Cuba Libre: Demonstration in Berlin

Demonstration am 5. Dezember 2020 für ein freies und demokratisches Kuba. Kubanerinnen und Kubaner weltweit solidarisieren sich in diesen Tagen mit der Bewegung San Isidro aus Havanna, Kuba. Da sich das Künstler-Kollektiv für die Freilassung des Rappers Denis Solís einsetzte, wurden die Männer und Frauen Opfer von Polizeigewalt. Fotos: Michael Leh
Demonstration für ein demokratisches Kuba
Für ein demokratisches Kuba und in Solidarität mit dem Künstlerkollektiv San Isidro fand am 5. Dezember 2020 in Berlin auf dem Potsdamer Platz eine Kundgebung mit vielen Teilnehmern statt. Es sprachen unter anderen der kubanische Schriftsteller und Journalist Amir Valle, das langjährige IGFM-Mitglied Jorge García Vázquez, ehemaliger politischer Gefangener im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen und Aktivist des „Movimiento Cristiano Liberación“, und IGFM-Vorstandsmitglied Michael Leh. Auf Plakaten und Transparenten wurde Freiheit und Demokratie für Kuba gefordert und Solidarität mit der San-Isidro-Bewegung zum Ausdruck gebracht. Neben den Reden und Ansprachen wurde auch gesungen und viel musiziert. Die Veranstaltung wurde von der Dichterin und Dramaturgin Maria del Carmen Ares Marrero organisiert.
Aktuell findet auf Kuba eine neue Welle staatlicher Repression statt. Medienschaffende, Oppositionelle, Menschenrechtler werden gezielt schikaniert, bedroht und verhaftet. Die San-Isidro-Bewegung setzt sich für die Freilassung des kubanischen Rappers Denis Solís ein, der wegen „Missachtung“ eines Polizisten zu acht Monaten Haft verurteilt wurde.
Erschreckend ist auch die Tatsache, dass Tausende Menschen auf Kuba in Vorbeugehaft genommen werden. Derzeit sind etwa 8.400 Kubaner wegen „Gefährdung der Gesellschaft“ inhaftiert, wie der kubanische Menschenrechtsexperte John Suarez in einem Interview berichtete.
IGFM-Vorstandsmitglied Michael Leh hat einige Eindrücke fotografisch festgehalten:







