Yashar Rasti

Yashar Rasti wurde am 4. Januar 2023 willkürlich verhaftet.

Yashar Rasti stammt aus Shiraz und gehört der religiösen Minderheit der Baha’i an. Am 4. Januar 2023 wurde er aus willkürlichen Gründen verhaftet. Er ist herzkrank und braucht Beta-Blocker. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt.

Yashar Rasti
Geboren: 1995 in Iran

Verhaftet: 4. Januar 2023

Ort der Festnahme: Shiraz, Iran, an seinem Arbeitsplatz, wobei zuvor sein Haus von einer Einheit der Staatssicherheit gestürmt wurde. Sein Mobilfunkgerät und sein Laptop wurden bei der Verhaftung konfisziert.
Anklage:

Urteil: –

Nach Schwester und Schwager auch Bruder verhaftet

Der 1995 geborene Iraner Yashar Rasti gehört der religiösen Minderheit der Baha’i an. Am 4. Januar 2023 wurde er von Agenten der Staatssicherheit an seinem Arbeitsplatz verhaftet, nachdem eine weitere Einheit der Staatssicherheit ihn zuvor vergeblich in seiner Wohnung im Süden Shiraz aufsuchten. Bisher sind keine Informationen zu den Vorwürfen gegen Yashar Rasti vorhanden. Er hat sich bislang nicht bei seiner Familie melden können.

Yashar Rasti ist nicht das einzige Mitglied der Familie, das unter Verfolgung und Repressionen durch das Mullah-Regime zu leiden hat. Seine Schwester, die Sängerin Aida Rasti, und ihr Ehemann, Bardiya Basiri wurden beide bereits im Jahr 2022 verhaftet. Auch hier sind die Gründe der Verhaftung bislang unklar. Während die Schwester Aida Rasti am 26. Dezember 2022 gegen eine hohe Kaution aus dem Frauengefängnis Qarchak entlassen wurde und auf ihren Gerichtstermin wartet, sitzt ihr Ehemann noch in Untersuchungshaft.

Yashar Rasti hat einen Herzklappenfehler und ist u.a. auf Beta-Blocker angewiesen. Es ist unklar, ob er im Gefängnis die notwendige medizinische Versorgung erhält. Sein Vater hat ihm am Freitag (6. Januar 2023) nach seiner Verhaftung die wichtigsten Medikamente, sowie eine ärztliche Bescheinigung gebracht. Yashar wurde zu diesem Zeitpunkt im Adel Abad-Gefängnis in Shiraz vermutet, bisher gibt es dafür aber noch keine offizielle Bestätigung.

Systematische Verfolgung zum Ausschluss aus der Gesellschaft
Die Bahá’í sind mit über 300.000 Angehörigen die größte nichtmuslimische religiöse Minderheit im Iran. Sie sind im Iran de facto verboten. Die iranische Regierung und konservative muslimische Geistliche sprechen den Bahai sogar das Existenzrecht ab. Bahai sind nach Angaben der IGFM im Iran Opfer vielfacher Verleumdung, staatlicher Hetze, Diskriminierung und Verfolgung.

Seit Jahrzehnten werden Angehörige der Bahai aus willkürlichen Gründen verhaftet und sogar hingerichtet. Im Jahr 2008 wurde das inoffizielle Führungsgremium der Bahai zunächst monatelang ohne Anklage gefangen gehalten und später ohne Urteilsbegründung zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Durch intensive Menschenrechtsarbeit und internationale Proteste reduzierten die iranischen Behörden das Strafmaß später auf 10 Jahre.

So können Sie Yashar helfen:

Post an politische Gefangene ist oft ein wirksamer Schutz gegen Misshandlungen, denn die Post zeigt dem Gefängnispersonal und den Behörden, dass ein Gefangener im Ausland bekannt ist. Den politischen Gefangenen hilft das Wissen, in der Welt nicht vergessen zu sein.

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja sagte der IGFM: „Schreibt Briefe, schreibt an die politischen Gefangenen. Sie freuen sich zum Teil wirklich wie kleine Kinder, wenn sie Post bekommen, man kann es sich kaum vorstellen. Es ist enorm wichtig. Nehmt Euch vor: Einmal in der Woche schreibt jeder eine Karte, damit die Menschen wissen, dass sie nicht vergessen werden“

Deshalb: Schreiben Sie aufmunternde Worte direkt an Yashar Rasti.

To

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Islamischen Republik Iran und den Justizchef in Teheran, Gholamhossein Mohseni-Ejei. Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen:

Iranische Botschaft in Deutschland
Botschafter: Herr Majid Nili Ahmadabadi
Botschaft der Islamischen Republik Iran
Podbielskiallee 65-67
14195 Berlin
E-Mail: info@iranbotschaft.de

Iranischer Justizchef 
Chief Justice Gholamhossein Mohseni-Ejei
The judiciary
Valiasr Avenue, Pastor Avenue, In front of Jami police station
Tehran
Islamic Republic of Iran

Sehr geehrter Herr …,

Hochachtungsvoll

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