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Solidarität mit iranischen Gefangenen

In den wenigen aus dem Iran kommenden Berichten, die über Umwege ins Ausland gelangt sind, wird von repressiven Maßnahmen gegen politische Gefangene, Demonstrierende und mutmaßliche Regimegegner gesprochen. Zahlreiche Verfahren sollen unter Ausschluss rechtsstaatlicher Standards durchgeführt worden sein. Berichte über Folter, erzwungene Geständnisse und Geheimverfahren häufen sich. Die IGFM veröffentlicht hier regelmäßig kurze Portraits von iranischen Zivilisten, die im Zuge der Iran Revolution 2026 willkürlich festgenommen wurden und u.a. die Hinrichtung droht.

Vor der Vergeltung schützen und Hoffnung schenken


Fokus auf die politischen Gefangenen der Iran Revolution 2026

Seit Beginn der Proteste im Januar 2026 setzen die iranischen Behörden die massive Repressionswelle gegen die Zivilbevölkerung unvermindert fort. „Sicherheitskräfte“ gehen mit äußerster Gewalt gegen Protestierende, mutmaßliche Unterstützer der Protestbewegung sowie unbeteiligte Zivilpersonen vor. Neben tödlicher Gewalt kam es zu mehreren Tausend dokumentierten willkürlichen Festnahmen,  Misshandlungen und Folter in Haft sowie zu beschleunigten Gerichtsverfahren gegen Demonstrierende. Die Todesstrafe wird systematisch als Instrument politischer Einschüchterung und Repression eingesetzt.

Die Menschenrechtslage wird zusätzlich durch weitreichende Internet- und Kommunikationssperren verschärft. Die Internetblockade isoliert die Bevölkerung weitgehend von unabhängigen Informationen und die Dokumentation staatlicher Gewalt ist dadurch erheblich erschwert.

Auf dieser Seite stehen die Schicksale der willkürlich inhaftierten Iranerinnen und Iraner im Fokus, die sich mutig gegen die Unterdrückung des iranischen Regimes stellen. Aufgrund der Internetblockade stehen dabei nicht immer die aktuellsten Informationen über die politischen Gefangenen zur Verfügung.

Aktueller Iran-Bericht

Die IGFM berichtet über die aktuellsten Entwicklungen der Menschenrechtslage im Iran.

Najmeh Amini


Festnahme: Januar 2026
Vorwurf: „Versammlung, Aufruhr und Beleidigung der Heiligen und der Imame“
Urteil: Todesstrafe

In einer Audiobotschaft aus dem Gefängnis „Vakilabad“ in Mashhad (Provinz Razavi Khorasn), die in den sozialen Netzwerken verbreitet wurde, gab Najmeh Amini, eine der bei den Protesten im Januar 2026 Festgenommenen, bekannt, dass sie von der Justiz zum Tode verurteilt worden sei. Die Gerichtsverhandlung zu den Anklagepunkten gegen Najmeh Amini fand im August 2026 vor dem Revolutionsgericht in Maschhad statt. Sie wurde wegen „Versammlung, Aufruhr und Beleidigung der Heiligen und der Imame“ angeklagt.    

Stand: September 2026


Ali Rahimi Rigi

Festnahme: Januar 2026
Vorwurf: „Kriegsführung“ und „Untergrabung der öffentlichen Ordnung“
Urteil: Todesurteil

Das Todesurteil gegen Ali Rahimi Rigi, der im Januar 2026 in Lordegan (Provinz Tschahar Mahal und Bachtiyari) bei den Protesten festgenommen wurde, wurde im Berufungsverfahren bestätigt. Den veröffentlichten Informationen zufolge wurde ihm während des Verfahrens der Zugang zu einem Anwalt verwehrt. Er soll die Anklagepunkte gestanden haben, um seine Freunde und Angehörigen zu schützen. Dem 31-Jährigen wird „Kriegsführung“ und „Untergrabung der öffentlichen Ordnung“ vorgeworfen.  

Stand: September 2026


Omidreza Heidari

Festnahme: 10. Februar 2026
Vorwurf: erfundene Anschuldigungen
Urteil: von der Todesstrafe bedroht

Omidreza Heidari, ein 19-jähriger Student aus Provinz Isfahan, ist aufgrund erfundener Anschuldigungen von der Todesstrafe bedroht. Er wurde am 10. Februar 2026 im Zuge der nationalen Revolution „Löwe und Sonne" bei einem Überfall von in Zivil gekleideten Schlägern des Regimes festgenommen und eine Zeit lang in verschiedenen Haftanstalten festgehalten.  

Stand: September 2026


Motahareh Gonoon

Festnahme: 7. September 2026
Vorwurf: nicht bekannt
Urteil: 21 Monate

Die  Studentin Motahareh Gonoon wurde vom Revolutionsgericht zu 21 Monaten Haft verurteilt, von denen 15 Monate als Höchststrafe vollstreckt werden müssen. Am Montagmorgen, dem 7. September 2026, wurde sie zur Vollstreckung ihrer Freiheitsstrafe ins Gefängnis überführt.   

Stand: September 2026


Siamak Mofidi und Soroush Enayati

Festnahme: 5. September 2026
Vorwurf: nicht bekannt
Urteil: ungeklärt

Die 17-jährigen Siamak Mofidi und Soroush Enayati aus Takab in der Provinz West-Aserbaidschan wurden am Samstag, dem 5. September 2026,  festgenommen und an einen unbekannten Ort in Teheran gebracht. Laut diesem Bericht drangen die Regimekräfte ohne Vorlage eines richterlichen Beschlusses in die Wohnung der beiden Jugendlichen ein, nahmen sie fest und brachten sie zur Vernehmung an einen unbekannten Ort in Teheran . 

Bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts lagen keine Informationen über die Gründe für die Festnahme, die festnehmende Behörde, die erhobenen Vorwürfe und den genauen Aufenthaltsort der beiden vor. Zudem wird ihnen der Zugang zu einem Anwalt sowie das Treffen mit ihren Familien verwehrt. 

Stand: September 2026


Abbas Vahedian Shahroud

Festnahme: nicht bekannt
Vorwurf: nicht bekannt
Urteil: 23 Jahre Haft

Der politische Gefangene hat bereits rund sieben Jahre seiner Strafe verbüßt. Er leidet unter mehreren gesundheitlichen Problemen, darunter Bluthochdruck sowie Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches. Die Kosten für Medikamente und medizinische Behandlung stellen für den dreifachen Vater eine zusätzliche Belastung dar, zumal er außerhalb des Gefängnisses nur von seiner Schwester unterstützt wird, die diese Kosten finanziell nicht tragen kann.  

Stand: August 2026


Hamid Najaran Yazdi

Festnahme: nicht bekannt
Vorwurf: nicht bekannt
Urteil: ungeklärt

Hamid Najaran Yazdi befindet sich als politischer Gefangener im Vakilabad-Gefängnis. Die Dauer seiner Haft ist bislang ungeklärt. Diese Ungewissheit stellt sowohl für ihn als auch für seine Familie eine erhebliche psychische Belastung dar. Zugleich befindet sich seine Familie in einer schwierigen finanziellen Lage und ist dringend auf Unterstützung angewiesen. 

Stand: August 2026


Mahboube Shabani

Festnahme: 2. Februar 2026
Vorwurf: operative Aktivitäten zur Stärkung Israels
Urteil: unklar

Mahboube befindet sich seit ihrer Festnahme auf unbestimmte Zeit im Vakilabad-Gefängnis in Mashhad (Provinz Razavi Khorassan) in Haft. Ihr wird vorgeworfen, operative Aktivitäten zur Stärkung Israels durchgeführt zu haben. Ihr Fall wird derzeit vom Revolutionsgericht in Mashhad geprüft. Aus Protest gegen die schlechten Haftbedingungen, die unbestimmte Dauer des Verfahrens und die mangelnde medizinische Versorgung befindet sie sich seit dem 20. August 2026 im Hungerstreik.

Stand: August 2026


Mohammad Javad Mohammadzadeh Tavasani

Festnahme: Januar 2026
Vorwurf: „Handlungen gegen das System„, „Zusammenarbeit mit ausländischen Medien und feindlichen Gruppen oder Regierungen“, „Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime“
Urteil: Er wird seit fast sechs Monaten ohne gerichtliche Entscheidung im Azbarem-Gefängnis in Lahijan festgehalten

Mohammad Javad Mohammadzadeh Tavasani, ein Student aus Rasht, wurde im Zusammenhang mit den Protesten im Januar 2026 festgenommen. Er wird seit fast sechs Monaten ohne gerichtliche Entscheidung im Azbarem-Gefängnis in Lahijan festgehalten. Sein Fall wird derzeit bei der Staatsanwaltschaft in Lahijan verhandelt. Ihm wird unter anderem „Handlungen gegen das System“, „Zusammenarbeit mit ausländischen Medien und feindlichen Gruppen oder Regierungen“ sowie „Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime“ zur Last gelegt. 

Stand: August 2026


Sima Sabtolham, Nahid Falahati, Saeed Hasani


Festnahme: 23. Juni 2026
Vorwurf: „Propaganda gegen das Regime“
Urteil: insgesamt 14 Jahre Haft

Sima Sabto, eine verheiratete Frau und Mutter zweier Töchter im Alter von 19 und 24 Jahren, wurde am 23. Juni 2026 von Angehörigen der Islamischen Republik in ihrer Wohnung in Schiraz festgenommen. Die Baháʼí-Bürgerin wurde nach ihrer Festnahme mehrfach verhört und wegen Propaganda gegen das Regime angeklagt. 

Am selben Tag wurde auch Nahid Falahati, eine weitere Baha’i-Bürgerin, in Shiraz von den Kräften der Revolutionsgarden (IRGC) festgenommen und in das Adel-Abad-Gefängnis überführt. 

Ebenfalls am 23. Juni 2026 wurde Saeed Hasani in Shiraz von Agenten der Revolutionsgarden der Islamischen Republik festgenommen. Sie durchsuchten seine Wohnung und beschlagnahmten einige seiner persönlichen Gegenstände. Anschließend wurde er in das Adel-Abad-Gefängnis der Stadt überführt und dort in Einzelhaft genommen. Der 37-jährige Bahá’í aus Shiraz war bereits zuvor wegen seiner Aktivitäten festgenommen worden und musste sich einem Gerichtsverfahren stellen. Er wurde im Juni 2016 festgenommen und nach einigen Monaten gegen Kaution freigelassen. 

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts liegen keine Informationen über die Gründe für die Festnahmen oder die Einzelheiten der erhobenen Vorwürfe vor. 

Stand: August 2026


Rozhin Mahmoudi
Festnahme: Januar 2026
Vorwurf: „Störung der öffentlichen Ordnung“
Urteil: 60 Peitschenhiebe

Nachdem Rozhin Mahmoudi gegen die Ermordung ihres Bruders Mahdi Mahmoudi protestiert und in den sozialen Medien Beiträge über die Tat veröffentlicht hatte, wurde gegen sie ermittelt. Sie wurde wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ zu 60 Peitschenhieben verurteilt. Dieses Urteil wurde am 19. Juli 2026 vollstreckt. Die Auspeitschung ist ein Instrument des islamischen Regimes, um Demonstranten zu demütigen und durch körperliche Schmerzen zum Schweigen zu bringen sowie andere einzuschüchtern, die sich gegen die ungerechten Handlungen des Regimes wehren.

Stand: Juli 2026


Parastoo Ahmadi und acht Mitglieder ihres Produktionsteams
Festnahme: Januar 2026
Vorwurf: „verstoß gegen öffentliche Sittlichkeit“
Urteil: jeweils 74 Peitschenhieben zweijährigen Ausreise– und Berufsverbot im künstlerischen Bereich

Die iranische Sängerin Parastoo Ahmadi und acht Mitglieder ihres Produktionsteams, darunter auch Musiker, wurden von einem Strafgericht in der Provinz Qom zu jeweils 74 Peitschenhieben sowie einem zweijährigen Ausreise-und Berufsverbot im künstlerischen Bereich verurteilt. Anlass des Urteils war ein Konzert, das im Dezember 2024 über YouTube ausgestrahlt wurde und bei dem Ahmadi ohne das vorgeschriebene Kopftuch auftrat. Die Justiz wirft den Beteiligten vor, mit der Veröffentlichung des Konzerts gegen die „öffentliche Sittlichkeit“ verstoßen zu haben. Das Urteil stellt einen schweren Eingriff in die Kunst- und Meinungsfreiheit da und ist ein Beweis für die systematische Unterdrückung von Künstlerinnen und Künstlern im Iran.

Stand: Juni 2026


Arghavan Fallahi, Elham Zeraat-Pish,Parnian (Fatemeh) Hashempour, Azadeh Salaki und Negin Kayani
Festnahme: 27. Juni – 4. Juli
Vorwurf: „Propaganda gegen das Regime“ und „Rebellion“
Urteil: insgesamt 14 Jahre Haft

Im Zeitraum vom 27. Juni bis zum 4. Juli wurden mindestens fünf Frauen in politischen und religiösen Verfahren verurteilt. Gegen Arghavan Fallahi wurde wegen angeblicher Rebellion die Todesstrafe verhängt. Vier weitere Frauen – Elham Zeraat-Pish, Parnian (Fatemeh) Hashempour, Azadeh Salaki und Negin Kayani – wurden zu insgesamt 14 Jahren Haft verurteilt. Unter den Verurteilten befinden sich eine Rechtsanwältin, eine Lehrerin, eine Sozialfotografin, eine Absolventin des Studiengangs Gartenbau sowie politische und zivilgesellschaftliche Aktivistinnen. In diesen Verfahren wurden hauptsächlich Anklagepunkte wie „Propaganda gegen das Regime“ erhoben. 

Stand: Juni 2026


Hooman Jokar und Sepideh Kashani
Festnahme: 1. Juli 2026
Vorwurf: Umweltaktivismus
Urteil: unklar

Am 1. Juli 2026 nahmen Regimeschergen den Umweltaktivisten Hooman Jokar und seine Ehefrau Sepideh Kashani in ihrer Wohnung fest. Zudem wurde Sima Kashani, die Schwester von Sepideh Kashani, verhaftet. Im Zuge dessen beschlagnahmten die Beamten alle ihre elektronischen Geräte. Das Ehepaar war bereits zuvor aufgrund seiner Aktivitäten festgenommen worden und musste sich juristisch verantworten.

Stand: Juni 2026


Shahrazad Zamiri
Festnahme: Januar 2026
Vorwurf: unklar
Urteil: unklar

Shahrazad ist eine Mitarbeiterin von Faraja – dem Polizeikommando der Islamischen Republik Iran – und wurde im Zusammenhang mit den Protesten im Januar 2026 festgenommen. Seitdem wird sie ohne Anklage im Gefängnis von Vekilabad in Mashhad festgehalten. Seit zwei Monaten wurde ihr jeglicher Kontakt mit ihrer Familie verwehrt.

Stand: Juni 2026


Mahnam Nawab Safavi
Festnahme: Januar 2026
Vorwurf: „Kriegsführung“, „Propaganda gegen das Regime“ und „Zerstörung öffentlichen Eigentums“
Urteil: Todesstrafe

Mahnam aus Isfahan gehört zu den Personen, die im Januar 2026 während der Proteste festgenommen worden sind. Derzeit befindet er sich in Haft im Dasgrid-Gefängnis in Isfahan. Am 20. Juni 2026 wurde ihm das Todesurteil mitgeteilt. Angeklagt war er wegen „Kriegsführung“, durch „Zerstörung öffentlichen Eigentums“ und „Propaganda gegen das Regime“. Die IGFM hat erfahren, dass das Geständnis des regimekritischen Rappers erzwungen wurde und die Verhandlungen in Abwesenheit stattfand.

Stand: Juni 2026


Maziar Aryanfar
Festnahme: unklar
Vorwurf: unklar
Urteil: unklar 

Maziar wurde verletzt, als ihn die Truppen des Regimes in Teheran festnahmen. Es gibt aktuell keine Informationen über seinen Aufenthaltsort oder seinen Gesundheitszustand.

Stand: Juni 2026


Arman, Rahman und Saman Kiani Vafa
Festnahme: 25.02.2026
Vorwurf: unklar
Urteil: Todesstrafe droht

Die aus Sahin City stammenden Brüder Arman, Rahman und Saman Kiani Vafa sind seit dem 25. Februar 2026 im Zentralgefängnis von Isfahan (Dashtgard) in Haft und müssen die Todesstrafe fürchten.

Stand: Juni 2026


Farideh Abdi Yazdi
Festnahme: 16.05.2026
Vorwurf: unklar
Urteil: unklar

Farideh hat ihren Wohnsitz in Shahin City in der Provinz Isfahan und wurde am 16. Mai 2026 in dieser Stadt festgenommen. Nach ihrer Festnahme wurde sie in das Staatsgefängnis in Isfahan verlegt. Der aktuelle Stand ihres Verfahrens ist weiterhin unklar. Darüber hinaus wird der an Diabetes und einer Schilddrüsenunterfunktion erkrankten Bahá’í-Bürgerin eine angemessene fachärztliche Versorgung verweigert. 

Stand: Juni 2026


Seyed Mohammadreza Rezavi Fard
Festnahme: keine Angaben
Vorwurf: „Propaganda gegen die nationale Sicherheit des Landes“
Urteil: 10 Jahre Haft 

Seyed wurde von der ersten Kammer des Revolutionsgerichts im Qom zu zehn Jahren Haft verurteilt. Laut Informationen, die der IGFM vorliegen, wurde das Urteil kürzlich wegen „Propaganda gegen die nationale Sicherheit des Landes“ verhängt.

Stand: Juni 2026


Arash Moghani
Festnahme: 8.01.2026
Vorwurf: Anführung des Protests
Urteil: unklar

Arash wurde am 8. Januar 2026 in der Provinz Razavi Khorasan in Mashhad von Unbekannten entführt und wird im Vakil-Abad-Gefängnis festgehalten. Ihm wird vorgeworfen, „Proteste angeführt“ zu haben. Als seine Familie ihn besuchen durften, waren sie von den Spuren der Folter, wie den ausgeschlagenen Zähnen schokiert.

Stand: Juni 2026


Abolfazl Chamani
Festnahme: 01.Juni.2026
Vorwurf: unklar
Urteil: unklar

Der Mathematik-Student Abolfazl Chamani wurde am Montag, dem 1. Juni 2026, von Regimeschergen festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht. Bis jetzt liegen keine Informationen über den Aufenthaltsort, die Gründe für die Festnahme oder die gegen ihn erhobenen Vorwürfe vor.

Stand: Juni 2026


Ashraf Mohammadi Najafabadi
Festnahme: Januar 2026
Vorwurf: unklar
Urteil: unklar

Ashraf wurde am 19. Feburuar 2026 vom Geheimdienst der Revolutionsgarden (IRGC) festgenommen, als sie von der Gedenkfeier zum vierzigsten Tag nach dem Tod von Mohammad Mohammadi zurückkehrte. Mohammad Mohammadi war einer der Demonstranten, die bei den Protesten im Januar 2026 in Najafabad getötet worden waren. Nach der Festnahme wurde Ashraf in eines der Haftzentren des Geheimdienstes der Revolutionsgarden gebracht und nach Abschluss der Verhöre in das Dowlatabad-Gefängnis in Isfahan verlegt. Die Umweltaktivistin ist seitdem dort in Haft.

Stand: Juni 2026


Mahsa und Mandana Sotoudeh
Festnahme: 29.03 & 01.04. 2026
Vorwurf: unklar
Urteil: unklar

Die Schwestern Mahsa und Mandana Sotoudeh leben in Shiraz und gehören der Minderheit der Bahá’í an. Mahsa wurde am Sonntag, dem 29. März 2026, in ihrem Haus in Shiraz von den Geheimpolizisten der Revolutionsgrade festgenommen. Drei Tage später, am 1. April 2026, wurde auch ihre Schwester Mandana verhaftet. Seit ihrer Festnahme weiß die Familie nach wie vor nichts über den Stand des Verfahrens gegen die Schwestern oder die gegen sie erhobenen Vorwürfe. Laut Informationen der IGFM wird den beiden Frauen das Recht auf Familienbesuche verweigert und sie dürfen nicht telefonieren.

Stand: Juni 2026


Reza Babrnezhad
Festnahme: unklar
Vorwurf: angebliche Mitgliedschaft in regimekritischen Gruppen und vermeintlicher Propaganda gegen das Regime.
Urteil: 5 Jahre Haft

Reza wurde vom Strafgericht des Bezirks Quachan in der Provinz Razavi- Khorasan zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt sechs Jahren verurteilt: fünf Jahre wegen Mitgliedschaft in regimekritischen Gruppen und ein Jahr wegen Propaganda gegen das Regime. Gemäß des islamischen Strafgesetzbuchs wird die höhere Strafe von fünf Jahren Haft vollstreckt. Sein Bruder Mehdi Babrenezhad wurde 2022 Opfer der landesweiten Proteste.

Stand: Juni 2026


Mohammad Rigi
Festnahme: 12.05.2026
Vorwurf: unklar
Urteil: unklar

Mohammad ist Einwohner von Iranshahr in der Provinz Sistan und Belutschistan und wurde am 12. Mai 2026 festgenommen. Er befindet sich seitdem in Haft. Bislang liegen keine Informationen über seinen Verblieb vor.

Stand: Juni 2026


Yashar Darol-Shafa
Festnahme: 1. Juni 2026
Vorwurf: unklar

Am Morgen des 1. Juni 2026 nahmen staatliche Kräfte den Aktivisten Yashar Darol-Shafa ohne richterlichen Haftbefehl in seinem Elternhaus fest. Die zivilen Beamten durchsuchten zudem seine Wohnung. Bis heute liegen keine Informationen über die Gründe für die Festnahme oder seinen Haftort vor. Yashar Darol-Shafa war bereits zuvor wegen seiner Aktivitäten inhaftiert worden.

Stand: Juni 2026


Samira Norouz-Nasseri
Festnahme: 1. Juni 2026
Vorwurf: unklar

Samira wurde auch am Morgen des 1. Juni 2026 von Regimekräften ohne Haftbefehl festgenommen. Die Beamten durchsuchten zudem die Wohnung der Regisseurin in Teheran. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegen der IGFM keine Informationen über ihren Haftort, die Gründe für ihre Festnahme oder die gegen sie erhobenen Vorwürfe vor.

Stand: Juni 2026


Mehran Ansari
Festnahme: –
Vorwurf: Propaganda gegen das Regime

Mehran ist ein angesehener Anwalt und Mitglied der Anwaltskammer der Provinz Fars. Er wurde vom Revolutionsgericht in Schiraz zu einem Jahr Haft verurteilt. Der Anwalt wurde wegen Propaganda gegen das Regime verurteilt. Mehdi Ansari, ebenfalls Mitglied der Anwaltskammer der Provinz Fars und Cousin von Mehran Ansari, wurde kürzlich vom Revolutionsgericht in Schiraz zu fünf Jahren Haft und einem zweijährigen Reiseverbot verurteilt.

 Stand: Juni 2026


Assoo Keikhusravi
Festnahme: Januar 2026
Vorwurf: unklar

Der 17-Jährige Assoo wurde im Januar 2026 in Javanrud (Provinz Kermanshah) ohne richterlichen Haftbefehl festgenommen. Mehr als vier Monate nach seiner Festnahme gibt es immer noch keine Informationen über seinen Aufenthaltsort, seinen Gesundheitszustand oder den Stand des Gerichtsverfahrens. Die Regime- und Justizbehörden weigern sich, seiner Familie eine klare Antwort zu geben. Die Tatsache, dass Assoo Keikhusravi der Zugang zu einem Anwalt, zu Telefonaten und zu Besuchen verwehrt wird, verstärkt die Sorgen seiner Familie.

Stand: Mai 2026


Bahār Sahraiyan
Festnahme: 15. April 2026
Vorwurf: Propaganda gegen das Regime

Die Rechtsanwältin und Mitglied der Anwaltskammer von Provinz Fars Bahār Sahraiyan wurde am Samstag, dem 15. April 2026, am Revolutionsgericht von Schiraz festgenommen und in die Frauenabteilung des Adel-Abad-Gefängnisses überführt. Anschließend wurde sie zur Staatsanwaltschaft gebracht und unter anderem wegen „Handlungen gegen die nationale Sicherheit” und „Propaganda gegen das Regime” angeklagt.

Stand: Mai 2026


Sara Sepahri
Festnahme: April 2026
Vorwurf: unklar

Sara ist eine in Schiraz lebende Baháʼí. Sie befindet sich mehr als einen Monat nach ihrer Festnahme weiterhin im Adel-Abad-Gefängnis. Trotz körperlicher Beschwerden wird ihr eine angemessene medizinische Versorgung verweigert. Eine gut informierte Quelle aus dem Umfeld der Familie bestätigte diese Nachricht und erklärte: „Sara Sepahri wird seit 47 Tagen im Adel-Abad-Gefängnis in Shiraz in Isolationshaft gehalten. Während dieser Zeit erlitt sie eine Magenblutung und ihre Augenerkrankung hat sich durch den Stress langwieriger Verhöre verschlimmert. Der fehlende Zugang zu angemessenen Medikamenten und Behandlungen hat in den letzten Wochen zu einer weiteren Verschlechterung ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit geführt. Sie benötigt daher dringend fachärztliche Betreuung und eine Verlegung in eine medizinische Einrichtung außerhalb des Gefängnisses."

 Stand: Mai 2026


Arshia Gheysar Beigi
Festnahme: 5. Mai 2026
Vorwurf: Moharebeh, Korruption

Arshia, aus Sarableh in der Provinz Ilam, wurde von Sicherheitskräften gewaltsam festgenommen. Ihm werden „Moharebeh“ (Krieg gegen Gott) und „Korruption auf Erden“ vorgeworfen. Er wird in Einzelhaft festgehalten und erhält keine angemessene medizinische Versorgung.

Stand: Mai 2026


Leila Jafarlu
Festnahme: 25. April 2026
Vorwurf: unklar

Die Bürgerrechtlerin (35) aus Zanjan (Province Zanjan) wurde von Regimeschergen festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht. Seitdem gibt es keine offiziellen Informationen über ihren Verbleib oder ihre Gesundheit. Leila war bereits im Januar 2022 während der „Frau, Leben, Freiheit“-Proteste festgenommen worden. Sie wurde rund 40 Tage in Einzelhaft gehalten und nach ihrer Freilassung gegen Kaution wegen Propaganda gegen das Regime und der Weitergabe vertraulicher Dokumente zu drei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Stand: Mai 2026


Javad Alikordi
Festnahme: 12. Dezember 2025
Urteil: 10 Jahre Haft

Javad ist Rechtsanwalt und lebt in Sabzevar (Provinz Razavi-Chorasan). Er war am Abend des 12. Dezembers 2025 festgenommen worden, nachdem er ein Protestvideo veröffentlicht hatte, in dem er sich auf die massenhaften Festnahmen von Teilnehmenden der Gedenkfeier zum siebten Todestag seines Bruders Khosrow Alikordi bezog. Sein Bruder war Rechtsanwalt und starb unerwartet unter verdächtigen Umständen, während er sich gegen das Regime engagierte. Javad wurde zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt.

 Stand: Mai 2026


Hojjat Mirza’i
Festnahme: 1. Februar 2026
Vorwurf: unklar

Hojjat wurde festgenommen, nachdem man ihn mehrfach aufforderte, sich auf dem Basar in der Nähe seines Wohnortes in Teheran einzufinden. Der Grund dafür ist nicht bekannt. Informationen zufolge wird er in einem Revolutionsgericht festgehalten, seiner Familie wurde mitgeteilt, dass er sich in vorläufiger Haft befindet. Sein aktueller Aufenthaltsort und die Anklagepunkte gegen ihn sind nicht bekannt.

Stand: Mai 2026


Arian Movafaghi
Festnahme: 14. Januar 2026
Vorwurf: Moharebeh

Arian war zum Zeitpunkt seiner Festnahme 17 Jahre alt. Beamte durchsuchten gewaltsam sein Haus in Borujerd. Er wird derzeit im Khorramabad Gefängnis festgehalten. Man wirft ihm „Moharebeh“ (Krieg gegen Gott) vor, bei einer Verurteilung droht ihm die Hinrichtung.

Stand: Mai 2026


Venus Hosseini Nezhad
Festnahme: 15. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht

Venus gehört der Minderheit der Bahái an, die im Iran vielfach verfolgt werden. Sie wurde an ihrem Arbeitsplatz grundlos festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht. Man zwang sie zu einem Geständnis, nun droht ihr die Todesstrafe. Weitere Informationen sind derzeit nicht bekannt.

 Stand: Mai 2026


Erfan Nabiyan
Festnahme: 24. Februar 2026
Urteil: Todesstrafe droht

Erfan wird seit seiner Festnahme jeglicher Kontakt mit seiner Familie verwehrt. Zu den Vorwürfen gegen ihn zählen u.a. „Anstiftung zum Mord“, „Gefährdung der nationalen Sicherheit“, „Propaganda gegen das System“ und „Beleidigung religiöser Heiligtümer“. Erfan droht die Hinrichtung, derzeit sind keine Informationen zu seiner Gesundheit, seinem Aufenthaltsort oder dem Stand des Verfahrens bekannt.

Stand: Mai 2026


Amir Hossein Azar Pira
Festnahme: Ende Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht

Amir Hossein ist ein bekannter Friseur und Ringer aus Zarrinshahr bei Isfahan. Er wurde Ende Januar festgenommen, als Beamte seine Wohnung durchsuchten. Nach seiner Festnahme wurde er in ein Lagerhaus gebracht und dort qualvollen Folterungen ausgesetzt; seine Verletzungen im Gesicht waren so schwerwiegend, dass seine Angehörigen ihn nicht wiedererkannten. Amir Hossein wird „Kriegsführung gegen den Staat" vorgeworfen, ihm droht die Todesstrafe. Das Recht auf ein faires Verfahren wird ihm verwehrt. 

 Stand: Mai 2026


Ghazal Ghalandari
Festnahme: 1. Februar 2026
Vorwurf: unklar

Die Jugendliche aus Yasudsch in der Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad wurde von Geheimdienstkräften festgenommen. Zwölf Beamte in Zivil, deren Gesichter verdeckt waren, drangen ohne Durchsuchungsbefehl in das Haus ihres Vaters ein. Bis heute hat ihre Familie keine Informationen über ihren Aufenthaltsort.

Stand: Mai 2026


Mohammad Zeyghami
Festnahme: nicht bekannt
Vorwurf: Moharebeh

Mohammad wurde wegen „Moharebeh” (Krieg gegen Gott) verurteilt. Die Behörden informierten die Angehörigen darüber, dass sie sich bei ihnen melden würden, um seine Leiche zu übergeben. Sollte die Familie den Fall jedoch weiterverfolgen, drohte das Regime damit, den einzigen Bruder des Gefangenen zu töten.

Stand: Mai 2026


Abbass Niyo
Festnahme: 8. oder 9. Januar 2026
Urteil: unklar

Abbass wurde im Januar während der landesweiten Proteste in Azadschahr (Provinz Golestan) festgenommen. Er wurde von Mitgliedern des Regimes schwer gefoltert und zu einem Geständnis gezwungen. Dabei verlor er mehrfach das Bewusstsein. Er befindet sich derzeit in der Jugendstrafanstalt von Golestan.

Stand: Mai 2026


Morteza Ebrahimi
Festnahme: 8. Januar 2026
Vorwurf: unklar

Morteza verschwand am Abend des 8. Januar 2026, seitdem gibt es kein Lebenszeichen von ihm. Seine Mutter verlässt das Haus nicht mehr, in der Hoffnung, dass er zurückkehrt. Die IRGC-Offiziere (Islamische Revolutionsgarde bzw. das Korps der Islamischen Revolutionsgarde) geben der Familie widersprüchliche Auskünfte und seinde Angehörigen erhalten verdächtige Anrufe.

Stand: April 2026


Aida Azimi Jozani
Festnahme: 28. Dezember 2025
Vorwurf: unklar

Aida aus Fardis, Karadsch, verließ am 28. Dezember 2025 um 19 Uhr ein Café in Teheran und wurde von mehreren Beamten in Zivil festgenommen. Nach einmonatiger Suche erfuhr die Familie, dass Aida sich in Shahr-e Rey (Provinz Teheran) in Quarantäne befindet. Obwohl eine Kaution für ihre Freilassung hinterlegt wurde, gibt es immer noch keine Nachrichten von ihr.

Stand: April 2026


Amir-Mohammad Mojallal Chobari
Festnahme: 2. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht

Amir-Mohammad wurde in Teheran festgenommen und wird seitdem im Rajaei-Shahr-Gefängnis in Karadsch (Provinz Alborz) festgehalten. Ihm droht die Todesstrafe, weil ihm „versuchter vorsätzlicher Mord durch den Versuch, Sicherheitskräfte zu überfahren“ vorgeworfen wird. Sein Vater ist Arbeiter, seine Mutter Hausfrau. Zuvor hatte ein Anwalt in diesem Fall von der Familie 6.000 Euro Honorar verlangt, um die Erteilung eines Hinrichtungsbefehls zu verhindern. Die Eltern konnten jedoch nur 1.000 Euro aufbringen. Seitdem hat der Anwalt nicht mehr reagiert.

Stand: April 2026


Benyamin Naghdi
Festnahme: 3. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht

Benyamin sah sich kurz nach seiner Festnahme mit der Veröffentlichung eines Videos konfrontiert, in dem seine „Geständnisse“ in den staatlichen Medien gezeigt wurden. Geständnisse, die laut Informationen der IGFM unter Missachtung grundlegender Rechte und unter katastrophalen Haftbedingungen erzwungen wurden.

Stand: April 2026


Fariba Ghahremani
Festnahme: 19. Februar 2026
Vorwurf: Todesstrafe droht

Die Tante von Arsalan Ghahremani, der bei den landesweiten Protesten in Teheran getötet wurde, wurde in der Stadt Divandareh in der Provinz Kurdistan von Agenten der Islamischen Revolutionsgarde festgenommen. Trotz wiederholter Nachfragen gibt es nach wie vor keine Informationen über ihren Verbleib.

Stand: April 2026


Reza Amanifar
Festnahme: 4. April 2026
Vorwurf: unklar

Der Lehrer wurde durch Agenten der Islamischen Republik in Bushehr festgenommen. Bislang liegen keine Informationen darüber vor, was ihm vorgeworfen wird oder wo er inhaftiert ist.

Stand: April 2026


Zohreh Javani
Festnahme: Dezember 2025
Vorwurf: unklar

Die Rechtsanwältin, die auch Mitglied der Anwaltskammer von Teheran ist, wurde während der Proteste im Dezember festgenommen. Über die Festnahme wurde in den Fachmedien der Anwaltskammern berichtet, jedoch wurden bisher keine Details zu den Umständen bekannt gegeben. Bisher liegen keine Informationen über ihre Verhaftung, den Haftort oder die Gründe für die Maßnahme vor.  

Stand: März 2026


Mikaeil Salehi
Festnahme: 8. Januar 2026
Vorwurf: unklar

Mikaeil arbeitete als Friseur und Tätowierer und wurde in Ahwaz (Provinz Khuzestan) festgenommen. Seitdem gibt es keine Nachrichten von ihm. Seine Familie und Freunde machen sich große Sorgen um seine Sicherheit und sein Wohlergehen.

Stand: März 2026


Zahra Hojjat
Festnahme: unklar
Urteil: unklar

Die Leiterin des Rehabilitationszentrums „Hamdam“ in Mashhad (Provinz Razavi Khorasan) wurde geschlagen und festgenommen, weil sie gegen Forderungen der Revolutionsgarden protestiert hatte. Laut Berichten forderten die Revolutionsgarden bei ihrer Ankunft im Rehabilitationsinstitut „Hamdam“ in Mashhad, das behinderte und verwaiste Mädchen betreut, die Unterbringung von etwa 50 Angehörigen der Revolutionsgarden in der Einrichtung. Daraufhin protestierte Zahra gegen die Stationierung von Militärkräften in einer zivilen Einrichtung. Bislang liegen keine Informationen über ihre Gesundheit oder ihren Verbleib vor.

Stand: März 2026


Mohammad Hossein Shokri
Festnahme: 7. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht

Mohammad war 16 Jahre alt, als er in Teheran von den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) grundlos festgenommen wurde. Er arbeitete zu dem Zeitpunkt auf der Straße, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nun droht ihm die Todesstrafe.

Stand: März 2026


Tara und Kimia Davoudi
Festnahme: 14. Januar 2026
Vorwurf: unklar

Die Absolventinnen Tara (Vermessung, Universität Isfahan) und Kimia (Rechtswissenschaften, Razi-Universität Kermanshah) wurden in Teheran nach einem gewaltsamen Übergriff festgenommen. Seitdem liegen keine Informationen über die festnehmende Behörde, ihren Haftort oder die Haftbedingungen vor. Die Familien und Angehörigen der beiden Schwestern befinden sich weiterhin in völliger Ungewissheit.

Stand: März 2026


Abdulfattah Khayyer
Festnahme: 13. Februar 2026
Vorwurf: unklar

Abdulfattah war 14 Jahre alt, als er im Bezirk Bastak (Provinz Hormozgan) festgenommen wurde. Sein Vater war bereits während der Proteste 2022 verhaftet worden. Es gibt keine Informationen zu seiner Haftstrafte oder seinem Gesundheitszustand.  

Stand: März 2026


Najmeh (Sheyda) Nikouyi
Festnahme: 10. Januar 2026
Vorwurf: unklar

Die Grafikdesignerin (28) wurde in der Stadt Qouchan in der Provinz Razavi-Chorasan festgenommen und befindet sich derzeit im dortigen Gefängnis in Haft. Nach Informationen der IGFM steht sie in Kontakt mit ihrer Familie, die sie besuchen durfte. Trotz wiederholter Nachfragen wurden der Familie die genauen Vorwürfe nicht mitgeteilt. Die Beamten hätten lediglich auf das Vorhandensein einiger Videos auf ihrem Mobiltelefon hingewiesen, aber keine konkreten Erklärungen zur Art der Vorwürfe oder zum Stand des Verfahrens gegeben.

Stand: März 2026


Mahmoud und Hossein Bagheri
Festnahme: 14. Februar 2026 / 21. Februar 2026
Vorwurf: unklar

Der Lehrer Mahmoud Bagheri, der bereits seit 25 Jahren den Lehrberuf ausübt, wurde in seinem Haus in der Stadt Hengam in der Provinz Hormozgan festgenommen.
Darüber hinaus wurde sein Sohn Hossein Bagheri trotz einer Erkrankung und einer Operation am Kopf am 21. Februar festgenommen. Die Familie macht sich große Sorgen, da sie keine Informationen über den Aufenthaltsort und Zustand von Vater und Sohn erhält.

Stand: März 2026


Hadis Naseri
Festnahme: 9. Januar 2026
Urteil: unklar

Hadis wurde in Minab in der Provinz Hormozgan festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, bei den Protesten eine „führende Rolle“ gespielt zu haben. Über ihren Aufenthaltsort gibt es nach wie vor keine Informationen.

Stand: März 2026


Parnian Khodabakshi
Festnahme: 28. Februar 2026
Vorwurf: unklar

Die Studentin (20) der Fakultät für Werkstofftechnik und -wissenschaften an der Sharif-Universität in Teheran, wurde am 28. Februar festgenommen. Sicherheitskräfte hatten zuvor ihre Wohnung gestürmt. Sie wurde zur Festnahme ausgeschrieben, nachdem Kanäle der staatlichen Basiji-Milizen ihre Identität und Foto veröffentlicht hatten.

Stand: März 2026


Mobin Baziyar
Festnahme: 29. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht

Mobin hat eine Hörbeeinträchtigung und arbeitete in einer Autowerkstatt. Er wurde gewaltsam von seinem Arbeitsplatz in Rasht (Provinz Gilan) entführt. Berichten zufolge werden schwerwiegende Anklagen wie „Moharebeh“ (Krieg gegen Gott) gegen ihn vorgebracht, wodurch ihm die Todesstrafe droht. Er kann sich nicht verteidigen und hat keinen Zugang zu einem unabhängigen Anwalt. Ein faires Verfahren gibt es nicht.

Stand: Februar 2026


Diana Taherabadi
Festnahme: 8. Januar 2026
Urteil: Hinrichtung

Diana Taherabadi (16) wurde am 8. Januar 2026 in Gohardasht (Karaj) festgenommen, direkt aus ihrem Bett heraus. Später wurde der Familie mitgeteilt, dass die Todesstrafe möglicherweise verhängt werden könne, weitere Informationen erhielt die Familie nicht.

Stand: Februar 2026


Mohsen Ahourani
Festnahme: 11. Februar 2026
Vorwurf: unklar

Zivilbeamte des Geheimdienstes der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) durchsuchten die Wohnung des Belutschen Mohsen Ahourani (19) im Gebiet Sarkur, Bezirk Sarbaz, in der Provinz Sistan und Belutschistan. Die Regimeschergen verhafteten ihn, ohne einen richterlichen Haftbefehl vorzulegen oder die Anklagepunkte mitzuteilen. Seitdem gibt es keine Informationen über seinen Haftort oder seine Gesundheit.

Stand: Februar 2026


Taymaz Aagh
Festnahme: 3. Januar 2026
Vorwurf: unklar

Taymaz war 16 Jahre alt, als er in der Provinz Gonbad-e-Kavous in Golestan verhaftet wurde. Grund dafür waren einige kritische Beiträge, die Taymaz auf seinem Instagram-Account gepostet hatte. Er wurde gefoltert und stundenlang an den Füßen aufgehängt. Ihm wird vorgeworfen, Proteste angeführt zu haben und im Besitz von Schusswaffen zu sein. Seine Folterer forderten ihn auf, ihnen die Namen anderer Demonstranten zu nennen, was er jedoch ablehnte. Seitdem sitzt er ohne fairen Prozess im Gefängnis.

Stand: Februar 2026


Anna Barani
Festnahme: 11. Februar 2026
Vorwurf: unklar

Anna (23), eine Bloggerin, wurde zum Informationsschalter vorgeladen und unter Druck gezwungen, ein erzwungenes Geständnis abzulegen. Noch bevor ein Urteil gefällt wurde, wurden ihre persönlichen Vermögenswerte beschlagnahmt und ihr eine Geldstrafe von 500 Millionen Tomans (umgerechnet 680 Euro) auferlegt. Die letzte von ihr veröffentlichte Nachricht lautete: „Bitte helft mir, ich habe große Angst vor dem Gefängnis.“

Stand: Februar 2026


Shayan Hadian
Festnahme: unklar
Urteil: Todesstrafe droht

Shayan (17) ist ein junger Student und Boxer aus Isfahan. Er wurde wegen angeblichen Raubes verhaftet. Ihm droht die Hinrichtung.

Stand: Februar 2026


Aida Koushki
Festnahme: 2. Februar 2026
Vorwurf: unklar

Die Englischlehrerin (23) wurde in Shahadabad in der Provinz Kermanshah verhaftet. Seitdem liegen keine Informationen über ihren Haftort, ihren Gesundheitszustand oder ihren rechtlichen Status vor.

Stand: Februar 2026


Mohammad Reza Abdollahpour
Festnahme: unklar
Urteil: Todesstrafe droht

Mohammad (28), Anästhesietechniker am Atiyeh-Krankenhaus und in der Saadat-Abad-Klinik in Teheran, wurde festgenommen, als er einem Verletzten geholfen hatte. Nun droht ihm die Hinrichtung. Er hat keine Familie, die sich um seinen Fall kümmern kann.

Stand: Februar 2026


Shervin Bagherian Jabali
Festnahme: unklar
Urteil: Todesstrafe

Das Mullah-Regime hat Shervin (18) aus Isfahan verhaftet, weil er an landesweiten Protesten teilgenommen hatte. Er wurde vor eine Kamera gestellt und dazu gezwungen, ein falsches Geständnis abzulegen. Vor der Kamera sagte ihm ein Söldner des Regimes: „Das Urteil lautet ‚Moharebeh’.“ Shervin fragte: „Was bedeutet Moharebeh?” Als er das Wort „Hinrichtung“ hörte, begann er zu schluchzen.

Stand: Februar 2026


Negin Khaksar
Festnahme: 12. Januar 2026
Vorwurf: unklar

Die junge iranische Pianistin wurde von bewaffneten Einheiten des islamischen Regimes festgenommen, da sie an Protesten gegen das Regime teilgenommen hatte. Erst einen Tag nach ihrer Festnahme durfte sie ihre Familie anrufen. Seitdem ist unklar, wo sie sich befindet und was mit ihr geschehen ist. Besorgniserregend ist, dass Negin aufgrund ihrer Schilddrüsenerkrankung regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sie aber nach den vorliegenden Informationen weiterhin keinen Zugang zu diesen hat.

Stand: Februar 2026


Mohammad Amin Biglari
Festnahme: 8. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht

Mohammad (19) wurde am 8. Januar festgenommen, seitdem hat seine Familie keine Informationen über seinen Aufenthaltsort oder Gesundheit erhalten. Unbestätigten Berichten zufolge soll er zum Tode verurteilt worden sein.

Stand: Februar 2026


Shakila Ghasemi
Festnahme: 2. Februar 2026
Vorwurf: unklar

Shakila (26) gehört der religiösen Minderheit der Bahá’í an. Kräfte der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) entführten sie aus ihrem Haus in Kerman und brachten sie an einen unbekannten Ort. Während der Razzia beschlagnahmten die Beamten persönliche Gegenstände von Shakila und ihren Eltern, darunter Laptops und Telefone. Über die Vorwürfe oder ihren aktuellen Aufenthaltsort ist nichts bekannt.

Stand: Februar 2026


Ashkan Talebi
Festnahme: unklar
Urteil: Hinrichtung

 Über Ashkans (22) Festnahme und Verurteilung ist nichts näheres bekannt. Eines Tages rief er seine Mutter an und sagte ihr, dass sein Todesurteil gefällt worden sei. Er hat keinen Vater und ist der einzige Ernährer sowie das Oberhaupt seiner Familie. Die IGFM fürchtet nun zusammen mit seiner Familie um sein Leben.

Stand: Februar 2026


Iman Hosseini
Festnahme: unklar
Vorwurf: unklar

Iman (17) wurde in Sirjan (Provinz Kerman) verhaftet, mehr ist über seine Festnahme nicht bekannt. Er konnte nur kurz mit seinem Vater telefonieren und sagte: „Papa, hol mich schnell hier raus.“ Seitdem hat seine Familie nichts mehr von ihm gehört.

Stand: Februar 2026


»Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.«

Art. 9 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte


Die IGFM setzt sich seit ihrer Gründung 1972 für die weltweite Achtung von Menschenrechten und Grundfreiheiten ein. Vor diesem Hintergrund setzt sich die IGFM gezielt für die Freilassung politischer Gefangener und verschleppter ukrainischer Zivilisten ein, die aufgrund ihrer politischen Überzeugungen unterdrückt werden. Mit Öffentlichkeitsarbeit, Appellen und politischen Patenschaften soll auf die Schicksale der willkürlich Inhaftierten aufmerksam gemacht werden.

Werden auch Sie aktiv und unterstützen uns bei unserem Einsatz für politische Gefangene und verschleppte Zivilisten!

Das Patenschaftsprogramm der IGFM vermittelt politische Gefangene aus verschiedenen Ländern und verschleppte Zivilisten aus der Ukraine an Abgeordnete aus Deutschland, die sich mit einer politischen Patenschaft für ihre Freilassung einsetzen. Werden Sie ein Teil unserer Menschenrechtsarbeit!

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Hilft Menschenrechtsarbeit überhaupt?

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Immer wieder erhält die IGFM positive Nachrichten, die durch Menschenrechtsarbeit erwirkt werden konnten, z.B. Haftverbesserungen bis hin zur Freilassung politischer Gefangener.

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