Maikel Pupo Velázquez

Maikel Pupo Velázquez wurde von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA als „Gefangener des Monats“ November 2026 ernannt. Foto: privat
Kuba: Wegen Plänen für Gebetstreffen willkürlich in Haft
Zum „Gefangenen des Monats November 2026" haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA Pastor Maikel Pupo Velázquez aus Kuba benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den evangelischen Gemeindeleiter einzusetzen. In dem karibischen Inselstaat kontrolliert noch immer die Kommunistische Partei jegliche religiösen Aktivitäten. Laut einem Bericht der britischen Organisation Christian Solidarity Worldwide wurde Velázquez am 26. September 2026 in Camagüey willkürlich von staatlichen Sicherheitskräften festgenommen und zunächst ohne Verbindung zur Außenwelt eingesperrt. Seine Familie erfuhr erst infolge ihrer Suche nach ihm von seinem Verbleib. Inzwischen wurde er in das Gefängnis „La Cerámica Roja" verlegt.
Der Gründer der nicht staatlich registrierten Gemeinschaft „Kirche des heiligen Segenswortes des Feuers" plante ein großes Treffen im Stadion „Cándido Gonzalez Morales" in Camagüey, bei dem für Kuba gebetet werden sollte. Am 25. September 2026 erhielt er deswegen eine Vorladung von den Behörden, der er Folge leistete und die Veranstaltung absagte. Sie warnten ihn zudem, dass er die Verantwortung dafür trage, sollten sich trotz der Anordnung Gäste dort einfinden. Um sicher zu gehen, dass alle Eingeladenen von der Absage erfahren, begab er sich zum eigentlich vorgesehenen Veranstaltungsort. Beim Herannahen kamen Beamte herbei und nahmen ihn fest. Ihm wird „Ungehorsam" vorgeworfen.
Es handelt sich nicht um die erste Festnahme: Bereits im Juli 2025 wurde Velázquez abgeführt: Er hatte versucht, zwei politischen Gefangenen mit Medikamenten und anderen Hilfsgütern beizustehen. Es ist zudem bekannt, dass er insbesondere unter jungen Leuten aktiv und erfolgreich für seinen christlichen Glauben wirbt. IGFM und IDEA bitten um Appelle an den kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel, sich für die umgehende Freilassung des verfolgten Christen einzusetzen.




