationalen Medien wurden Hunderte Drusen bestialisch getötet, darunter zahlreiche Zivilisten. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte(IGFM) und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) sprechen in diesem Zusammenhang von einer geplanten ethnischen Säuberung.

Verantwortlich dafür ist die islamistische Miliz Hayat Tahrir al-Sham (HTS), die in Syrien die Macht übernommen hat, als auch andere Milizen, die in Wohngebiete eindrangen, medizinische Infrastruktur angriffen und Drohnen gegen lokale Verteidiger einsetzten. In Videos und Augenzeugenberichten wird von Demütigungen, Misshandlungen und gezielten Tötungen berichtet. Auch christliche und alawitische Gemeinden sind betroffen. Die jüngsten Ausschreitungen in Düsseldorf, bei denen Demonstranten aus Syrien und Kurdistan von HTS-Sympathisanten attackiert wurden, zeigen, wie weit diese Spannungen auch auf Europa übergreifen.

Parallel dazu hat das Europäische Parlament eine Resolution zum Schutz von Christen und religiösen Minderheiten in Syrien verabschiedet. Dennoch bleibt die internationale Reaktion insgesamt verhalten – und das, obwohl sich die humanitäre Lage weiter verschlechtert und die lokale Bevölkerung um Schutz bittet.

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