Anatolii Vaskivskyi

Der Baumeister Anatolii Vaskivskyi wurde am 21. März 2022 im Dorf Wowtschkiw von russischen Soldaten verschleppt. Heute wird er ohne rechtliche Grundlage in einer Strafkolonie in der russischen Stadt Donskoj festgehalten – Spuren von Folter sind sichtbar.

Spuren von Folter erkennbar bei ukrainischem Zivilgefangenen

Anatolii Vaskivskyi (ru. Анатолий Васьковский)
Geburtsdatum: 04. April 1982

Verschleppt seit: 21. März 2022

Letzter Aufenthaltsort: Dorf Wowtschkiw (Region Kyjiw)

Anatolii Vaskivskyi stammt aus dem Dorf Wowtschikiw und arbeitete vor seiner Gefangenschaft in Russland als Baumeister.  

Verschleppung 

Am 21. März 2022 drangen russische Militärs in das Haus von Anatolii ein. Ohne Erklärung wurde er gewaltsam aus dem Haus geholt und verschleppt. Zunächst war nichts über seinen Aufenthaltsort bekannt.

Derzeit wird er rechtswidrig in einer Strafkolonie in der Stadt Donskoj (Region Tula, Russische Föderation) festgehalten. 

Gesundheitszustand 

Vor seiner Gefangenschaft hatte Anatolii bereits einige gesundheitliche Probleme. Wie sich sein Gesundheitszustand seitdem verändert hat, ist nicht bekannt. Auf der rechten Wange hat er eine Narbe. An seinem rechten Bein befindet sich eine Messernarbe. Nach Angaben seiner Familie ist diese Narbe das Ergebnis der Folter, die Anatolii von den Russen in der Ukraine erlitten hat. 

Stand: Mai 2025 

So können Sie Anatolii helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an patenschaften@igfm.de, da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte"). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Russische Botschaft in Deutschland
Botschafter: S. E. Herr Sergej J. Netschajew
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
E-Mail:  info@russische-botschaft.de 

Ombudsfrau der Russischen Föderation
Tatjana H. Moskalkowa
Smolenskij, d. 19, str. 2
119121 Moskau
Russland

Anmerkung: Briefe an die russische Ombudsfrau sollten auf Russisch verfasst werden.  

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Anatolii Vaskivskyi “ 

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa, 

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des ukrainischen Zivilisten Anatolii Vaskivskyi (geb. 04. April 1982) aufmerksam zu machen, der am 21. März 2022 im Dorf Wowtschkiw, Region Kyjiw, unschuldig festgenommen und verschleppt wurde.

Anatolii wurde gewaltsam aus seinem Haus verschleppt, ohne dass ein Grund genannt wurde. Zunächst war sein Aufenthaltsort unbekannt. Inzwischen ist bekannt, dass er sich in rechtswidriger Haft in einer Strafkolonie in der Stadt Donskoj (Region Tula, Russische Föderation) befindet. Eine offizielle Anklage wurde nie erhoben.

Besonders beunruhigend empfinde ich die Berichte über mögliche Folter, die Anatolii bereits in der Ukraine durch russische Soldaten erlitten hat. Seine Familie berichtet von sichtbaren Spuren, darunter eine Narbe im Gesicht und eine Messernarbe am rechten Bein. Wie sich sein Gesundheitszustand seither entwickelt hat, ist nicht bekannt. Anatolii ist ein unschuldiger Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage gefangen gehalten wird. Die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen müssen in vollem Umfang respektiert und geschützt werden.

Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen in Russland, insbesondere der verschleppten Ukrainer, einzusetzen. Bitte ermöglichen Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und stellen einen Rechtsbeistand für ihn bereit.

Hochachtungsvoll 

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