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Jagd auf Oppositionelle verurteilt

Edmundo González Urrutia, Sieger der venezolanischen Präsidentschaftswahlen von Ende Juli 2024, hat aufgrund der massiven Repression und dem Haftbefehl vom 2. September gegen ihn, das Land verlassen. Foto: IGFM

IGFM verurteilt Jagd auf Opposition und Verletzung des Völkerrechts

Frankfurt am Main / Caracas, 11. September 2024 – Edmundo González Urrutia, Sieger der venezolanischen Präsidentschaftswahlen Ende Juli, musste das Land verlassen, nachdem am 2. September ein Haftbefehl gegen ihn ausgesprochen wurde. Seit Sonntag befindet er sich im Exil in Spanien. Venezolanische Oppositionelle in der argentinischen Botschaft werden von Maduros Sicherheitskräften bedroht. Die Massenverhaftungen, unter anderem auch von Minderjährigen, reißen nicht ab. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt die Jagd auf die Opposition und die Verletzung internationaler Verträge.

„Edmundo González Urrutias Leben war in Gefahr. Die zunehmenden Drohungen, Vorladungen, Haftbefehle und sogar die Erpressungs- und Nötigungsversuche, denen er ausgesetzt war, zeigen, dass das Regime keine Skrupel oder Grenzen kennt, wenn es darum geht, ihn zum Schweigen zu bringen und zu brechen“, ließ Oppositionsführerin María Corina Machado in den sozialen Medien verlauten. Auf der Plattform X sicherte sie den Venezolanern die ungebrochene Kraft der Opposition zu und teilte entschlossen mit, dass González im Januar als rechtmäßiger Präsident vereidigt werde. 

Venezolanische Oppositionelle in argentinischer Botschaft bedroht

Nachdem Argentinien seine Botschaft in Caracas und die Vertretung der argentinischen Interessen in die Obhut Brasiliens übergeben hat, beansprucht Maduro nun die Gebäude, Güter und Dokumente des argentinischen Territoriums in Venezuela für sich. Das Regime kündigte an, den Verwaltungsauftrag der Botschaft an Brasilien einseitig zu widerrufen. In der Botschaft befinden sich mindestens sechs Venezolaner, die vor der staatlichen Verfolgung Schutz gesucht haben. Den Oppositionellen droht unmittelbare Gefahr, da Patrouillen der venezolanischen Geheimdienste und Sicherheitskräfte die argentinische Botschaft in Caracas umstellt haben. Am Wochenende wurde der Zugang blockiert sowie der Strom abgestellt. Mehrere zentral- und südamerikanische Staaten verurteilen das Vorgehen Venezuelas, welches damit internationale Verträge bricht.  

„Die Verletzung der diplomatischen Immunität Argentiniens in Venezuela bezeugt, wie Maduros Regime systematisch grundlegende Menschenrechte sowie das Völkerrecht missachtet“, kommentiert Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der IGFM. Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation fordert das Regime auf, die Verfolgung der Opposition zu beenden, das Wahlergebnis anzuerkennen und das Völkerrecht zu achten.

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2409, 2026

Ukraine/Russland: 28 Jahre Haft für verschleppten ukrainischen Zivilisten

Der ukrainische Ingenieur Kostiantyn Zinovkin ist am 22. September 2026 von einem Militärgericht in Rostow am Don zu 28 Jahren Haft verurteilt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt das Urteil auf das Schärfste und fordert seine sofortige Freilassung.

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

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Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

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