Portraits gegen das Schweigen

IGFM-Mitglieder Susanne Köhler und Gerhard Keller mit den in der taz abgedruckten Wahrheitskämpfer-Portraits. Bild: Gerhard Keller

Kommentar von Susanne Köhler und Gerhard Keller

                                                                                                                                                                                                                                              Donnerstag, 15. Mai 2025

„Wir zeichnen ermordete und inhaftierte Journalisten aus der ganzen Welt,

weil wir ihren Mut bewundern und ihnen ein Denkmal setzen wollen.“

Dies schreiben die IGFM-Mitglieder Susanne Köhler und Gerhard Keller auf ihrer Projektwebseite wahrheitskaempfer.de. Dort haben sie, beginnend nach dem Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo 2015, mehr als 800 Portraits gesammelt. Sie sind in verschiedenen Stilen und stammen von Künstlern aus dem In- und Ausland. Ergänzt werden die Bilder jeweils um Informationen zu den Personen. So entstand ein einzigartiges Archiv weltweiter Unterdrückung der Pressefreiheit.

Zugleich ist es ein beeindruckendes Denk- und Mahnmal für diejenigen, die für freie und unabhängige Information ihr Leben oder ihre Freiheit gelassen haben. Wahrheitskämpfer ist ein offenes Projekt: Wer sich das Portraitzeichnen oder -schreiben zutraut, ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Sonderseiten zum Tag der Pressefreiheit: Die taz Panter Stiftung hat nun zusammen mit Reporter ohne Grenzen 8 Sonderseiten zum Internationalen Tag der Pressefreiheit veröffentlicht und dabei zahlreiche Portraits der Wahrheitskämpfer abgedruckt, hier geht es zum Artikel.

Susanne Köhler und Gerhard Keller freuen sich, dass auf diese Weise an die mutigen Medienschaffenden erinnert wird:

Remember their faces – Remember their stories!

Über die Autoren

Susanne Köhler und Gerhard Keller sind Mitglieder der IGFM und Vereinsvorsitzende des Wahrheitskämpfer-Projekts. Der Verein besteht aus einer Künstlergruppe, die seit 2015 Portraits ermordeter und inhaftierter Journalisten zeichnen und malen. Zudem informieren sie über das Leben und die Arbeit der einzelnen verfolgten und getöteten Journalisten in begleitenden Texten.

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1208, 2022

Kommentar: Kubaner in katastrophaler Lage

Seit Jahren hat das von Bürokratismus gezeichnete Castro-Regime seine absolute Ineffizienz reichlich unter Beweis gestellt: Es genügt zu sagen, dass Kuba, einst der größte Produzent und Exporteur von Zucker, seinen inländischen Bedarf kaum noch decken kann. Aber das Ausmaß des Elends, das in den letzten Monaten unter Präsident Miguel Díaz-Canel erreicht wurde, ist offen gesagt katastrophal.

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