Einsatz für Menschenrechte trotz Bedrohung

Faszinierende Bilder von Militärparaden und Jubelchöre für den Diktator Kim Jong-un werden gerne zur Festigung der Macht und des Ansehens veröffentlicht. Gleichzeit droht Nordkorea seit Jahren wiederkehrend dem Süden mit Atomschlägen. Am 10. Mai 2022 tritt der neue südkoreanische Präsident sein Amt an, kurz vorher feuerte Nordkorea eine ballistische Rakete ab. Die IGFM appelliert an Südkoreas Präsidenten trotz der Drohgebährden den Einsatz für Menschenrechte zu erhöhen.
IGFM: Präsident Yoon Suk Yeol muss Einsatz für Menschenrechte und nordkoreanische Flüchtlinge erhöhen
Frankfurt am Main, 9. Mai 2022 – Vor dem Amtsantritt des neuen südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol am 10. Mai hat Nordkorea erneut eine ballistische Rakete östlich der koreanischen Halbinsel abgefeuert. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) blickt mit Sorge auf das hermetisch abgeschottete Land, in dem die Bevölkerung unter gravierenden Menschenrechtsverletzungen und einer desolaten Nahrungsmittelversorgung zu leiden hat.
Das nordkoreanische Regime hat im Jahr 2021 extreme Maßnahmen ergriffen, um unter „dem Deckmantel der Pandemie“ die Grenzen abzuriegeln, das Reisen im Land sowie die Verteilung von Lebensmitteln und anderen Produkten weiter einzuschränken. Nordkorea ist neben Eritrea das einzige Land, das noch nicht mit einer groß angelegten Impfkampagne gegen COVID-19 begonnen hat und Impfstoffe der WHO bisher ablehnt. Nordkorea-Experten schätzen, dass 63 Prozent der nordkoreanischen Bevölkerung, etwa 16 Millionen Menschen, aktuell an unsicherer und mangelnder Versorgung mit Nahrungsmitteln leiden.
„Südkoreas neuer Präsident Yoon Suk Yeol muss trotz der militärischen Bedrohung durch den Norden den Einsatz für die Menschenrechte und Flüchtlinge aus Nordkorea deutlich erhöhen. China darf nach einer Grenzöffnung durch Nordkorea keine Flüchtlinge zurücksenden, die dort Tod oder Zwangsarbeitslager erwarten. Nordkoreas Diktator Kim Jong-un geht es immer wieder nur darum, militärische Stärke zu suggerieren und Angst zu verbreiten, nur so kann er von der katastrophalen Versorgungslage für die Bevölkerung ablenken, um seine Herrschaft abzusichern. Er nutzt seit über zwei Jahren systematisch die Pandemie als Werkzeug der Unterdrückung. Nordkorea ist ein Terrorstaat, der seine Bevölkerung versklavt hat und nur durch den Schutz von China und Russland bestehen kann“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.