Politische Patenschaft

Der Bundestagsabgeordnete Andreas Larem (rechts) wird politischer Pate für die iranischen Studenten Amirhossein Moradi (links) und Ali Younesi (mitte). Die Studenten sitzen seit April 2020 willkürlich in Teheran im Gefängnis.
Andreas Larem übernimmt politische Patenschaften
Bundestagsabgeordneter wird Pate für iranische Studenten Ali Younesi und Ali Amirhossein Moradi
Frankfurt am Main / Darmstadt / Teheran, 21 September 2022 – Andreas Larem übernimmt eine politische Patenschaft für Amirhossein Moradi und Ali Younesi, die seit April 2020 willkürlich im Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert sind. Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) setzt sich Larem für die Freilassung der beiden Studenten ein.
Die beiden Studenten Ali Younesi und Amirhossein Moradi wurden im April 2020 in ihren Wohnungen in Teheran festgenommen und sitzen seitdem im berüchtigten Evin-Gefängnis in Haft. Nach über 15 Monaten in Haft wurde im Juli 2021 Anklage wegen „Korruption auf Erden“ gegen die jungen Iraner erhoben. Am 25. April 2022 verurteilte das Revolutionsgericht Teheran die beiden wegen angeblicher „Korruption auf Erden“ sowie „Verschwörung und Propaganda gegen das Regime“ zu jeweils 16 Jahren Gefängnis.
Younesi und Moradi verbrachten mehrere Monate in Einzelhaft, wurden gefoltert und zu Geständnissen gedrängt. Der Zugang zu angemessener hygienischer und medizinischer Versorgung wird den beiden weitestgehend verweigert, so auch, als Younesi sich im Gefängnis mit dem Coronavirus infizierte. Familienbesuche erlaubt das Gefängnispersonal lediglich alle zwei Wochen.
Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, hebt hervor: „Wir freuen uns, dass Andreas Larem sich für die unschuldig inhaftierten Studenten einsetzt. Er setzt damit ein wichtiges Zeichen, nämlich, dass die Menschenrechtsverletzungen des iranischen Regimes nicht ungeachtet und ohne Konsequenzen sind.“
Die islamische Republik Iran missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Angehörige ethnischer, religiöser und politischer Minderheiten sind im Iran vielfacher Diskriminierung ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden, wie die IGFM kritisiert. Insbesondere Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft werden vom iranischen Regime als politisches Druckmittel gegen andere Staaten eingesetzt.

