Kateryna Korowina

Kateryna Korowina wurde am 10. Juni 2024 von russischen Sicherheitskräften verschleppt. Am 17. Februar 2025 verurteilte ein russisches Militärgericht sie zu 10 Jahren Haft – wegen angeblicher Finanzierung von Extremismus und Terrorismus. Derzeit ist sie in einem russischen Untersuchungsgefängnis inhaftiert.
Willkürliche Gefängnisstrafe für Ukrainerin
Kateryna Korowina stammt aus dem Dorf Pischtschane bei Starobilsk in der Region Luhansk. Sie schrieb Artikel, interessierte sich für Lyrik und setzte sich trotz der russischen Besatzung für humanitäre Hilfe in der Ukraine ein.
Verschleppung und Verurteilung
Im März 2024 wurde Kateryna vom russischen Geheimdienst FSB über mehrere Stunden verhört. Unter psychischem Druck, Drohungen und Einschüchterung zwang man sie, ein vorbereitetes „Geständnis“ zu unterschreiben. Am 10. Juni 2024 drangen schließlich bewaffnete russische Sicherheitskräfte in ihre Wohnung ein, nahmen Kateryna fest und verschleppten sie. Die Festnahme wurde gefilmt und im russischen Propaganda-Fernsehen gezeigt.
Kateryna wurde am 17. Februar 2025 zu zehn Jahren Haft verurteilt – wegen angeblicher Finanzierung von Extremismus und Terrorismus. Grundlage des Verfahrens waren Überweisungen im Gesamtwert von umgerechnet etwa 10 Euro. Kateryna selbst erklärte, dass diese Spenden ausschließlich für humanitäre Zwecke gedacht waren.
Haftbedingungen und Gesundheit
Kateryna befindet sich derzeit in der Untersuchungshaftanstalt Nr. 1 in Rostow am Don. Sie ist dort von russischen Häftlingen getrennt untergebracht – gemeinsam mit anderen ukrainischen Frauen, die ebenfalls wegen „Extremismus“ angeklagt sind.
Laut Gericht leidet Kateryna infolge der Haftbedingungen und der psychischen Belastung an Depressionen. Dennoch zeigt sie in Briefen nach außen Stärke und Hoffnung – sie schreibt Gedichte und betont, dass sie ihre Heimat niemals verraten werde.
Stand: Juli 2025



