Iran-Bericht 11. Februar 2026

Im Zeitraum vom 3. Februar 2026 bis zum heutigen 10. Februar haben die islamischen Behörden ihr repressives Vorgehen gegen die Zivilgesellschaft weiter verschärft. Sicherheitskräfte gingen mit zunehmender Härte gegen politische Gegner, Reformbewegungen und friedliche Proteste vor. Parallel dazu wurden die Beschränkungen der Informations- und Pressefreiheit weiter ausgeweitet und gezielte Verhaftungen politisch engagierter Personen intensiviert. Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer liegt inzwischen bei 6.964, darunter 212 Minderjährige. Die britische Zeitung The Guardian berichtet sogar von mehr als 30.000 Getöteten. Angesichts fortdauernder Medienblockaden und eingeschränkter Berichterstattung geht die IGFM davon aus, dass die tatsächliche Opferzahl deutlich über den bislang bestätigten Angaben liegt.

Iran: Tod, Terror und Hinrichtung – Mullahs morden wie Bestien

Am heutigen 11. Februar jährt sich zum 47. Mal der Beginn von Verfolgung, Terror und Hinrichtung durch die islamistische totalitäre Führung der Mullahs. Die IGFM macht deutlich, dass dieses Regime keine Legitimation besitzt und appelliert an die demokratische Staatengemeinschaft, Gespräche mit der säkularen demokratischen Opposition zu führen.

Armin Monsaref

Anfang Februar 2026 wurde Armin Monsaref in seinem Elternhaus in Sardasht (West-Aserbaidschan) festgenommen. Seine veröffentlichten Analysen und Arbeiten erreichten ein breites Publikum aus unterschiedlichen Regionen Irans, darunter auch kurdisch geprägte Gebiete. Momentan sind keine Informationen über Armins Aufenthaltsort bekannt.

Jenny Jasberg übernimmt politische Patenschaft

Die Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Jenny Jasberg übernimmt die politische Patenschaft für den iranischen Demonstranten Erfan Soltani. Ihm wird die Teilnahme an regimekritischen Protesten vorgeworfen. Wegen der angeblichen „Feindschaft gegen Gott“ und „Korruption auf Erden“ drohten ihm die Todesstrafe und die Hinrichtung. Trotz seiner vorläufigen Freilassung bleibt seine Lage angesichts der aktuellen Situation im Iran weiterhin akut gefährdet.

Vanessa Gronemann und Awet Tesfaiesus übernehmen politische Patenschaft

Die hessische Landtagsabgeordnete Vanessa Gronemann sowie die Bundestagsabgeordnete Awet Tesfaiesus übernehmen die politische Patenschaft für den iranischen Arzt Dr. Alireza Golchini. Ihm wird vorgeworfen, Demonstranten medizinisch versorgt zu haben. Wegen angeblicher Spionage und „Krieg gegen Gott“ wurde er inhaftiert und mit der Todesstrafe bedroht. Trotz seiner Freilassung auf Kaution ist sein rechtlicher Status weiterhin unsicher, eine erneute Inhaftierung ist jederzeit möglich.

Mehran Shamloui

Der 37-jährige iranische Christ wurde am 3. Juli 2025 festgenommen. Zuvor war er in die Türkei geflohen, wurde dort aufgegriffen und daraufhin in seine Heimat deportiert. Der Grund für seine Flucht war ein willkürliches Urteil, welches im März 2025 gegen ihn und zwei weitere Christen wegen ihrer Kirchenzugehörigkeit erteilt worden war.

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