Erfolge

Erfolge der Menschenrechtsarbeit
Menschenrechtsarbeit braucht Ausdauer – manchmal viel Ausdauer. Vor allem dann, wenn Diktaturen sehen, dass Menschenrechtler erfolgreich arbeiten, gesellschaftlichen Einfluss gewinnen und dadurch die Willkür menschenfeindlicher Regime in Frage stellen. Es ist daher schon ein Erfolg, wenn Menschenrechtler in Gefangenschaft nicht (mehr) gefoltert werden, wenn sie Zugang zu Angehörigen bekommen und sich ihre Haftbedingungen verbessern. Manchmal aber, dauert der Einsatz wirklich lange – umso größer ist die Freude, wenn Menschenrechtler dann schließlich doch freigelassen werden.
Daria Kosyrewa
Die Künstlerin Daria Kosyrewa wurde im Februar 2024 verhaftet, nachdem sie mehrfach Antikriegsgedanken in künstlerischer und philosophischer Form verbreitet hatte. Ihr wird die "wiederholte Diskreditierung des Einsatzes der Streitkräfte der Russischen Föderation" vorgeworfen. Nach mehr als zwei Jahren Haft kam Daria am 18. März 2026 frei.
Frei: Mehdi Bahman
Der iranische Schriftsteller Mehdi Bahman wurde aufgrund eines regimekritischen Interviews der Spionage beschuldigt und im Oktober 2022 willkürlich verhaftet. Seine Todesstrafe wurde zu einer Haftstrafe auf ungewisse Zeit umgewandelt. Nach dreijähriger Haft wurde er im Mai 2026 entlassen.
José Daniel Ferrer-García – im Exil
Seit dem 11. Juli 2021 war José Daniel Ferrer-García in Santiago de Cuba inhaftiert, wo ihm "öffentliche Unruhen" und "Aggression" vorgeworfen wurden. Am 13. Oktober 2025 verließ er schließlich gemeinsam mit seiner Familie Kuba in Richtung Vereinigte Staaten, wo er seinen politischen Einsatz aus dem Exil fortsetzt.
Frei: Svetlana Kupreeva
Die belarusische Buchhalterin wurde im Juni 2020 von Geheimdienstlern verhaftet, weil sie einen Herausforderer Lukaschenkos bei den Präsidentschaftswahlen unterstützte. Im Oktober 2021 kam sie nach über einem Jahr in Untersuchungshaft aus dem Gefängnis frei.
Frei: Darya Chultsova
Die Journalistin des unabhängigen belarusischen TV-Senders Belsat TV wurde am 15. November 2020 festgenommen. Zusammen mit ihrer Kollegin Katsiaryna Andreyeva wurde sie zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Esteban Rodríguez-López – Im Exil
Der unabhängige Journalist Esteban Rodríguez versuchte am 30. April 2021, den eng befreundeten und du diesem Zeitpunkt inhaftierten hungerstreikenden Künstler Luis Manuel Otero Alcántara zu besuchen. Die Sicherheitskräfte untersagten jedoch jeglichen Besuch und verhafteten Rodríguez. Nach acht Monaten Hadft wurde er von der Kubanischen Regierung im Januar 2022 aus Kuba verbannt. Seit März 2022 hält er sich in den USA auf, wo ihm Asyl gewährt wurde.
Frei: Schriftsteller Keyvan Bajan
Der iranische Schriftsteller wurde im Mai 2019 wegen "Propaganda gegen den Staat" zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Das Berufungsgericht reduzierte die Haftstrafe später auf dreieinhalb Jahre. Seit September 2020 war Bajan im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert, am 9. März 2022 kam er aus dem Gefängnis frei.
Frei: Frauenrechtlerin Neda Naji
Die iranische Frauenrechtsaktivistin Neda Naji wurde im Oktober 2022 zum wiederholten Mal verhaftet und vom Islamischen Revolutionsgericht unter anderem zu acht Monaten Haft und 60 Peitschenhieben verurteilt. Grundlage für das Urteil war ihre Teilnahme an den landesweiten Demonstrationen, die seit Mitte September letzten Jahres im Iran stattfinden.
Frei: Bürgerrechtlerin Mary Fatemeh Mohammadi
Die Bürgerrechtlerin und christliche Konvertitin Mary Mohammadi, die am 12. Januar 2020 in Teheran inhaftiert wurde, ist seit dem 26. Februar auf Kaution vorübergehend frei. Auf Twitter wies sie vor ihrer Inhaftierung auf die Unterdrückung des iranischen Volkes durch die Regierung hin.








